NewsVermischtesKein Cannabis auf Rezept für ADHS-Patienten
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Vermischtes

Kein Cannabis auf Rezept für ADHS-Patienten

Montag, 10. Dezember 2018

/dpa

Celle – Ein an der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidender 31-Jähriger ist mit seiner Klage vor Gericht gescheitert, seine Erkrankung mit Cannabis behandeln zu wollen.

Das Medikament könne nur bei schwerwiegenden Erkrankungen verordnet werden, urteilte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle. Bei dem Kläger sei ADHS noch nicht eindeutig diagnostiziert worden.

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Laut Gericht führte eine Ritalintherapie zur Schwächung des Mannes und verursachte als Nebenwirkung Appetit- und Kraftlosigkeit. Ein Arzt empfahl dem Kläger Cannabis zur Behandlung. Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme dafür aber ab, da keine schwerwiegende Erkrankung vorliege und die Verwendung bei ADHS medizinisch zweifelhaft sei. Der Mann klagte dagegen.

Das Gericht bestätigte nun die Rechtsauffassung der Krankenkasse. „Cannabis soll schwere Krankheiten lindern, es ist keine beliebige Behandlungsalternative oder Hilfe zur Alltagsbewältigung“, sagte ein Gerichtssprecher. Sozialgerichte müssten sich zunehmend mit ähnlichen Fällen befassen (Az.: L 16 KR 504/18 BER). © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 6. Januar 2019, 22:37

#Ambush

In der Lebenswirklichkeit von nicht oder falsch behandelten ADHS-Patienten sieht das so aus:
Schulabschluss verfehlt, zur Gesellenprüfung nicht zugelassen wegen unzureichender Berufsschulleistungen, Prüfungsversagen, auch in mehreren Berufen, Delinquenz schon als Jugendliche, häufige Jobverluste wegen störendem Verhalten und Konflikten, instabile Partnerschaften, ständige Sanktionierungen durch die Jobcenter wegen verpasster Termine, dadurch oft Wohnungsverlust wg Mietrückständen, ungeeignete Selbsttherapie mit Alkohol und/oder illegalen Drogen mit entsprechenden Folgen...
Avatar #749369
Ambush
am Sonntag, 6. Januar 2019, 18:35

Selbstwirksamkeit statt Erlernte Hilflosigkeit

...auch gerade bei ADHS möchte ich doch plädieren für Selbstwirksamkeit , für das an sich Arbeiten für den Glaube an sich selbst und an die eigene Stärke (die von Personen mit ADHS leider oft sozialisationsbedingt nicht wahrgenommen wird) und mich aussprechen gegen ein sich gehen lassen und sich fallen lassen wie ein nasser Sack und gegen die erlernte Hilflosigkeit . Heute las ich zu dem Cannabis bei ADHS Urteil zufällig diesen Pressebericht https://www.presseportal.de/pm/76876/4158667 darin u.a. "...Aber wer wie der Kläger arm ist und Leistungen nach SGB bezieht, muss in diesem Land halt leiden. Der Skandal an sich!" , ja, das ist möglicherweise oder mutmaßlich ein bischen so ähnlich wie bei einem anderen von ADHS Betroffenem , der auch auf Cannabis bei ADHS schwört http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/ADHS-Patient-will-sich-Cannabis-von-der-Kasse-zahlen-lassen-id36965657.html ...............man muss sich nur mal das Bild von dem Herrn Häßler in dem Artikel mit seiner Mütze anschauen...auf dessen Mütze steht in großen Lettern: "Dope" ....das sagt schon viel über diese Person.... sorry, ich kenne nicht die genauen Lebensumstände des Klägers aus dem Cannabis bei ADHS Verfahren am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen , aber ganz allgemein betrachtet, ADHS allein ist kein Grund, nicht arbeiten zu können und wer wirklich arbeiten will, der arbeitet zur Not als Kloputzer beim McDonalds oder am Hauptbahnhof und dann könnte man sich auch bestimmte Medikamente ohne Wirksamkeitsnachweis selbst finanzieren , aber allzu oft soll ja angeblich ADHS Schuld sein, weshalb man nicht arbeiten kann (will?). Das nennt sich dann primärer Krankheitsgewinn und auch sekundärer Krankheitsgewinn bei ADHS https://steemit.com/adhs/@nightshadow1217/re-genaugreta-re-martinwinkler-adhs-vorurteile-und-unwissen-teil-1-20171214t105058496z , Regel Nr. 1 beim Psychiater und Psychotherapeut ist, die Situation des Patienten habe nichts mit Willensschwäche zu tun, der Patient sei nicht selbst schuld an seiner Misere usw... natürlich ist es so, dass es auch bei Patienten in Psychiatrie und Psychosomatik Willensschwäche , Faulheit , Charakterschwäche und pauschales Anspruchdenken an den Sozialstaat oder Flatrate-Mentalität gibt , dass darf man dem jeweiligen Patienten im direkten Kontakt gegenüber halt nicht persönlich ins Gesicht sagen, denken tut sich der Therapeut das wohl ziemlich oft. Es gibt halt Betroffene mit ADHS , die bringen sich ein und dann gibt es welche, die halten fast ausschließlich nur die Hand auf , hin und wieder und in manchen Fällen sollte man letzteren einfach mal sagen: Reißt euch gefälligst zusammen !!!!!!
Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 23. Dezember 2018, 23:21

@Ambush

Immer noch besser unter der "Cannabisglocke" mit einiger Lebenszufriedenheit als an der Flasche mit 20 Jahren Lebenszeitverkürzung und zahlreichen irreversiblen Organschäden.
Ich kenne zahlreiche Menschen, die ihren Alltag ohne Probleme meistern, ihrer Arbeit nachgehen, ihre Familien versorgen und keinerlei Probleme haben - trotz täglichem Cannabiskonsum.
Deren einziges tatsächliches Problem ist die Illegalität der Substanz und die daraus entstehende tatsächliche Existenzgefährdung.
Sie haben einfach keinerlei Kenntnis der wirklichen Verbreitung des Cannabiskonsums. Sie sind hier derjenige, der unter einer Glasglocke lebt, ohne das zu wissen.
Avatar #749369
Ambush
am Samstag, 22. Dezember 2018, 20:23

Von der Wirklichkeit abgeschottetes Leben im Dampf unter der Hanf-Glocke

...noch schlimmer als unter der Käseglocke eben. Niemand bestreitet, dass viele von ADHS Betroffene durch den Gebrauch von Cannabis ihr Leben subjektiv als leichter empfinden und Cannabis als Linderung ihrer Probleme erleben. Dumm nur, dass der Alki vom Bahnhof das ähnlich sieht, der sieht auch sein Leben durch den täglichen Konsum von Alkohol als erträglicher an. Mit Cannabis als auch mit Alkohol werden Probleme verdrängt aber nicht behoben. Und dass Cannabis "entspannt" (die eher unvorteilhafte Wirkung auf die Schlafarchitektur klammern wir hier aus) , geschenkt. Aber bitte dann doch nicht unzählige Jugendliche deswegen zu einer möglicherweise Verpfuschung ihres Lebens animieren. Mann kann sich mit Gekiffe in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter viel verbauen. Da der Link davor nicht richtig funktioniert wohl hier noch die Stellungnahme von ADHS Deutschland zu Cannabis bei ADHS http://www.adhs-deutschland.de/desktopdefault.aspx/tabid-8/19_read-10116/ , http://news.doccheck.com/de/blog/post/7638-keine-empfehlung-fuer-cannabis-bei-adhs/
Avatar #724282
Der DR.Weiss
am Samstag, 22. Dezember 2018, 10:43

Bei dem Kläger sei ADHS noch nicht eindeutig diagnostiziert worden.

Titel stimmt überhaupt nicht, hat er adhs oder ist es noch nicht Attest iert???????
Avatar #724282
Der DR.Weiss
am Samstag, 22. Dezember 2018, 10:41

Bei dem Kläger sei ADHS noch nicht eindeutig diagnostiziert worden.

Titel stimmt überhaupt nicht!!!
Bitte ändern
Avatar #725920
Syntaxie
am Freitag, 14. Dezember 2018, 19:44

Diese Forscher ....

>Deutsche Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Hamburg und Dresden berichteten von der Behandlung eines 15-jährigen Jungen mit behandlungsrefraktärem Tourette-Syndrom (TS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die zu einer starken körperlichen und psychosozialen Beeinträchtigung führten. Die Gabe von THC resultierte in einer deutlichen Verbesserung der Tics, ohne Nebenwirkungen zu verursachen, und erlaubte eine parallele Behandlung der ADHS mit Stimulanzien. Durch die THC-Behandlung wurde die intrakortikale Hemmung, also die Übertragung von Nervenreizen in der Hirnrinde, verstärkt.<

... und andere wollen o. können es offenbar nicht begreifen, daß THC primär eine Stimulanz ist, die chemisch gewisse Ähnlichkeit zu endogenem Anandamid hat. Sie wollen offenbar die Suggestion, den Irrglauben weiterhin aufrechthalten/verfestigen, daß Cannabis ein lebensgefährliches Narkotikum wäre.

Gelegentliches mehr als genug kann quasi paradox wirken, weil es sich um eine weiche Droge handelt, die dem Hirn als selbstregulierendem System einfach die Möglichkeit läßt, der übermäßigen Stimulation entgegen zu wirken.

Desweiteren noch was @ Ambush, grob umrissen nur und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Es gibt zwei Cannabis-Hauptgruppen.
Sativa, hochwachsend fast wie Spargel mit größtenteils belebenden Wirkungen.
Und Indica, buschig mit Seitentrieben wachsend und mit überwiegend wohl sedierenden Wirkungen. Kreuzungen, Hybride gibt's auch massenhaft.
Die Anzahl der Inhaltsstoffe geht in's dreistellige.

Bei ADHS ist reines THC ungeeignet. Cannabidiol mit nivellierender Wirkung und/oder andere, tendenziell eher als sedierend geltende Inhaltsstoffe begrenzen ungünstige bzw. überschießende Effekte des THC.
Maßvolles Hirndoping bei ADHS und starkes bei TS gegen Absacker des Niveaus widersprechen sich. Passen also grundsätzlich garnicht zusammen.
Generell verbessert Cannabiskonsum die Schlafqualität. Sorten die besonders gut gegen Schlaflosigkeit wirken, sind selbstverständlich nicht für TS geeignet.
Bei Migräne ist THC-lastiges Cannabis meist ungeeignet, kann nämlich Kopfschmerzwahrnehmung eher verstärken.
Wo dort https://s3.amazonaws.com/leafly/content/cannabinoids-101-what-makes-cannabis-medicine/0kDQdUNqR0GCXCMdfgbs_leafly-cannabinoid-wheel-large.jpg jeweils nur THC erwähnt ist, wird im Kontext betrachtet klar, daß die Einstufung als Betäubungsmittel einfach falsch ist.
Appetitsteigerung z.B. paßt überhaupt nicht zu Betäubungsmittel.
Einfärbung Rot = Sativa. Grün = Hybridsorten. Violett/magenta = Indica. Es kommt nicht nur auf THC an, sondern auch auf weitere Inhaltsstoffe, die sich quasi hinter der jeweiligen Einfärbung verbergen.
Einige Terpene und Wirkungen dazu http://30c1be84fhhqj3xa1lmshckme.wpengine.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2016/02/jXSS0pS1Sw2p2eq176GL_Leafly-Cannabis-Terpene-Wheel-Infographic.png
Insomnia, in der ersten Grafik direkt neben pain, findet sich in der 2. als erstes bei Linalool am Rand erwähnt.
In 1. ist das auch als psychoaktiv bekannte THCV zur zusätzlichen Stimmungsaufhellung bei pain erwähnt, aber nicht bei insomnia, wo es dagegen auf Linalool und mindestens CBN, welches als sedierend bekannt ist, ankommt. Einerseits wirkt das THC dem CBN dabei offenbar vorübergehend entgegen, andererseits wird die Wirkung des Linalool ermöglicht bzw. intensiviert durch THC als Ersatz für endogenes Anandamid.
Bei Appetit loss, Fatigue und Asthma z.B. - Indica-Sorten, also sedierend ? Nein, es geht dabei eben nicht einfach um Steigerung des psychischen Niveaus oder Hirndoping.





Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 15:05

@Ambush

Weiter unten schreiben Sie, cannabisinduzierte Psychosen seien "alles andere als selten"...
Laut dem offiziellen Bunesgesundheitsbericht des statistischen Bundesamts wird die Diagnose "Psychose durch Cannabinoide" (inkl. synthetische Cannabinoide wie "Spice") seit vielen Jahren zwischen 800 und 900 mal codiert - pro Jahr!
~850 Fälle auf 80 Mio Einwohner ist für Sie also "alles andere als selten"?
Die Lebenszeitprävalenz für Schizophrenie beträgt ca 1-2%, die jährliche Zahl von Neuerkrankungen in D beträgt ca. 15.000. Diese Zahl ist über viele Jahrzehnte weltweit konstant und unabhängig von der Inzidenz und Prävalenz des Cannabiskonsums.
Avatar #749369
Ambush
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 08:51

Cannabis sediert und macht unproduktiv

@ Andre B. ,
ich habe selbst ein leichtgradiges Tourette-Syndrom zusätzlich zu ADHS , ich bin fast 20 Jahre lang gut gefahren mit dem Standardmedikament Tiaprid, auch in Kombination mit Stimulantien , dass Wirkstoffe in Cannabis eine ergänzende, adjuvante Therapie bei Tourette-Syndrom sein könnten, dem widerspricht die wissenschaftliche Datenlage nicht. Was aber Cannabis bei ADHS zu suchen hat, das erschließt sich mir nicht. Einen beruhigenden Effekt vielleicht, nebenbei hat aber Cannabis einen zwar sedierenden Effekt, aber auch einen negativen Effekt auf die Schlafarchitektur ok, aber das ist nicht wirklich relevante Problem bei ADHS , hier übrigens die Stellungnahme von ADHS Deutschland zu Cannabis bei ADHS : http://www.adhs-deutschland.de/Portaldata/1/Resources/pdf/1_1_aktuelle_infos/2017-07_Stellungnahme__ADHS_und__Cannabis_(00000002).pdf

und hier noch:

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5565-medizinischer-einsatz-von-cannabis-bei-adhs/

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5607-cannabis-und-adhs-studie-zu-sativex-zeigt-keinen-signifikanten-nutzen-bei-adhs/
in letzterem Link: ".... Alle Klienten haben schon vorher gekifft..."
oder "....Geht es hier wirklich um ADHS oder Sucht?..."
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 05:40

p.s. Ergänzungen zu ADHS und Cannabis :

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28576350
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0924977X16309129
http://cannabis-med.org/nis/data/file/abstractbook.pdf ( Seite 85 )
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26235475
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23992650
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24093525
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23856832

Cannabis wirksam bei der Behandlung des Tourette-Syndroms und der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Deutsche Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Hamburg und Dresden berichteten von der Behandlung eines 15-jährigen Jungen mit behandlungsrefraktärem Tourette-Syndrom (TS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die zu einer starken körperlichen und psychosozialen Beeinträchtigung führten. Die Gabe von THC resultierte in einer deutlichen Verbesserung der Tics, ohne Nebenwirkungen zu verursachen, und erlaubte eine parallele Behandlung der ADHS mit Stimulanzien. Durch die THC-Behandlung wurde die intrakortikale Hemmung, also die Übertragung von Nervenreizen in der Hirnrinde, verstärkt.

Die Autoren folgerten, dass "unsere Beobachtung nahe legt, dass Delta-9-THC eine erfolgreiche Alternative bei Patienten mit schwerem, auf klassische Behandlungen nicht ansprechendem TS darstellen könnte. Besonders bei einer durch Stimulanzien induzierten Verstärkung der Tics könnte Delta-9-THC eine erfolgreiche Behandlung einer komorbiden ADHS ermöglichen. Die Verstärkung der intrakortikalen Hemmung könnte durch eine Modulierung der Freisetzung verschiedener Neurotransmitter, inklusive Dopamin und Gamma-Aminobuttersäure, vermittelt werden."
(Quelle: Hasan A, Rothenberger A, Münchau A, Wobrock T, Falkai P, Roessner V. Oral delta9-tetrahydrocannabinol improved refractory gilles de la tourette syndrome in an adolescent by increasing intracortical inhibition: a case report. J Clin Psychopharmacol 2010;30(2):190-2.)

Nach Angaben von Forschern aus Italien und den Vereinigten Staaten ist der CB1-Rezeptor an der Entwicklung der ADHS (Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung) beteiligt. Sie verwendeten ein Mausmodell der ADHS. Sie folgerten, dass "therapeutische Strategien, die darauf abzielen, das ECS [Endocannabinoidsystem] zu beeinflussen, bei dieser Störung wirksam sein könnten". (Quelle: Castelli M, et al. EUR J Neurosci 2011;34(9):1369-1377.)

Wissenschaftler am Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg untersuchten die Wirkungen von Cannabis auf fahrrelevante Funktionen bei einem 28-jährigen Mann mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Er hatte in den vergangenen Jahren mehrfach gegen Verkehrsregeln verstoßen, und sein Führerschein war ihm wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Cannabis entzogen worden. Er zeigte während des ersten Treffens mit einem Psychologen in nüchternem Zustand ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten, war unangepasst und in seiner Konzentration schwer beeinträchtigt. Ihm wurde die Durchführung fahrrelevanter Tests unter dem Einfluss des Cannabiswirkstoffes Dronabinol (THC), den seine Ärztin ihm zur Verbesserung seiner Symptomatik verschrieben hatte, gestattet. Der Untersucher erwartete, dass er unter dem akuten Einfluss von THC nicht in der Lage sein würde, Auto zu fahren.

Beim zweiten Besuch war sein Verhalten jedoch deutlich verbessert und er erbrachte durchschnittliche und zum Teil überdurchschnittliche Leistungen in allen Tests zur Reaktionsgeschwindigkeit, Daueraufmerksamkeit, optischen Orientierung, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Wachheit und geteilten Aufmerksamkeit. Eine nach den Tests entnommene Blutprobe ergab eine hohe THC-Konzentration von 71 ng/ml im Blutserum. Er gab später zu, Cannabis geraucht und nicht Dronabinol eingenommen zu haben, weil es zu teuer sei. Die Forscher stellten fest, dass "Menschen mit ADHS häufiger als die statistische Norm gegen Verkehrsregeln verstoßen, kriminelle Taten begehen und in Verkehrsunfälle verwickelt sind", und schließen aus ihrer Untersuchung, dass "bei Personen, die an ADHS leiden, zumindest in Einzelfällen auch untypische, teilweise sogar leistungssteigernde Wirkungen nach dem Konsum von Cannabis in Betracht gezogen werden müssen".
(Quelle: Strohbeck-Kuehner P, Skopp G, Mattern R. Fahrtüchtigkeit trotz (wegen) THC. Arch Kriminol 2007;220(1-2):11-9.)
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 05:22

@Ambush

Aktuelle Studien und Berichte zum Thema Cannabis bzw. dem entstehen von Psychosen und auch zur antipsychotischen Wirkung von Cannabiswirkstoffen und über Cannabis bei AHDS, ebenso zu den Auswirkungen einer Re-legalisierung:

http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=510
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=761
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=610
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=703
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=708
www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=733
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=742
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=774
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=779
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=592
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=621
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=629
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=638
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=651
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=527
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=535
http://www.cannabis-med.org/studies/ww_en_db_study_show.php?s_id=538
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27275781
http://www.cannabis-med.org/studies/study.php
https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/unistudie-psychose-risiken-durch-cannabis-konsum-eher-gering-20170421273846
https://www.drugabuse.gov/trends-statistics/monitoring-future/monitoring-future-study-trends-in-prevalence-various-drugs
https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2014/12/16/teen-marijuana-use-falls-as-more-states-legalize/?noredirect=on&utm_term=.5046d6c6c62c

Gesamtübersicht Studien zum Thema Cannabis:
http://www.cannabis-med.org/german/studies.htm#_Toc514775737
http://www.cannabis-med.org/studies/study.php
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 03:51

#Ambush

p.s. Gerne können Sie mich auf von mir gemachte Rechtschreibfehler oder falsch gesetzte Komas aufmerksam machen. Doch verbitte ich mir Ihrerseits zukünftig jegliche Mutmaßungen, was die Diagnose "ADHS" denn nun genau für den Einzelnen eigentlich wirklich bedeutet und was BESTIMMTE Cannabis Sorten solchen Menschen an Linderung verschaffen könnte oder auch nicht. Ihre völlige Unkenntniss bezüglich der ganzen Thematik, wird noch deutlicher, weil Sie immer wieder von der einen Cannabis typischen Wirkung sprechen bzw. davon ausgehen, das jede Sorte den gleichen oder einen zumindest ähnlichen Effekt auf den Menschen hätte. Selbst wenn einzelne Cannabissorten mit entsprechenden Wirkstoffgehalten, bestimmte negative Auswirkungen haben "könnten", so gilt dies für andere Sorten z.b. ganz ohne THC oder mit einem Verhätniss von 1:1 an THC und CBD wieder überhaupt nicht!!! Nochmal zum Mitschreiben!!! Es gibt weder die EINE Cannabis typische Wirkung, noch gibt es so etwas wie DIE Cannabis typischen Nebenwirkungen. Somit sind all Ihre gemachten verallgemeinerten Aussagen z.b. bezüglich dem entstehen von Psychosen, nichts als heiße Luft.
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 13. Dezember 2018, 03:16

@Ambush

Auch wenn Sie noch so krampfhaft danach streben, durch Aufzählung bzw. Vermischung von statistisch völlig irrelevanten persöhnlichen Erfahrungen und Meinungen, Cannabis allgemein in ein schlechtes Licht zu rücken, so ändert dies nichts an der Tatsache, das Sie absolut KEINE Ahnung haben von was sie da überhaupt reden. Was eine Legalisierung von Cannabis, für eine Gesellschaft bedeutet, dazu braucht kein Mensch Ihre außerordentlich weit hergeholten Vergleiche mit dem Kat Anbau im Jemen oder in Somilia. Schauen Sie doch einfach in die Niederlande oder in die Vereinigten Staaten. In keinem dieser Länder ist auch nur im Ansatz zu erkennen, was Sie an potenziell negativen Folgen versuchen vorherzusagen. Auch das verwenden von allerlei Fachwörtern und negativen Einzelbeispielen, verleiht Ihren wirren Miteilungsbekundungen weder mehr objektive Sinnhaftikeit noch steigert dies Ihren inhaltlichen Wert. Bitte ersparen Sie uns oder NEIN der ganzen Welt, doch Ihre unsinnige, unwissenschaftliche und von erschüternder Unwissenheit zeugende Meinung. So etwas braucht wirklich NIEMAND!!!
Avatar #725920
Syntaxie
am Mittwoch, 12. Dezember 2018, 22:50

Monotropismus

beim Aspergersyndrom ist nicht ADHS.
Spezialisierte Interessen beim Aspie-Syndrom können oberflächlich betrachtet hyperaktiv erscheinen bei gleichzeitigem Defizit hinsichtlich normalerweise ablenkender Reize !
Spezialinteressen werden aber sehr intensiv verfolgt/betrieben.
Das Aspie-Syndrom ist also nicht einfach dem ADHS zuzurechnen.
Es gab und gibt diesbezüglich aber leider Verwechselungen/Fehldiagnosen.
Psychosen kommen bei Aspies in jungen Jahren etwas häufiger vor. Desweiteren finden sich unter den Aspies auch etwas mehr "Ideästhetiker" als im allgemeinen Durchschnitt. Ideästhetische Wahrnehmungen sind ergänzende sekundäre Wahrnehmungen (concurrent), die auf primären Wahrnehmungen (inducer) basieren bzw. davon ausgelöst werden. Allgemein nur unter dem irreleitenden Begriff Synästhesie bekannt, nicht als Krankheit geltend, aber wegen eklatanter Bildungslücke von Psychiatern u. Normalmenschen viel zu oft nur in die Ecke der Halluzinationen geschoben.
Akausale, jeweils erst in Zukunft auch für andere ersichtliche inducer, also auslösende Reize, erschweren das Verständnis noch zusätzlich.
Kiffen kann durchaus die bis dahin verschüttete Fähigkeit zu sekundären Wahrnehmungen zu Tage fördern.
Wegen des ergänzenden Charackters können sie durchaus als störend u. belastend und somit krank empfunden werden. Statt Aufklärung bietet die Psychiatrie dann aber liebend gerne industrielle Betäubungsmittel, die kein Verständnisproblem beseitigen und die irrgläubigen Erklärungen, welche andere Entitäten für solche Wahrnehmungen verantwortlich machen, einfach weitergären läßt.
Das:
>Und Psychosen durch Cannabis sind nun alles andere als selten<
ist FALSCH !
Denn das Psychoserisiko liegt nach Einschätzung der WHO bei ca. 1 zu 4000. Was auch zu einer Erwähnung von Prakticus paßt;
nichtmal 850 Fälle in einem Jahr. Der Konsum spezieller Pilze, "Spice" oder anderem Zeug ist noch abzuziehen von den 850.



Avatar #749369
Ambush
am Mittwoch, 12. Dezember 2018, 13:38

Fakten zu ADHS statt Gerüchte und Meinungen

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77302/Medikamente-gegen-ADHS-verringern-Risiko-fuer-Alkohol-und-Drogenmissbrauch

https://www.adhspedia.de/wiki/Sucht

ADHS und Drogenkonsum oder Drogen : ja, da gibt es alles darunter... und wieviele "Karrieren" man in der Hinsicht hätte verhindern können , wenn zumindest einmal vom Psychiater bzw. vor allem auch Kinder- und Jugendpsychiater nach ADHS sondiert worden wäre:


Leider wird ADHS nach wie vor von weiten Teilen der Psychiater in Deutschland in der quantitativen Dimension nicht erfasst und akzeptiert, obwohl auch hier sich etwas tut, neulich gab es eine Studie zur Häufigkeit von ADHS in der Psychiatrie mit Prof. Arno Deister , immerhin Präsident der DGPPN , als Co-Autor , die, falls tatsächlich zutreffend, in den Auswirkungen weitreichend sein muss (!!!) bzw. von der Psychiater-Zunft ein Handeln erzwingt!... laut dieser Studie haben 59% der Psychiatrie-Patienten Auffälligkeiten im Sinne von ADHS , 59% !!! , die ADHS als Komorbidität oder kausale Erkrankung dort haben:

http://news.doccheck.com/de/blog/post/8424-59-prozent-von-patienten-der-allgemeinpsychiatrie-haben-adhs/ das Erbenis dieser Studie mit in dem Fall 59% ADHS in der Allgemeinpsychiatrie ist so brachial , dass die möglichen Konsequenzen vielleicht noch gar nicht durchgedrungen sind.
Mal angenommen, diese Studie mit 59% verkapptem ADHS in der Allgemeinpsychiatrie stimmt, das bedeutet, dass seit Anbeginn der modernen Geschichte der Psychiatrie die entsprechenden Patienten nur in ihren Begleit- und Folgeerkrankungen aber nicht ursächlich in ihrem ADHS therapiert wurden. Was das für die persönlichen Schicksale aber auch für die volkswirtschaftlichen Kosten bedeutet, dürfte ebenfalls in Quantität und Qualität brachial sein. Wie prognostiziert doch Russel Barkley , der weltweit renommierteste Wissenschaftler bezüglich ADHS, wonach ADHS sich irgendwann einmal als das “zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt herausstellen wird”.

Hier die Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=deister+adhd
das Ergebnis war für viele Leute in der ADHS-Community nicht mal überraschend, von selbst betroffenen Fachleuten wird seit über 30 Jahren auf die extrem hohe Dichte an verkapptem ADHS in der Psychiatrie hingewiesen , und wenn dann mehr und mehr prominente Fälle von ADHS wie “Naddel” , Hirschhausen https://www.stern.de/gesundheit/gesund-leben/eckart-von-hirschhausen/eckart-von-hirschhausen–humor-ist–wenn-man-spaeter-kommt-3808736.html und viele bisher nicht öffentliche Fälle (einer macht gerade Schlagzeilen mit seiner Privatinsolvenz und spielte mal Tennis) an die Oberfläche treten, dann lässt das erahnen, dass da quantitativ noch viel mehr sein muss. 10% in Deutschland bei einem Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 (die betroffenen PatientINNEN kommen dann zum Psychiater wegen Depression, Angststörungen, Borderline, Essstörungen usw. nach dem zugrunde liegenden ADHS , das hat der Psychiater meist nicht auf dem Schirm) https://www.refinery29.de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs
https://www.youtube.com/watch?v=HJ8BBUiwjVc
und die leichtgradigen Fälle miteinbezogen bei einer Persistenz einer zumindest Restsymptomatik von quasi 100% an der Gesamtbevölkerung , das ist auch ein “Markt” , den auch seit einiger Zeit der Journalismus entdeckt hat.

Leider gibt es unzählige Psychiater in Deutschland, die solche Fakten nicht wahrhaben wollen, solche Erfahrungsberichte z.B.:

"Ja, das wäre sicher die ideale Lösung.
Mutter eines Sohnes mit ADHS, selbst betroffen (Diagnose allerdings erst mit 48 Jahren erhalten!!!), habe ich vor ein paar Jahren ein paar Monate in einer Mutter-Kur-Klinik gearbeitet.
In jeder Gruppe (ich betreute die Kinder) erkannte ich die ADHS Kinder sofort (ich wusste vorher nicht, welche Kinder betroffen waren, die Kollegin hat mir jedes Mal meine Ahnung bestätigt).
Die ADHS meines Freundes habe ich gewusst, bevor er die Diagnose erhalten hat.
Oft weiß ich, wer betroffen ist, aber meine Hinweise werden sehr oft in den Wind geschlagen (mein eigener Ex-Mann-mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit selbst betroffen-hat die Diagnose unseres Sohnes von Anfang abgelehnt, wie seine Schwester die Diagnose ihres Sohnes abgelehnt hat).
ADHS wird offensichtlich in der allgemeinen Bevölkerung als Stigma wahrgenommen (von vielen Ärzten als „Modediagnose“ oder „Möchte-Gerne-ADHS-Haben“-Krankheit).Man ist lieber „depressiv“ oder „ängstlich“ als ein ADHSler.
Zum Glück gibt es aber auch sehr kompetente Ärzte, die nicht betroffen sind, aber die Diagnose stellen können. Das ist der Fall für meinen Arzt, der gleichzeitig Arzt für Psychotherapie ist.
Die Suche nach diesem Arzt war aber steinig: als Betroffene mir in Foren sagten, ich sei sehr wahrscheinlich selber betroffen, habe ich vergeblich nach einem Arzt in meiner Nähe gesucht.
Bis ich auf die Idee kam, meinen Ex-Hausarzt darauf anzusprechen (die Praxis habe ich wegen seiner Frau verlassen.Er ist sehr gut, macht leider nur Hausbesuche). Er fand 2 Adressen „in meiner Nähe“. Ein Arzt ist 115 km von meinem Wohnort entfernt, der andere Arzt 70 km.
Da ich keinen Termin beim 1. Arzt bekam, habe ich den 2. angerufen. Und die Diagnose nach dem 3.Termin erhalten (Gespräche + 3 Fragebögen).
In der Psychiatrie wurde ich einige Wochen vorher wegen meines Verdachts regelrecht bei der Visite ausgelacht („Warum wollen Sie unbedingt die ADHS Diagnose erhalten?“).
Jetzt weiß ich, dass ein großer Teil meiner erheblichen Schwierigkeiten in meinem Leben an dieser Gehirnstoffwechselstörung lagen. Hätte man sie in jungen Jahren diagnostiziert und therapiert, hätte man mir viel Leid (darunter viele depressive Tiefe mit 4 Selbstmordversuchen!!!) erspart." zu finden hier: https://adhsspektrum.wordpress.com/2018/05/21/adhs-diagnostik-bei-erwachsenen/#comments

zur Ignoranz und Inkompetenz der Ärzteschaft in Deutschland über ADHS auch das hier: http://news.doccheck.com/de/blog/post/5098-adhs-geballte-inkompetenz-und-ignoranz-der-psychiater/ …inwiefern sind solche vorurteilsbehafteten Einstellungen zu ADHS in der Ärzteschaft den vereinbar mit Hippokratischem Eid und Genfer Gelöbnis? Erst mal informieren und dann erst reden – das gilt erst recht für Ärzte.
ADHS wird – von männlichen, hyperaktiven Grundschülern, die im Klassenzimmer randalieren, abgesehen – nicht überdiagnostiziert, sondern nach wie vor massivst unterdiagnostiziert. Nach ADHS wird, so dicht und markant die Hinweise darauf auch sein mögen, von der deutlichen Mehrheit der Psychiater in Deutschland nicht einmal sondiert. Die Mär von der Kinderkrankheit, die hält sich gerade auch in der Ärzteschaft nach wie vor noch. Wie viele Schicksale man zum Positiven hätte beeinflussen können, wenn vom Psychiater zumindest einmal nach ADHS sondiert worden wäre und wieviele volkswirtschaftlichen Kosten man hätte sparen können, wenn nicht nur Begleit- und Folgeerkrankungen von ADHS bei unzähligen Psychiatrie-Patienten therapiert worden wären sondern die ursächliche ADHS , das ist nict auszudenken: das Geschlechterverhältnis bei ADHS ist übrigens bei 1:1 in Wahrheit , https://www.refinery29.de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs

Ich sehe das so: mit ADHS in der Psychiatrie verhält es sich so wie mit der Nutzung von Pornoseiten im Internet. Beides ist der große, blaue Elefant mitten im Raum , den irgendwo jeder sieht bzw. dessen Präsenz fühlt, aber keiner redet darüber und will was damit zu tun haben.
Im Übrigen sind ca. 70% gerade auch der Psychiater in Deutschland ignorant bezüglich ADHS. Unterdiagnostik und das Nicht-Erkennen von ADHS geschehen dort massenhaft. Die Anzahl tatsächlich kompetenter Spezialisten für ADHS (die in den meisten Fällen übrigens mehr oder weniger ausgeprägt selbst ADHS haben) ist leider mehr als überschaubar. Zusätzlich kommt nichts nach, um die alten Hasen und ADHS-Pioniere, die zusehends in den Ruhestand gehen oder aus anderen Gründen, z.B. dem systematischen Mobbing gegen niedergelassene ADHS-Therapeuten durch die institutionalisierte ADHS-Gegnerschaft, aus der Versorgung der ADHS-Patienten ausscheiden, zu ersetzen.
Ich habe selbst Medizin studiert und habe in der Universitätspsychiatrie 4 Monate Praktisches Jahr absolviert. Der Oberarzt meiner Station sagte dort in einem Seminar gegenüber uns Studenten:”…Ich möchte mich bei der Gelegenheit outen als ADHS-Gegner…”…das war übrigens diejenige Universitäts-Psychiatrie, die ansonsten als das ADHS-Zentrum schlechthin in Deutschland gilt. Und selbst dort sieht sich ein Teil der Ärzte als “ADHS-Gegner”…die deutliche Mehrheit der Psychiater in Deutschland dürfte diese Einstellung zu ADHS haben. Bei ca. 4 Millionen Erwachsenen mit ADHS in Deutschland (und das noch gemäß der “konservativen Diagnosekriterien gemäß ICD-10) dürfte riesiger Bedarf für die fachärztliche Betreuung von ADHS-Patienten bestehen und die bisher (Stand 2018) mit ADHS diagnostizierten Erwachsenen dürften sicher nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Leider beißen die Betroffenen bei überwiegend ignoranten und übrigens unethisch (und zwar so gar nicht gemäß Hippokratischem Eid bzw. Genfer Gelöbnis) handelnden Ärzten meistens nur auf Granit und erfahren gerade von dieser gesellschaftliche Gruppe noch stärkere Ablehnung bis hin zu offener Feindschaft, als dies für die Gesellschaft insgesamt gilt. Zeit, mal ein bischen Radau zu machen.

Eine ehemalige Schulkameradin von mir war einst in der KJP gelandet. 0815-Diagnostik, Schema F , das wars. 10 Jahre später, keine Ausbildung, HartzIV, immer noch chronisch depressiv, das Leben nicht komplett, aber nicht unwesentlich verpfuscht (auch wenn es prinzipiell niemals zu spät ist). Nach diesen 10 Jahren sagt ihr der selbst betroffene ehemalige Schulkamerad: "Du hast ADHS " ...das wurde nach mittelfristig darauf folgender Diagnostik von fachlicher Seite dann auch bestätigt. Das hätte man auch schon vor 10 Jahren haben können in der KJP , aber die waren damals wahrscheinlich der Meinung, das sei ne Modediagnose und so. Ein solch fahrlässiges und unethisches , schlampiges Unterlassen zumindest einer Sondierung nach ADHS gehört bestraft !

Wie sagte doch mein Oberarzt einst: "ich möchte mich bei der Gelegenheit outen als ADHS-Gegner." Auch solch eine ignorante, arrogante und unethische Einstellung gehört bestraft! (Gruß an den "herausragenden" Fachmann für ADHS PD Dr. ... nach Würzburg)



Man muss dazu noch sagen, dass bei einem Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 und einer Persistenz von zumindest einer Restsymptomatik in in Wahrheit 100% der Fälle die Prävalenz von ADHS in Deutschland bis zu 10% der Bevölkerung beträgt.

Natürlich ist ADHS nicht Alles-oder-Nichts, sondern eine dimensionale wie auch eine kategoriale Angelegenheit, d.h. es gibt ganz leichte und ganz schwere Fälle und es gibt auch bei ca. gleichem Schweregrad Unterschiede auch in der Neurobiologie. Zudem KÖNNEN (nicht müssen) FAST alle anderen Störungen der Psychiatrie bei ADHS als Komorbidität vorkommen. Z.B. wird geschätzt, dass mehr als 1/3 der Patienten mit Schizoaffektiver Störung / Schizophrenie ebenfalls ADHS hat, bei Depression, “Burnout”, Borderline, Alkoholismus, Bipolare Störung ( Kurt Cobain hatte Bipolare Störung und parallel dazu ADHS ) etc. ist es ähnlich.

Der angeborene Part bei den multifaktoriellen Erklärungsmodellen zur Pathogenese Psychischer Erkrankungen geht auch mehr und mehr zu den Hirnentwicklungsstörungen und ADHS ist die mit Abstand häufigste Hirnentwicklungsstörung aufgrund der evolutionären Vorteile, die ADHS-Gene bzw. mitunter auch phänotypisch manifestes ADHS haben können.

Zur überlappenden Genetik der verschiedenen Hirnentwicklungsstörungen gab es aktuell eine vielbeachtete Publikation:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29930110

bzw. hier ein Teil der journalistischen Berichterstattung darüber:

https://www.spektrum.de/news/psychische-stoerungen-sind-teils-eng-verwandt/1572184

der quantitative Champion unter diesen Hirnentwicklungsstörungen ist jedoch ADHS , eben aufgrund der evolutionären Vorteile , die mit ADHS-Genen bzw. mit etwas weniger auch phänotypisch manifestem ADHS einhergehen.

Das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers (und auch einer der weltweit führenden Genetiker) zu ADHS Prof. Klaus-Peter Lesch von der Psychiatrie der Uniklinik Würzburg zusammen:”…Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen – jeweils minimalen – Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. “ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt”, bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: “Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn – all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.” zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311928.html

Der evolutive Vorteil von ADHS-Genen ist im Ausmaß abhängig von den Umweltbedingungen. So gibt es Länder, Ethnien und Kulturen, die ADHS-Gene und ADHS evolutiv begünstigen (während andere es entsprechend benachteiligen). So erklären sich auch die in Wahrheit weltweit deutlich unterschiedlichen Prävalenzen von ADHS, die macherorts wahrscheinlich ein Mehrfaches der bis zu 10% in Deutschland erreichen. Zusätzlich zum Faktor evolutive Selektion kommt dann bei den ADHS-Prävalenzen noch der Faktor geographische Isolation hinzu, so auch betrffend wahrscheinlich die Inseln bzw. Inselgruppen Island, Kreta und Japan .
Dass die Umweltbedingungen des 21. Jahrhunderts ADHS verstärkt von der Latenz in den sichtbaren Bereich rücken, versteht sich ebenfalls.
So viel zur Evolutionären Anthropologie der ADHS.
Was die Akzeptanz von ADHS erschwert, ist der sperrige Begriff aus 4 Großbuchstaben. Der Begriff “Autismus” (hier noch erwähnenswert: bis zu ca. 50% der Patienten mit Asperger sollen ebenfalls ADHS haben) z.B. ist viel weniger sperrig und flüssiger.
Es wird mitunter von ADHS-Gegnern diverser Couleur argumentiert, dass sich hinter ADHS diverse andere Psychische Störungen verbergen können und es ADHS somit quasi gar nicht gäbe. Die Wahrheit ist viel eher: Hinter FAST allen anderen Diagnosen in der Psychiatrie KANN sich ADHS als kausale oder komorbide Störung verbergen. So auch z.B. die Prognose von Russel Barkley , dem weltweit renommiertesten Wissenschaftler zu ADHS , dass sich das ADHS-Spektrum irgendwann einmal als das zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt herausstellen wird.

Wenn nun argumentiert wird: “Patient X kann gar kein ADHS haben, der will nur Stoff zum Hirndoping” , so sei auf die hiermit ausgeführte hohe Relevanz von ADHS auch gerade quantitativ verwiesen.

Ein Vorwurf, der sich in weiten Kreisen , darunter leider auch Ärzte , leider immer noch hält, ist, ADHS sei eine westliche Wohlstandskrankheit im verweichlichten 21. Jahrhundert, dazu empfehle ich diese BBC-Dokumentation über ADHS in Ägypten:

https://www.youtube.com/watch?v=W-avhR0Vohg

nebenbei ist ADHS im arabischen Raum alles andere als selten:
http://english.alarabiya.net/en/life-style/healthy-living/2015/01/03/Saudi-Arabia-15-of-children-have-ADHD-.html

in der Türkei genau so wenig:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26002410
( “…Our results confirmed a substantially higher ADHD prevalence rate (more than double) than the suggested pooled worldwide prevalence…”)

ADHS ist also keineswegs ein westliches Wohlstandsproblem…

oder Thailand: http://englishnews.thaipbs.or.th/1-million-thai-children-suffer-adhd/ etc. etc.

Und früher gab es keinen Elektrosmog, genau, da hat man die ungezogenen Kinder eben gezüchtigt, gebrochen und dadurch sind sie alle was Ordentliches geworden. Nebenbei war zu dieser Zeit die Selbstmordrate ca. 3 mal so hoch wie heute, die Psychiatrie erinnerte teilweise tatsächlich irgendwie an “Shutter Island” und früher war alles besser. ADHS gab es aber auch schon früher und zwar sehr viel früher:

Die bisher älteste bekannte kulturhistorische Schilderung von ADHS findet sich nicht erst im Struwwelpeter von 1844, sondern bereits um 250 v. Chr. in einer Ode von Herondas . Dort klagt eine Mutter über einen Jungen, der ihr den letzten Nerv raubt, nicht richtig lesen kann, die Tafel mehr verkratzt, als schön darauf zu schreiben, keine Hausaufgaben macht, mühsam Gelerntes schnell wieder vergisst, überall herumturnt, ständig irgendwelchen Blödsinn macht und falsche Freunde hat.

ADHS gibt und gab es seit Anbeginn der Menschheit, und auch schon zuvor, bei Tieren, gab und gibt es Äquivalente von ADHS – so z.B. den Zappelhund, der nur Gassi gehen kann, wenn er das Ritalin vom Herrchen frisst und spezielle “Persönlichkeiten” bzw. “Typen” bei Schimpansen . In der ADHS-Forschung wird auch sehr viel am Tier-Modell geforscht.

Das die komplexe Realität etwas simplifizierende Modell der Jäger und Sammler in einer Gesellschaft von sesshaften Bauern, auch damit wird ADHS beschrieben.



“Früher” gab es natürlich genau so viele Fälle von ADHS , wie heute. Das fiel aber zum einen in der Tat weniger auf oder entsprechende Person wurde als “einfach nur dumm” abgestempelt (was nicht heißt, das es nicht unzählige Personen gibt, die tatsächlich dumm sind, und es gibt sogar dumme Personen mit ADHS bei einer annähernd normalverteilten Intelligenz bei ADHS ) zum anderen ist die Sozialisation mit ADHS in einer Großstadt wie Berlin oder Seoul im 21. Jahrhundert mit Smartphone und Cybermobbing natürlich in der Tat bei ADHS eher suboptimal. Das bedeutet aber lediglich, das sich ADHS dadurch von der Latenz ins Pathologische und damit stärker Sichtbare verschiebt.

Ein Beispiel von ADHS , das als Kind übersehen wurde, weil das unbekannt war, ist Noah Gordon :

Und das ADHS eben nicht einfach mit dem 18. Lebensjahr verschwindet, sondern bis zum Lebensende besteht, sieht man z.B. am Medicus-Autor Noah Gordon, der erst im Alter von 70 Jahren mit ADHS diagnostiziert wurde: http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/803168/medicus-autor-noah-gordon-wird-90-jahre-alt “Nur wenige Fans der ab 1986 erschienenen „Medicus“-Trilogie, die die Medizinerdynastie der Familie Cole im Mittelalter beschreibt, werden von der Tortur wissen, der Gordon sich beim Schreiben unterziehen musste. Wegen einer erst im Alter von 70 Jahren diagnostizierten Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADHS) quälte Gordon sich oft über Stunden, um klare Gedanken zu fassen und zu Papier zu bringen. „Eine Fülle, ein Überangebot schneller Gedanken“ sei ihm dabei durch den Kopf gerauscht, sodass er sich übermäßig stark konzentrieren musste, um gedanklich überhaupt bei einem Thema zu bleiben. “

Spätere Generationen von Ärzten werden sich fragen warum neue Erkenntnisse jahrzehntelang ignoriert werden konnten. Wie bei Semmelweiss. Siehe auch Semmelweissreflex. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Semmelweis-Reflex , ich habe das Gefühl , der nächste Fall oder das Pendant heute von Kindsbettfieber wie bei Semmelweis , das ist ADHS

ADHS ist zunächst mal keine Krankheit , sondern eine je nach Schweregrad Konstitution, Persönlichkeitsvariante oder eben doch Störung, die abhängig vom Umfeld, den Umweltbedingungen und der Sozialisation sowie etwaigen Primären Komorbiditäten ( Kurt Cobain hatte ADHS und parallele dazu als "primäre Komorbidität" Bipolare Störung , eine Freundin von mir hat Diagnose ADHS plus Diagnose Schizoaffektive Störung als "primäre Komorbidität" ) Krankheitswert erlangen KANN , aber nicht MUSS !

Mit gemischten Gefühlen muss man dagegen betrachten die Entwicklung des Attributs ADHS als Hipster- und Lifestyle-Thema. Die Dunkelziffer der Prominenten mit ADHS dürfte gigantisch sein, auch in Deutschland (zu Prominenten mit ADHS hier: https://www.adhspedia.de/wiki/Bekannte_Pers%C3%B6nlichkeiten_mit_ADHS )

ADHS wird mehr und mehr gebraucht eben als Hipster und Coolness-Attribut , das wird aber dem Leidensdruck und dem Krankheitswert von ADHS bei der Mehrheit der Fälle nicht gerecht , nichts desto trotz hat z.B. Hollywood in entsprechenden Kreisen schon den Beinamen ADHD City , auch der Faktor Neid ( und Hybris und Prahlerei von entsprechend Betroffenen ) erschwert die gesellschaftliche Akzeptanz von ADHS .
Avatar #756708
Zappelphillip
am Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12:33

Prohibition schafft unnötige Kosten, Mord und Totschlag

Es ist zu bezweifeln, daß eine Person die nicht von ADHS betroffen ist in der Lage ist über die schwere dieser Krankheit ein neutrales Urteil zu fällen. Es gibt nun mal keinen ADHS Simulationsanzug, wie solche für ältere Menschen. Die Meisten gäben in so einem Anzug nach ein, zwei Tagen auf. Doch ein Jahr schaffte wohl niemand. Man sieht dem an ADHS Erkrankten die Krankheit selten an. Vor Jahren ging man noch davon aus, daß nur Kinder an ADHS erkranken und diese Krankheit im Erwachsenenalter nicht mehr existent ist. Die gescheiterten Existenzen, (denn kaum ein ADHSler wird Anwalt, Arzt oder Richter), sind meist Folge einer nicht erfolgten, oder misslungenen Therapy im jungen Erwachsenenalter. Medikamente wie Methylphenidat oder Atomoxetin können aber müssen nicht helfen. Genau wie Cannabis. Das die Studiendichte bei Cannabis nicht so ist, wie bei Pharma Produkten hat vor allem zwei Ursachen. Die Falschklassifizierung im Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel und die damit verbundene Tabuisierung und möglichen kriminalisierung auch für Forschungswillige und ein geringes Interesse der Pharmaindustrie und anderer Kapitalgeber, wegen fehlender Patentmöglichkeiten. Für das zunächst nicht von Deutschland unterstützte Verbot in der Weimarer Republik war u.a. aus finanziellem Interesse auch Heroin(Bayer) verantwortlich.
Das aber auch bereits zugelassene Medikamente ein hohes Risikopotential aufweisen können zeigen Strattera(Atomoxetin) als Beispiel aus den 2000ern(https://www.sueddeutsche.de/wissen/aufmerksamkeitsdefizitstoerung-ads-mittel-mit-toedlicher-wirkung-1.366313), das Husten- und Schmerzmittel Heroin und Contagan aus der Vergangenheit und ein Mittel das Historie und Gegenwart vereint und dem Heroin sehr ähnlich ist, und dessen enormes Suchtpotential zu lange unterschätzt wurde, das Oxycodon.
Es ist zudem eine Unverschämtheit kranken Menschen zu unterstellen "Kiffen , das wollen sie doch alle...". Und Menschen die Cannabis konsumieren so zu diffamieren, ist nicht zeitgemäß(GCDP Bericht 2017) und einfach ekelhaft. Wick Medinait z.B. ist ein Cocktail aus Wirkstoffen wie Alkohol, dem absolut heftigen Rauschmittel Dextromethorphan, Ephedrin(Ephedrakraut bekannt als herbal Extasy) dem Ausgangsstoff für Cristal Meth usw.. Naja dann haben wir wohl ein Land voller Junkies, die sich gerne einen zur Nacht geben. Und aufgepaßt es sind alles potentielle Terroristen.

Zumindest hat die Bundesopiumstelle das Thema Cannabis und ADHS anders gesehen(https://rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/cannabis-als-medizin-fuer-adhs-kranken_aid-21551495).

Der Artikel(in dem es mit keinem Wort um ADHS geht) auf den von Ambush verwiesen wird, ist auch kritisch zu betrachten. Das gewählte Zitat ist von einen Mediziner, der 20 Jahre etwas anwendet womit er keine guten Erfahrungen gemacht hat. Ernsthaft, wer macht so etwas. Und dann noch Cannabinoide, die eben nicht -delta 9 THC sind. Das ist nun mal der schmerzstillende Wirkstoff im Cannabis, also kein Wunder, daß die Erfahrungen nicht gut sind. Man behauptet doch auch nicht, daß wenn Codein nicht wirkt, daß Sufentanil nicht wirksam ist.

Das Wort Wunderdroge oder Wundermittel(jetzt schon medizinische Wunderwaffe) wird auch immer wieder gerne von Gegnern des gezielten medizinischen Einsatzes von Cannabis, aber nie von seriösen Befürwortern benutzt. Entgegen der Ergebnisse zu kontrollierten Studien z.B. bei HIV Kranken wird auch behauptet, daß es nicht Appetit fördernd ist.

Wissenschaftliche Fakten belegen auch, daß Jugendliche ein höheres Risiko auf Psychosen durch das Aufwachsen in Großstädten haben. Auch eine durch Tabakkonsum in der Jugend induzierte Psychose nicht wesentlich unwahrscheinlicher ist als eine durch Cannabis in der Jugend. Sollte es bei der Freundin von Ambush um eine Person handeln, sollte erst einmal überprüft werden ob Cannabis der alleinige Auslöser ist, den im Erwachsenenalter ist dieses eben doch sehr selten. Ganz im Gegenteil zu der Aussage von Ambush gibt es Beobachtungen, daß bei therapieresistenten Psychosen bei Erwachsenen positive Effekte erzielt werden.
Die gesunden nicht ADHSler unter meinen Bekannten die konsumieren sind z.B. Ärzte und Techniker ND keine gescheiterten Existenzen.

Der wirtschaftliche jährliche Schaden durch Cannabis ist laut Suchtbericht unter 1 Mrd Euro. Der durch die Cannabisprohibition über 2 Mrd.
Durch Tabak über 79 Mrd, durch Alkohol fast 40 Mrd und ungesunde Lebensmittel, vor allem angereichert mit dem geliebten Zucker über 63 Mrd.

"Persönliche Meinung ist unwissenschaftlich und somit wertlos , Fakten bitte und nicht nur Meinungen". Der Meinung bin ich auch, also Ambush halt dich an Deinen eigenen Grundsatz und liefer.
Seit Jahren fordert die Global Comission on Drug Policy (der Bericht 2017 ist besonders für Menschen wie Ambush gedacht) deren bekanntestes Mitglied der einstige Prohibitionsbefürworter Kofi Annan war, einen realistischen Blick auf alle BTM. Die Prohibition ist endgültig gescheitert, es dauert halt bis die ewig gestrigen es merken. Wie unten erwähnt wird wohl auch die WHO zumindest in Punkto Cannabis eine 180° Wende machen. Fakten sind kein Hype.
Die Situation im Jemen sollte uns jedoch bedenklich stimmen. Also sollten wird die Flächen die wir für Zucker, Tabak, Hopfen und andere Alkohollieferanten benötigen nur zum Anbau sinnvoller Lebens- und Genusmittel bzw. Rohstoffe wie Hanf benutzen.
Avatar #750926
Disso
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 22:25

Psychose, Psychose, Psychose

Die Wesensveränderungen und Folgestörungen bei dem TEST
sämtliche "zugelassene Mittel" auszuprobieren, Störungen wie Depersonalisation und erhebliche körperliche Probleme wie Gewichtsverlust, Aggressivität, Depressionen usw, man möge recherchieren: all das kennt man von Drogensüchtigen die leer sind. Ob es wirklich so anders ist Ritalin zu nehmen als Amphetamine? Nö. Kinder werden damit abgefüllt und ruhig gestellt. Lisdexamfetamin ist z. B. ein synthetisches Aphetamin. MPH auch in der Wirkung nichts anderes. Im Moment muss man so Rückschläge einstecken (unwissende Richter und Richterinnen) und ich glaube daran, dass die Vernunft siegen wird. Es sind so viele Anträge im Gespräch, die WHO bekennt sich möglicherweise bald konkret zur Pflanze, die Wirtschaft boomt, der Apothekenaufschlag ist gestrichen. Die Wahrheit kommt spätestens mit Auswertung der Begleiterhebung zum Vorschein.
Avatar #750926
Disso
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 21:52

Bei dem Kläger sei ADHS noch nicht eindeutig diagnostiziert worden.

Warum dann der Titel

"Kein Cannabis auf Rezept für ADHS-Patienten"

"und die Verwendung bei ADHS medizinisch zweifelhaft sei."

Wer behauptet das und kann er es auch beweisen? Wer noch kein Ritalin genascht oder möglicherweise sogar Amphetaminsaft getrunken hat, soll doch bitte einfach still sein.
Avatar #750926
Disso
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 21:37

@ambush

Ihre ekelhafte 3. Welt Meinung können Sie gerne mit Rodrigo Duterte auf n Bierchen / Wein bei einer Zigarette klären. Schämen Sie sich gar nicht? Und das zum Thema Medizinalhanf?

"da wünscht man sich statt Laissez-faire am Ende dann doch noch so einen starken Staat wie anderswo, wo rigoros durchgegriffen wird und solche verhängnisvollen Strömungen im Keim erstickt werden..."
Avatar #750926
Disso
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 21:29

Nichtssagend

Und ohne Inhalt. Cannabis bei ADHS wird sehr erfolgreich angewendet und hat unter der Aufsicht eines Mediziner überhaupt kein Potenzial zu Psychosen. CBD laute die Devise.

@ambush kopiert unter ausnahmslos JEDEN ADHS Beitrag seine unfachlich Meinung.

Es gibt bei pubmed viele nützliche Studien zu dem Thema.

Leider wird so ein Gerichtsverfahren davon abhängig wie die Beteiligten argumentieren.

Vor Allem greisenhafte Meschen die niemals an Wissenschaft intressiert waren, sondern sich selbst als die Wissenschaft verstehen, ihre Einzelfälle aus dem persönlichen Bekanntenkreis als Maß der Dinge nehmen, üben dermaßen haltose Kritik. Und das unermütlich.

Wir werden sehen, wer zu letzt lacht bei der Cannabis-Debatte. Vermutlich der, der Englisch lesen kann. ;-)
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 17:45

Sprachverständnis

@Der Dr.Weiss
Erstens ist es die Aufgabe einer Promotionsarbeit, die Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten zu vermitteln. Wer einen Doktortitel trägt, sollte also selbstständig in der Lage sein, Antworten auf wissenschaftliche Fragen zu finden und nicht Andere mit der Arbeit behelligen.

Zweitens handelt es sich bei dem von Ihnen kritisierten Artikel nicht um einen Fachartikel, sondern um einen Gerichtsreport. Die Urteilsbegründung ist über den Link im Artikel für jeden Interessierten frei erreichbar. Wenn ich wissenschaftliche Studien suche, beginnt meine Suche in der Regel bei pubmed, nicht in einem Gerichtsreport.
Avatar #749369
Ambush
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 16:14

Persönliche Meinung ist unwissenschaftlich und somit wertlos , Fakten bitte und nicht nur Meinungen

@ Der Dr. Weiss : persönliche Meinungen darf jeder haben , bitte doch bei Ihrer Argumentation dass nächste mal auch Fakten mitbringen. Und Psychosen durch Cannabis sind nun alles andere als selten , Abhängigkeit von Cannabis gibt es tatsächlich!!!! auch , gerade auch bei mit ADHS Betroffenen (ich kenne sogar welche mit dieser Kombination persönlich)... wer andere Personen zum Konsum von Drogen (und trotz der "beruhigenden" Wirkung von Cannabis bei ADHS ist Cannabis nicht anderes auch bei ADHS ) animiert und verleitet , möglicherweise sie zum Abrutschen auf schiefe Bahnen verleitet (ich hatte mal einen Sandkastenfreund, der hat mit Cannabis angefangen und mit 25 ging es einen Stock tiefer wegen den Drogen), der macht sich schuldig... Cannabis bzw. der Hype darum schädigt das Individuum aber genau so die Gesellschaft... da wünscht man sich statt Laissez-faire am Ende dann doch noch so einen starken Staat wie anderswo, wo rigoros durchgegriffen wird und solche verhängnisvollen Strömungen im Keim erstickt werden...
Avatar #724282
Der DR.Weiss
am Montag, 10. Dezember 2018, 23:31

@redaktion fragen bitte beantworten

Hallo &#128075;

Cannabis bei adhs zweifelhaft? Auf welche Studie wird sich hier berufen?

Wird hier unbelegtes Halbwissen verbreitet?

Cannabis und Psychosen ein besonderes Thema, bei 3mio kiffer in Deutschland sollte die Anzahl an Menschen mit Psychosen signifikant höher sein?


Lesen sie bitte mal die Beipackzettel, machen eine exel Tabelle daraus und machen Sie sich alle Ihre eigene Meinung!

Von thc ist noch kein Todesfall bekannt?
Kann man von einer Überdosierung von Ritalin sterben?

Wieviel Ritalin und wieviel thc braucht man um davon zu sterben???


Meiner Meinung nach ist Cannabis wirksam bei Adhs,Depressionen und Ptbs

@ Redaktion bitte Studien an meine Mail Adresse

Danke


Avatar #724282
Der DR.Weiss
am Montag, 10. Dezember 2018, 23:31

@redaktion fragen bitte beantworten

Hallo &#128075;

Cannabis bei adhs zweifelhaft? Auf welche Studie wird sich hier berufen?

Wird hier unbelegtes Halbwissen verbreitet?

Cannabis und Psychosen ein besonderes Thema, bei 3mio kiffer in Deutschland sollte die Anzahl an Menschen mit Psychosen signifikant höher sein?


Lesen sie bitte mal die Beipackzettel, machen eine exel Tabelle daraus und machen Sie sich alle Ihre eigene Meinung!

Von thc ist noch kein Todesfall bekannt?
Kann man von einer Überdosierung von Ritalin sterben?

Wieviel Ritalin und wieviel thc braucht man um davon zu sterben???


Meiner Meinung nach ist Cannabis wirksam bei Adhs,Depressionen und Ptbs

@ Redaktion bitte Studien an meine Mail Adresse

Danke


Avatar #79783
Practicus
am Montag, 10. Dezember 2018, 21:14

Diese PatientInnen

sind in der Regel Personen, die aus Erfahrung wissen, dass Cannabis ihre Krankheitssymptome lindert bzw. erträglich macht.
Da für Erwachsene nur Methylphenidat zur ADHS-Behandlung zugelassen ist, sind Menschen benachteiligt, die MPH nicht vertragen.
Die Krankenkassen verweigern ja auch die Kostenübernahme für Lisdexamfetamin, das Jugendliche in diesem Fall erhalten dürfen.
Durch das Cannabisverordnungsverhinderungsgesetz ist Medizinalhanf so teuer geworden, dass eine Verordnung auf Privatrezept bei Preisen von 200 € für die 5-g-Dose unerschwinglich geworden ist. Immerhin gibt es einige ADHS-Patienten, die eine BfArM-Erlaubnis hatten, die mit der Gesetzesänderung erloschen ist und deren Krankenkassen sich weigern, die Behandlungskosten zu übernehmen.
Die gescheiterten Schulkarrierenliegen häufiger an nicht bzw untauglich behandeltem ADHS - wer aus Angst vor den Stimulanzien seine Kinder mit Ergo- und Psychotherapie malträtiert (= schlecht behandelt), sorgt für viele Jugendliche, die sich aus Verzweiflung an allen möglichen Drogen versuchen - Alkohol, Amfetamine, Cocain und Cannabis.
Ich behandle seit 25 Jahren Drogenabhängige und weiß, wovon ich schreibe!
Wer bloß "kiffen" will, wendet sich an der nächsten Straßenecke an den Dealer des Vertrauens und bekommt für den Preis von 5g Medizinalhanf 29 Gramm der Droge
Avatar #749369
Ambush
am Montag, 10. Dezember 2018, 20:39

Kiffen , das wollen sie doch alle...

zu Cannabis bei ADHS : http://news.doccheck.com/de/blog/post/5565-medizinischer-einsatz-von-cannabis-bei-adhs/

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5607-cannabis-und-adhs-studie-zu-sativex-zeigt-keinen-signifikanten-nutzen-bei-adhs/

Ich persönlich halte die Propagierung von Cannabis gegen ADHS für sehr gefährlich: Es wird dadurch eine ohnehin für Cannabis (und auch andere, viel härtere Drogen) überdurchschnittlich anfällige Personen-Gruppe, eben Menschen mit ADHS, zusätzlich gelockt...und nicht nur halbwegs gefestigte Persönlichkeiten werden angelockt, sondern viel mehr noch ungefestigte, unreife junge Menschen mit ADHS, die bis zum ca. 30. Lebensjahr diverse Weichenstellungen in ihrem Leben vor sich haben... man erweist Eltern von Jugendlichen mit ADHS, die ihrem 16-jährigen ADHS-Sohn das Kiffen ausreden und ihn zur stärkeren Beschäftigung mit schulischen Angelegenheiten animieren wollen, einen Bärendienst. Der sich ohnehin in einer schwierigen Lebensphase befindende Jugendliche kann dann sagen. "Aber das Kiffen ist doch gut gegen mein ADHS!" ...eine Zunahme an gescheiterten Schulkarrieren, abgebrochenen Berufsausbildungen und manchmal auch dem Einstieg in den völligen sozialen Absturz... daran machen sich fahrlässig agierende Propagierer von Cannabis gegen ADHS mitverantwortlich... http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen." ... der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist... und zwar insgesamt und nicht nur bezogen auf Cannabis bei ADHS …

Eine Freundin von mir mit ADHS-Diagnose hat mit 32 Jahren das erste mal gekifft, nach eigenem Bekunden, um ihre Migräne selbst zu therapieren. Die Folge war bei ihr eine Cannabis-induzierte Psychose mit darauffolgendem monatelangem stationären Psychiatrie-Aufenthalt. Ein einziges Mal Kiffen hat bei ihr dafür ausgereicht...und das im Alter von 32 Jahren. Es bestand bei ihr auch nach ein halbes Jahr später noch eine Residualsymptomatik der Psychose... Das nur mal als abschreckendes Beispiel für die Cannabis-Enthusiasten …

Im Übrigen gibt es in der Bundesrepublik wie auch anderswo in Europa und in USA eine bedenkliche Entwicklung, Drogenkonsum insgesamt als Lifestyle oder gar medizinische Wunderwaffe zu bejubeln...laut Statistiken steigt in den letzten Jahren die Drogen-Kriminalität an, auch die zunehmende gesellschaftliche "Akzeptanz" oder sagen wir Banalisierung insbesondere von Cannabis dürfte da ihren Anteil daran haben. Während man früher Cannabis , LSD , MDMA etc. überzogen kriminalisiert hat, scheint heute das gegensätzliche Problem zu bestehen, nach dem Motto: "Ist doch alles nicht so schlimm." Beides ist grundfalsch. ich denke nicht, das ein Dasein als unproduktiver "Versager, Kiffer, Loser" für das Individuum oder die Gesellschaft erstrebenswert sein sollte....

was massenhafter Drogenkonsum mit einer Gesellschaft anrichten kann, sieht man z.B. an Jemen, Somalia und benachbarten Ländern...in Jemen und Somalia ist jeweils quasi das gesamte Land im kollektiven Kat-Rausch...im Jemen wird statt Weizen nur noch Kat angebaut, sämtliches Getreide muss importiert werden...was das aggressiv machende Kath an Förderung des Terrorismus und islamistischer Strömungen in genannten Ländern alles "geleistet" hat, sollte nicht unterbewertet werden...nun ist Kat zwar nicht direkt mit Cannabis vergleichbar, aber eben ein Beispiel, wie die kulturelle Akzeptanz einer Droge diese Gesellschaft zu Grunde richten kann.... ...anderes Beispiel: der massenhafte, kulturell dort akzeptierte Genuss des "Wässerchens" in Russland...die durchschnittliche Lebenserwartung in Russland ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um 20 Jahre gefallen...ein hauptsächlicher "Verdienst" des Alkohols... wehret den Anfängen...

ich habe für bestimmte leuchtende Beispiele aus dem ADHS-Spektrum, die in Foren mit ihrer Drogen- und Cannabis-Propaganda die Gesellschaft zersetzen und anderen Personen indirekt Schaden zufügen, keinen Respekt übrig !
LNS

Nachrichten zum Thema

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