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Zecken sorgen für viele Fälle von Borreliose in Bayern

Montag, 10. Dezember 2018

/dpa

Erlangen – Die Zahl der durch Zeckenbisse verursachten Borreliosefälle in Bayern ist um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 4.828 Fälle von Lyme-Borreliose registrierte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen bis zum 26. November.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 3.394 Erkrankungen. Die Meldezahlen bewegten sich 2018 „auf einem hohen Niveau“, teilte ein Behördensprecher mit. „Allerdings können wir derzeit noch keine belastbare Aussage darüber treffen, ob sich die Anzahl im Bereich der erwartbaren Schwankungen bewegt.“

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Grund für die höhere Fallzahl könnte das langanhaltende gute Wetter in diesem Jahr sein. Wenn sich die Menschen viel im Freien aufhalten und die Zecken gleichzeitig günstige Bedingungen vorfinden, gibt es mehr Bisse und damit mehr Erkrankungen.

Jedes dritte Tier infiziert

Und je mehr Tiere mit Borrelien infiziert sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Bakterien bei einem Biss übertragen werden. Die bislang vorliegenden Daten gäben allerdings keine Hinweise auf einen Anstieg der Infektionsraten der Zecken. Bis zu 35 Prozent der Tiere sind laut LGL mit Borrelien infiziert.

Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) wies auf die Bedeutung einer frühen Diagnose bei Lyme-Borreliose hin. Dann sei die Erkrankung gut behandelbar. Deshalb sollte bei Hinweisen darauf rasch ein Arzt aufgesucht werden.

Die Lyme-Borreliose ist die am häufigsten von Zecken übertragene Infektionskrankheit. Sie beginnt oft mit der Wanderröte – einem roten Ring, der sich um den Zeckenbiss bildet und größer wird. Weitere Symptome können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber sein – auch erst Wochen nach dem Biss. Unbehandelt kann die Erkrankung zu Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel- oder Nerven­entzündungen führen.

Auch bei der zweiten von Zecken übertragenen Krankheit – der Virusinfektion FSME – bewegen sich die Fallzahlen auf einem hohen Niveau. Obwohl die Saison noch nicht beendet ist, verzeichnete das LGL die zweithöchste Fallzahl seit Einführung der FSME-Meldepflicht im Jahr 2001.

Die Zahl der bisher gezählten Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis blieb mit 214 auf dem Niveau des im Vorjahrs (221 Fälle). Die Zahl schwankt stark – die Bandbreite reicht von 80 Fällen im Jahr 2002 bis zu fast 230 Fällen im Jahr 2017.

Von der fieberhaften Erkrankung sind zuweilen die Hirnhäute betroffen. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks und zu Lähmungen kommen. Für die Behandlung von FSME gibt es keine Medika­mente, man kann sich allerdings dagegen impfen lassen. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen) besonders groß. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 18:03

Tief unterhalb der Gürtellinie

sind die Anspielungen von jpink auf den Namen und die Kleidung von Dr. Schaetzler. Mit seinen drei heutigen Beiträgen testet jpink die Schmerzgrenze der Redaktion und der Leserschaft aus. Bei zwei dieser drei Beiträge hat uns die Redaktion des DÄ die Entscheidung bereits abgenommen, ob diese Beiträge es wert sind, gelesen zu werden.
Avatar #749369
Ambush
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 15:00

Machen Sie weiter Herr Schätzler

ich finde Herrn Schätzler wenigstens sympathisch... und seine Beiträge sind jedenfalls nicht unqualifiziert.
Avatar #110369
jpink
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 14:18

Der Stich der Profilneurose beißt und sägt wie ein Spirochät

In Wahrheit ist es eine Sägeverletzung der Haut durch die Mundwerkzeuge der Zecke, um eine blutige Wunde für den Strohhalm zu schaffen, der in diese Wunde hineingestochen wird. Von einem Biß kann nur mit viel querer Phantasie die Rede sein.

Lieber Santantimo, vielleicht ist das ein Beispiel, daß man vor Leuten mit Hut nicht nur im Straßenverkehr auf der Hut sein sollte.

"Die Zecke ritzt beim Saugvorgang mit ihren Cheliceren die Haut ein und schiebt anschließend das Hypostom in die Wunde. "
Er hätte es ja auch besser wissen können.


Fazit: Der Stachel der Biene hat bekanntlich einen zahnartigen Widerhaken, und wenn ich jetzt schwätzlern wollte, dann wäre der Bienenstich auf einmal kein köstlicher Kuchen mehr.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 09:20

Populärwissenschaftlicher Irrtum

"Kennzeichnend für die Zecken sind vor allem die vorn am Capitulum sitzenden Mundwerkzeuge. Diese sind für die blutsaugende Lebensweise eigentümlich umgestaltet. Außen sitzen zwei viergliedrige Taster (Palpen), die Sinnesorgane sind und nicht am Saugvorgang teilnehmen. Sie umhüllen in Ruhestellung häufig die eigentlichen Mundwerkzeuge. Zentral sitzt ein Hypostom genannter Stechrüssel, der häufig Zähne aufweist, die als Widerhaken wirken. Auf der Oberseite (dorsal) und meist von unten her nicht sichtbar sitzen die beiden Cheliceren. Diese bestehen aus einem zweiteiligen Schaft, der parallel zum Hypostom nach vorne gestreckt wird und der unbeweglich mit breiter Basis am basalen Teil des Capitulums ansitzt. An der Spitze tragen sie mehrere bewegliche zahnförmige Vorsprünge, Chelicerenfinger genannt. Die Zecke ritzt beim Saugvorgang mit ihren Cheliceren die Haut ein und schiebt anschließend das Hypostom in die Wunde. Entgegen einer verbreiteten Vorstellung ist das Hypostom aber kein hohler Saugrüssel: die Mundöffnung liegt basal zu ihm auf der breiteren Basis des Capitulums. Das Hypostom kann eine eingesenkte Nahrungsrinne tragen... https://de.wikipedia.org/wiki/Zecken

Daraus geht hervor, dass es sich entgegen der WIKIPEDIA-Version: "Dieser Vorgang wird umgangssprachlich als Zeckenbiss bezeichnet, korrekt ist jedoch Zeckenstich" um einen populärwissenschaftlichen Irrtum handelt.

Die paarigen Cheliceren beißen und das Hypostom sticht; so einfach ist das bei der Zecke (in D am häufigsten Ixodes ricinus = der gemeine Holzbock Überträger von Lyme-Borreliose/FSME)).

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #674756
santantimo
am Dienstag, 11. Dezember 2018, 06:34

Zecken nehmen zu

Bitte sprechen Sie nicht von einem Zeckenbiss. Eine Zecke hat Stichwerkzeuge und sticht demnach.
LNS

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