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Kaum noch Zikafälle in Bayern

Dienstag, 11. Dezember 2018

Zikaviren /sveta, stock.adobe.com

München – Die Zahl der Zikafälle in Bayern ist deutlich zurückgegangen. Bis zum 3. Dezember wurden dem Landesamt für Gesundheit zwei Infektionen mit dem Zikavirus gemeldet, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in München mitteilte. Im Vergleichs­zeitraum 2017 gab es 15 Fälle. Die beiden Patienten aus diesem Jahr waren in einem Risikogebiet gewesen: auf den Philippinen und auf Kuba.

Trotz des Rückgangs warnt Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) davor, die Gefahr durch Zikainfektionen zu unterschätzen. „Gerade Schwangere und Frauen, die schwanger werden wollen, sollten deshalb auf Empfehlung des Auswärtigen Amtes keine Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete unternehmen“, sagte sie mit Blick auf die Weihnachtsferien. „Bei Schwangeren ist eine Infektion besonders gefährlich, weil sich das Virus auf das ungeborene Kind übertragen kann.“ Eine Infektion mit dem Virus in der Schwangerschaft könnte beim Fötus unter anderem zu Fehlbildungen des Gehirns führen.

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Weltweit kommen Zikavirus-Infektionen den Angaben nach in mehr als 80 Ländern vor – insbesondere in den Tropen und Subtropen. Da ein Großteil der Infektionen symptomlos oder nur mit milden Symptomen verläuft, ist die Dunkelziffer nicht gemeldeter Zikainfektionen nach Einschätzung Humls aber wohl hoch. Zu den Symptomen zählen Ausschlag sowie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. „Wer diese Symptome an sich bemerkt, sollte zum Arzt gehen“, betonte die Ge­sund­heits­mi­nis­terin.

Zikaviren werden vor allem durch den Stich infizierter Mücken wie der Gelbfieber­mücke in den Tropen übertragen. Aber auch eine sexuelle Übertragung ist möglich. Bisher ist keine Übertragung innerhalb Bayerns bekannt.

Huml rät: „Reisende in tropische Länder sollten sich über den aktuellen Stand der Zikavirus-Infektionen in der jeweiligen Region informieren und von einem Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen. Bei unvermeidbaren Reisen in Risikoländer sollten konsequent Schutz­maßnamen zur Vermeidung von Mückenstichen getroffen werden.“ © dpa/aerzteblatt.de

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