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Ärzteschaft

Patienten in Nordrhein profitieren von Chronikerprogrammen

Mittwoch, 12. Dezember 2018

/Syda Productions, stockadobecom

Düsseldorf – Die Chronikerprogramme (Disease Management Programme, DMP) sind auch im Rheinland eine Erfolgsgeschichte. Zu diesem Ergebnis kommt die Nordrheinische Gemeinsame Einrichtung DMP in ihrem neuen Jahresbericht.

Dieser beruht auf den DMP-Dokumentationen der nordrheinischen Ärzte und einer wissenschaftlicher Evaluation durch das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) in Deutschland. Danach ist die Zahl der in DMP eingeschriebenen Patienten im vergangenen Jahr in Nordrhein um weitere 19.000 auf knapp 900.000 gestiegen. Die höchsten Teilnehmerraten haben laut dem Bericht das DMP Diabetes Typ 2 mit 87 bis 96 Prozent Beteiligung unter den Patienten und das DMP Typ 1 mit 84 bis 92 Prozent.

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Der neue Bericht legt einen Fokus auf die Unterschiede in der medikamentösen Behandlung von Männern und Frauen am Beispiel des DMP Koronare Herzerkrankung (KHK). Ergebnis: Über einen längeren Zeitraum betrachtet, hat sich die ambulante KHK-Behandlung von Frauen und Männern angeglichen. Bei fast allen Quoten nehmen geschlechtsbezogene Unterschiede ab – auch die Verordnungsraten von Medikamenten.

So lag die Verordnungsrate für Thrombozyten-Aggregationshemmer im Jahr 2008 bei männlichen Patienten noch um 7,1 Prozentpunkte höher (2017: +6,5), für Betablocker um 4,8 Prozentpunkte (2017: +2,2), für Statine um 10,5 Prozentpunkte (2017: +8,1) und für ACE-Hemmer bei Patienten mit Herzinsuffizienz um 5,9 Prozentpunkte (2017: +4,5).

„Durch die Teilnahme an DMP können Patienten zu Experten für ihre eigene Erkrankung werden und ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Mit dem Ausbau der Programme möchten wir noch mehr Versicherte erreichen und die Qualität der Versorgung weiter verbessern“, sagte Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, im Namen der gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein.

Für die Teilnahme an den Programmen wirbt auch die KV. „Mit Blick auf den großen individuellen Nutzen der Programme wünsche ich mir noch viel mehr Teilnehmer – insbesondere bei den besonderen Atemwegsprogrammen Asthma bronchiale und Chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD). Ich appelliere an die Patienten, sich im Sinne ihrer Gesundheit für eine Teilnahme zu entscheiden“, sagte Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

In Nordrhein laufen im Augenblick sechs DMP: Diabetes Typ 1 und 2, COPD, Asthma, Brustkrebs und koronare Herzerkrankung. Ein DMP Herzinsuffizienz ist in Vorbereitung. © hil/aerzteblatt.de

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