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Heyo Kroemer wird Vorstands­vorsitzender der Charité

Montag, 17. Dezember 2018

Heyo K. Kroemer /Georg J. Lopata

Berlin – Heyo Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstandssprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wird zum 1. September 2019 Vorstands­vorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der 58-Jährige soll auf Karl Max Einhäupl folgen, der die Berliner Universitätsmedizin seit 2008 leitet. Das teilte heute der Aufsichtsrat der Charité mit.

„Mit Professor Heyo Kroemer haben wir für diese höchst anspruchsvolle Aufgabe einen herausragenden Wissenschaftsmanager gewinnen können, der zu den erfahrensten und profiliertesten Leitungspersönlichkeiten in der deutschen Universitätsmedizin gehört“, sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin und Charité-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Müller.

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„Die Charité und der Medizinstandort Berlin haben nicht nur einen hervorragenden Ruf, sondern auch ein großes Zukunftspotenzial, das ich gemeinsam mit den Charité-Beschäftigten und den verschiedenen Akteuren in der Hauptstadt gestalten und weiterentwickeln will“, sagte Heyo Kroemer heute. Er komme „sehr gerne nach Berlin“, auch wenn das heiße, eine andere führende Medizinstadt dafür verlassen zu müssen. Kroemer betonte, die Entscheidung für den Wechsel sei ihm „nicht leichtgefallen“.

Die Universitätsmedizin in Göttingen stehe auch in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Vor allem bei den großen Zukunftsprojekten mit dem Neubau von Bettenhaus und Zentral-OP mit Notfallversorgung sowie der umfassenden Masterplanung für einen universitären Medizincampus der Zukunft in Göttingen.

Kroemer zufolge hatte sich die niedersächsische Landesregierung sehr für seinen Verbleib in Göttingen eingesetzt. Er sei dennoch nach ausgiebiger Überlegung und Abwägung zum Entschluss gekommen, dass er sich der Herausforderung stellen wolle, an der Leitung einer der größten Universitätskliniken in Europa mitwirken zu können.

Der Stiftungsausschuss Universitätsmedizin in Göttingen will jetzt mit Kroemer in Verhandlungen zu den Modalitäten eines Auflösungsvertrages eintreten. Man wolle sich um einen nahtlosen Übergang bemühen, hieß es. Der Stiftungsausschuss Universitätsmedizin und die niedersächsische Landesregierung müssen noch der Auflösung des Vertrages mit Kroemer, der im April 2017 vorzeitig verlängert worden war, zustimmen.

Kroemer stammt aus Leer in Ostfriesland, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er studierte von 1978 bis 1983 Pharmazie an der TU Braunschweig, dann Promotion am Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie in Stuttgart. 1992 habilitierte Kroemer für Pharmakologie und Toxikologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Ab September 1998 Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Greifswald. Ab dem Jahr 2000 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Greifswald und vom Jahr 2011 an Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald. Kroemer ist seit 2012 Präsident des Medizinischen Fakultätentages (MFT).

Zudem ist er Mitglied in den Hochschulmedizinkommissionen verschiedener Bundesländer und in verschiedenen Funktionen der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) sowie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärzte­kammer. Seit September 2012 ist Kroemer Vorstand des Ressorts Forschung und Lehre, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher des Vorstandes der UMG und seit Februar 2018 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. © may/EB/aerzteblatt.de

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