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Politik

Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland stark angestiegen

Dienstag, 18. Dezember 2018

/dpa

Wiesbaden – Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist stark gestiegen. Im Dezember des vergangenen Jahres erhielten nach Angaben des Statistischen Bundes­amtes 3,41 Millionen Menschen Leistungen der Pflegeversicherung. Das waren 19 Prozent oder 0,55 Millionen mehr als vor zwei Jahren, als ihre Zahl bei 2,86 Millionen lag.

Die starke Zunahme ist nach Angaben der Statistiker zum großen Teil auf die Einführung des neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs seit 1. Januar 2017 zurückzuführen. Seitdem werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft als vor der Umstellung.

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Gut drei Viertel (76 Prozent oder 2,59 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon wurden 1,76 Millionen Pflegebedürftige in der Regel allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 0,83 Millionen Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, sie wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt. Knapp ein Viertel (24 Prozent oder 0,82 Millionen Pflege­bedürftige) wurde in Pflegeheimen vollstationär betreut.

Ende 2017 waren 81 Prozent der Pflegebedürftigen 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (35 Prozent) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war weiblich (63 Prozent).

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu sein. Während bei den 70- bis 74-Jährigen rund sechs Prozent pflegebedürftig waren, wurde für die ab 90-Jährigen die höchste Pflegequote ermittelt. Der Anteil der Pflege­bedürftigen in diesem Alter betrug 71 Prozent. © kna/aerzteblatt.de

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