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Gesundheitsbranche in Nordrhein-Westfalen gewachsen

Mittwoch, 19. Dezember 2018

/dpa

Düsseldorf – Die Gesundheitsbranche in Nordrhein-Westfalen (NRW) wächst. Mehr als eine Million Menschen arbeitet in Krankenhäusern, Arztpraxen, im Rettungsdienst, Gesundheitsschutz oder in den Verwaltungen. Das berichtete gestern das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Seit 2010 ist die Gesundheitswirtschaft demnach mit einem Anstieg von 14,4 Prozent fast doppelt so stark gewachsen wie die Gesamtwirtschaft des Bundeslandes.

Die Gesundheitsausgaben pro Kopf lagen 2016 bei 4.344 Euro – das war etwas mehr als der Bundesdurchschnitt von 4.330 Euro. NRW-weit wurden im Gesundheitswesen fast 78 Milliarden Euro ausgegeben. Den größten Brocken, nämlich gut 58 Prozent, trug die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung.

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Insgesamt gab es zuletzt in NRW 18.865 Arztpraxen, in denen ein oder mehrere Mediziner die Patienten behandelten. Auf eine Praxis in NRW kamen 2016 durchschnittlich 939 Einwohner. Allerdings ist das Verhältnis im ländlichen Raum ungünstiger: Dort betreuen Arztpraxen im Schnitt mehr als dreimal so viele Einwohner wie in städtischen Gebieten. Noch deutlicher ist der Unterschied bei Fachärzten.

Der Trend der vergangenen zehn Jahre: „Immer mehr Patienten werden in kürzerer Zeit behandelt“, erklärte das Statistische Landesamt. Die Zahl der Krankenhäuser ging – vor allem durch Zusammenschlüsse – zurück, von 418 im Jahr 2008 auf 344 im Jahr 2017.

Seit 2008 ist aber das ärztliche Personal um mehr als 28 Prozent angestiegen, das Pflegepersonal um knapp zehn Prozent. Rein rechnerisch behandelte jedes Krankenhaus im vorigen Jahr 13.400 Patienten.

Bei den Diagnosen der Krankenhausärzte lagen Krankheiten des Kreislaufsystems an erster Stelle, gefolgt von Erkrankungen des Verdauungssystems und Krebs. Bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren waren psychische und Verhaltensstörungen die häufigsten Diagnosen. Bei den über 65-jährigen Männern und Frauen wurden Krankheiten des Kreislaufsystems am häufigsten festgestellt. © dpa/aerzteblatt.de

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