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Neue S3-Leitlinie Palliativmedizin erschienen

Mittwoch, 19. Dezember 2018

/bilderstoeckchen, stock.adobe.com

Berlin – Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesell­schaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe haben eine aktualisierte S3-Leitlinie „Palliativmedizin für erwachsene Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ vorgestellt. Experten, aber auch Betroffene und Interessierte sind eingeladen, bis zum 4. Februar 2019 Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise zu der Leitlinie abzugeben.

Rund 150 ehrenamtlich arbeitende Fachexperten aus mehr als 60 Fachgesellschaften und Organisationen haben an der Leitlinie mitgearbeitet. Die Federführung lag bei der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Die erste Fassung einer S3-Leitlinie Palliativmedizin ist im Jahr 2015 erschienen. Sie umfasste sieben Kapitel: Versorgungsstrukturen, Kommunikation, Atemnot, Tumor­schmerz, Obstipation, Depression und Sterbephase.

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Die Autoren haben die neue Fassung jetzt nicht nur aktualisiert, sondern auch um acht Kapitel erweitert. Neu hinzu­gekommen sind die Kapitel: Therapiezielfindung und Kriterien der Entscheidungs­findung, Fatigue, Schlafbezogene Erkrankungen/Nächtliche Unruhe, Übelkeit und Erbrechen (unabhängig von einer Chemotherapie), Maligne intestinale Obstruktion, Maligne Wunden, Angst und Todeswünsche.

„Die Leitlinie macht deutlich, dass neben der jahrzehntelangen Erfahrung inzwischen auch viel Studienevidenz in der Palliativmedizin vorliegt – mehr als ein Drittel der Empfehlungen sind evidenzbasiert. Sie macht allerdings auch deutlich, dass der Forschungsbedarf in diesem Gebiet weiterhin hoch ist und es weiterhin großer Kraftanstrengungen und Investitionen bedarf, um die Palliativversorgung weiter zu verbessern“, schreiben die Autoren.

Die Leitlinie ist im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie erschienen. Das seit dem Jahr 2008 laufende Programm fördert die Entwicklung und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie. Die Erstellung und Aktualisierung dieser Leitlinien erfolgt durch multidisziplinär besetzte Fachgruppen in Zusammenarbeit mit Patienten­vertretern. Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm 24 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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