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Ausland

EU-Kommission fördert Robotik im Gesundheitswesen

Freitag, 28. Dezember 2018

Dem Fraunhofer IPA steht ein Interventionsraum mit Bildgebung für die Forschung zur Verfügung. /Fraunhofer IPA, Vanessa Stachel

Brüssel – Die Europäische Kommission will die Entwicklung von Robotersystemen für Medizin und Pflege und die Implementierung in die Versorgungsstrukturen voran­treiben. Sie stellt dafür rund 16 Millionen Euro für das internationale Projekt „Digital Innovation Hubs in Healthcare Robotics“ (DIH HERO) zur Verfügung.

Die Mittel stammen aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ der Europäischen Union (EU). Die Leitung des Vorhabens liegt bei der Universität Twente in Enschede, Niederlande. DIH HERO verfolgt das Ziel, in den nächsten vier Jahren eine unabhängige Plattform aufzubauen, um Unternehmen, Forschungsinstitute, Investoren und andere Interessengruppen miteinander zu vernetzen.

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Die Plattform soll dazu beitragen, dass Entwickler und Produzenten Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Robotik vermehrt Gesundheitsdienstleistern zur Verfügung zu stellen. Die daraus resultierende breitere Anwendung soll Innovationen stärken und beschleunigen. Zur Teilnahme sind in Europa ansässige kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufgefordert.

„Der Weg, medizinische Innovationen in die klinische Praxis zu überführen, ist holprig, zeitaufwendig und erfordert erhebliche Investitionen“, sagte Stefano Stramigioli, Professor für Robotik an der Universität Twente und Koordinator des europaweiten Netzwerks. Bei DIH HERO gehe es um die klinische Erprobung, die Entwicklung von effizienten Produktionsmethoden, die Kontaktaufnahme zu Investoren und die Etablierung von Unternehmen und die Distribution.

An DIH HERO beteiligen sich 17 Partner. Jeder von ihnen repräsentiert ein Netzwerk an Gesundheits- und Forschungsinstituten, Investoren und kommerziellen Unternehmen, die in der Robotik im Bereich des Gesundheitswesens aktiv sind.

„Durch die Vernetzung der relevanten Akteure und die Stimulierung von maßge­schneiderten Investitionen wird diese Plattform den Mehrwert entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Gesundheitsökosystem maßgeblich verbessern“, hieß es aus dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. © hil/aerzteblatt.de

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