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Medizin

Zu wenige Europäer lassen sich gegen Grippe impfen

Donnerstag, 20. Dezember 2018

/dpa

Stockholm – Obwohl im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EAA) jedes Jahr fast 40.000 Menschen an den Folgen der Grippe sterben, erreicht kein Mitgliedsland derzeit die empfohlene Impfquote von mehr als 75 % in den Risikogruppen. Dies geht aus einer Umfrage des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervor.

30 von 31 EU/EAA-Ländern, die an der Umfrage teilnahmen (nur die Österreicher beantworteten den Fragebogen nicht), raten älteren Menschen zur jährlichen Grippeimpfung. In 22 Ländern liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren, in 5 (darunter Deutschland) bei 60 Jahren, in den anderen noch niedriger. In Belgien und Irland wird bereits ab einem Alter von 50 Jahren zur Impfung geraten. 

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In den meisten Ländern nimmt weniger als die Hälfte der Senioren an der Impfung teil. Die höchste Impfbereitschaft besteht in Schottland. Dort wird die empfohlene Impfquote von 75 % bei Senioren nur knapp verpasst. In Deutschland lassen sich nur 35 % der Senioren impfen, in Estland gerade einmal 2 %.

Alle Länder appellieren auch an Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten, sich jährlich gegen Grippe impfen zu lassen. Im letzten Jahr lag die Impfquote in dieser Risikogruppe zwischen 15,7 % (Norwegen) und 57,1 % (Nordirland). Aus Deutschland liegen keine Zahlen vor.

Bei Schwangeren, die durch die Impfung auch ihr Ungeborenes schützen können, lag die Impfquote zwischen 0,5 % (Slowenien) und 58,6 % (Nordirland). Aus Deutschland, wo Schwangeren in der Regel im zweiten und dritten Trimenon zur Impfung geraten wird, wurden keine Zahlen nach Stockholm übermittelt.

Angehörige des Gesundheitswesens sollen vor allem ihre Patienten schützen. Die höchste Bereitschaft bestand in England und Belgien mit einer Impfquote von über 60 %, in Italien, Griechenland und Norwegen lag sie bei unter 20 %. Es haben allerdings nur 12 Länder Impfquoten gemeldet, Deutschland war nicht darunter.

Positiv vermerkt wird, dass etwa die Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten in der Saison 2017/18 auf den verstärkten Einsatz von neueren Impfstoffen setzen, die gegen 4 statt 3 Influenzastämme schützen, oder ein Adjuvans verwenden. 6 Mitgliedsstaaten haben im letzten Jahr zusätzliche Altersgruppen, etwa Kinder, in die Impfempfehlungen aufgenommen. Ob die neueren Impfstoffe und Impfstrategien insgesamt einen besseren Schutz bieten, will das ECDC in der kommenden Wintersaison untersuchen. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #110206
kairoprax
am Donnerstag, 20. Dezember 2018, 18:59

keine Meldung aus Deutschland ?!

Nach dem Impfskandal (anders kann man es nicht bezeichnen) aus 2017, bei dem die Krankenkassen nur den unwirksamen Dreifach-Impfstoff bezahlt haben, und es trotzdem zu keiner Epidemie gekommen ist, und nachdem der 4-Fachimpfstoff heuer zu einer ungeahnt hohen Nebenwirkungs- und Unverträglichkeitsrate geführt hat, ist es da ein Wunder, wenn die Impfbereitschaft frostig kalt abkühlt?
Der Glaube an die STIKO und die Impfstoff-Industrie ist erschüttert und das vermutlich oder wahrscheinlich sogar zu Recht.
LNS

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