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Medizin

Menschen mit Risikogenen für Adipositas nehmen immer schneller zu

Freitag, 5. Juli 2019

Übergewichtige Jugendliche sitzen in einer Turnhalle. /dpa
/dpa

Trondheim – Menschen mit einer genetischen Veranlagung zur Adipositas haben in den vergangenen Jahrzehnten stärker an Gewicht zugelegt als andere. Dies geht aus einer Langzeitstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2019; 366: l4067) hervor.

Die Zahl der adipösen Menschen hat sich seit den 1970er Jahren weltweit verdreifacht. Eine veränderte Ernährung mit größeren Portionen und einer höheren Kaloriendichte gilt neben einem veränderten Lebensstil mit Bewegungsmangel als Ursache. Diese „adipogene“ Umwelt hat jedoch nicht bei allen Menschen die gleiche Wirkung. Zwillings- und Adoptionsstudien zeigen, dass 50 bis 80 % der Adipositas genetisch beeinflusst werden.

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In genomweiten Assoziationsstudien wurden in den letzten Jahren 97 Risikogene gefunden. Sie erklären zwar nur 2 bis 5 % der Unterschiede, sie ermöglichten es Maria Brandkvist von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim und Mitarbeitern jedoch, den Einfluss der Gene auf das Körpergewicht im Verlauf der Jahre zu untersuchen.

Die Forscher haben die Risikogene zu einem Risiko-Score kombiniert und auf die Teilnehmer der HUNT-Studie („Nord Trøndelag Health Study“) angewendet. Die Studie hat seit 1984 dreimal einen Großteil der Bewohner in der abgelegenen Provinz Nord Trøndelag untersucht. Dabei wurden auch Blutproben entnommen, in denen die Forscher jetzt nach den Risikogenen gesucht haben.

Die Zahl der Menschen mit den Risikogenen ist gleich geblieben. Ihr Body-Mass-Index hat jedoch stärker zugenommen als bei den Menschen ohne Risikogene. So hatten 35-jährige Männer mit der höchsten genetischen Veranlagung in den 1960er Jahren einen um 1,20 kg/m2 höheren BMI als gleichaltrige mit der geringsten genetischen Veranlagung. In den 2000er Jahren war der Unterschied auf 2,09 kg/m2 angestiegen. Bei den 35 Jahre alten Frauen nahm der BMI-Unterschied von 1,77 auf 2,58 kg/m2 zu.

Brandkvist vermutet eine „Gen-Umwelt“-Interaktion, deren Ursache die Studie nicht klären kann. Unabhängig von den Genen werden auch in Nordnorwegen die meisten Menschen mit zunehmendem Alter immer dicker. Die einzige Ausnahme bilden die ältesten Geburtsjahrgänge. Männer, die vor 1920 geboren wurden, nahmen nach dem 45. Lebensjahr kaum noch zu. Bei den Frauen dieser frühen Geburtsjahrgänge ist der BMI im Alter sogar gesunken – obwohl sie die gleichen Gene haben wie die jüngsten Norweger und Norwegerinnen. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Montag, 8. Juli 2019, 13:41

Warum entwickeln sich diese Kinder zur Fettleibigkeit so?

Erstmal benötigen wir Zahlen über Deutschland und einigen unterschiedlichen Länder, wie viel Prozent es von der Bevölkerung betrifft.

Dann wäre es wichtig zu vergleichen, ob die Eltern auch etwas kräftiger gebaut sind. Es gibt nun mal unterschiedliche Menschen. Das kennen wir zum Beispiel bei Kampfsportarten, wo es unterschiedliche Gewichtsklassen gibt.
Da kann man an der Ernährung und Kraftsport zwar etwas machen aber es bleibt dieser unterschied der in den Genen liegt.
Ein weitere Vergleich aus der Pflanzen Welt ist die Veredlung von Bäumen. Die Wildlinge werden immer unterschiedlich. Ich vermute es liegt an der Umwelt und den unterschiedlichen Klima wo es zur diese Keimen.
Ein weiterer Vergleich aus der Tierzucht da kennen wir dieses, das man Schafe zum Beispiel zu mehr Fett oder weniger Fett züchten kann wie man es möchte.
Ich vermute man könnte dieses auch mit dem Säugetier Menschen machen.
Wir entscheiden uns aber aus anderen Gründen für einen Partner.

Dann wäre es noch wichtig zu wissen, ob es verdrängte Probleme aus unterschiedlichen Lebensgeschichten gibt. Also Psychologische Informationen über diese Personengruppe.

Jetzt spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Wie es schon in dem Artikel steht.
Wann Essen diese Menschen und Warum?
Es ist die Frage, was Esse ich und aus welchen Grund?
Ich denke da an Süßigkeiten, Chips, Fertiggerichte, usw.
Diese Produkte sind alle von Lebensmiteilchemikern entworfen worden.
Das haben sie auch sehr gut gemacht.
Wenn man etwas gegessen hat, fühlt man sich für eine weile gut, bis die Wirkung nachlässt. Dann kommt die Frage: Was muss ich essen, dass ich mich wieder besser fühle.
Wir kennen dieses auch von Personen die offizielle Stärker Wirkstoffe nehmen wie MDMA welches unter dem Namen Ecstasy verkauft wird.
Hier werden 1 mg bis 216 mg konsumiert.
Dieser Wirkstoff alleine Verändert die Stimmung und anderes.
https://de.wikipedia.org/wiki/MDMA
In der Politischen Situation in der wir uns in Deutschland befinden ist dieses ein Grund um zu essen, um sich besser zu fühlen.
Das ganze funktioniert auch mit Sport zum Beispiel laufen bis die Glücksgefühle kommen und man sich besser fühlt. Ich vermute hier wird der Körper in ein Notsystem gebracht. Der Auslöser ist Kampf, Flucht, Hoffnungslos (Grübeln?). Für jeden dieser drei Möglichkeiten gibt viele Szenen. Flucht kann laufen bis die Glücksgefühle kommen (Notsystem) sein. Flucht kann aber auch mit Wirkstoffen funktionieren. Flucht kann auch eine Beziehung beenden sein.
Wer dieses Bewusst nutzt als als eine Pause dem wird es nicht schaden.
Nur wer seine Gedanken und Gefühle nicht bewusst beschreiben kann oder die Gefühle nicht ansprechen kann auch nicht vor sich selber aus unterschiedlichen Gründen der Psychologie, wie zum Beispiel die Schweigespirale oder Angst hat nicht mehr geliebt zu werden.
Der Bleibt in diesem Denken ohne sich über die tieferen Zusammenhänge bewusst zu sein.

Das sind meine Gedanke zu der Fettleibigkeit. Ob die Lebensgeschichten so sind oder nicht kann man nur prüfen.

Wenn es so sein sollte muss man versuchen sein denken und fühlen besser zu verstehen. Das Tagebuch schreiben kann da schon helfen. Bis man verstanden hat wie man selber reagiert auf bestimmte Situationen. Das ist Selbsterkenntnis.
Es ist auch nicht für immer gleich es ist ein Lebenslanger Prozess in dem man eine Freundschaft mit sich selber pflegt.
Bei welchen Gedanken und Gefühlen greift man zu Süßigkeiten?
Bei welchen Gedanken und Gefühlen greift man zu Sport bis die Gefühle kommen?
Bei welchen Gedanken und Gefühlen greift man ...

Ich denke so findet man mit der Zeit sein Gleichgewicht und kann eine Suchtverlagerung entwickeln.

Es gibt aber auch Menschen die können sich nicht mit sich Selber auseinander setzen, da es mit schmerzhaftem Gefühlen verbunden ist.
Die Angst verhindert eine Lösung zu finden.
Die Lebensgeschichten kennen wir.

Ich vermute so ungefähr, könnte man nach einer Erklärung und Lösung suchen.





Avatar #754103
Biochemie
am Montag, 8. Juli 2019, 12:06

Warum entwickeln sich diese KInder so?

LNS