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Zahl der an Demenz erkrankten Patienten nimmt zu

Freitag, 22. November 2019

/Osterland, stock.adobe.com

Berlin – Immer mehr Menschen leiden hierzulande an Demenz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizini­schen Fakultät der Universität Leipzig.

Demnach ist die Zahl der Demenzpatienten zwischen 2009 und 2016 von von 1,01 Milli­o­nen auf 1,41 Millionen um rund 40 Prozent gestiegen. Bis 2030 wird die Anzahl der Pa­tienten mit diagnostizierter Demenz den Experten zufolge auf über drei Millionen anwach­sen.

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„Angesichts des demografischen Wandels mit einer immer älter werdenden Bevölkerung steht die medizinische Versorgung von Patienten mit dementiellen Erkrankungen vor gro­ßen Herausforderungen“, sagte Zi-Vorstandsvorsitzender Dominik von Stillfried.

Da medikamentöse Therapiestrategien auf diesem Gebiet sich bislang als wenig zielfüh­rend erwiesen hätten, gelte es, sekundärpräventive Therapien in frühen Phasen der De­menzerkrankung stärker in den Fokus der medizinischen Versorgung zu rücken.

„Leichte kognitive Störungen bei Patienten schnell zu diagnostizieren und insbesondere durch Hausärzte und neuropsychiatrische Fachärzte zielgerichtet zu behandeln, ist daher besonders wichtig“, so der Zi-Chef.

Zumal die Erkrankungshäufigkeit von leichten kognitiven Störungen (MCI) zwischen 2009 bis 2016 explosionsartig zugenommen hat. Hatten sich 2009 rund 51.000 MCI-Patienten in ärztlicher Behandlung befunden, waren es 2016 bereits mehr als 167.000. Das ist ein Anstieg um 229 Prozent.

Trotz der Zunahme in der Behandlungsprävalenz wird MCI nach Einschätzung des Zi je­doch nach wie vor zu selten diagnostiziert und dokumentiert. Die geschätzte bevölke­rungs­bezogene Prävalenz liegt bei 1,5 bis 3,7 Millionen Patienten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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