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Politik

Gesundheitsminis­terium wirbt auf den Philippinen um Pflegekräfte

Dienstag, 13. August 2019

/dpa

Manila – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium setzt seine Bemühungen um mehr auslän­dische Pflegekräfte fort. Anfang der Woche reiste die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss (CDU) deshalb auf die Phillippinen. Gemeinsam mit dem Arbeitsminister des südostasiatischen Landes, Silvestre Bello III, will sie über die Arbeitsmöglichkeiten dorti­ger Arbeitskräfte in Deutschland beraten.

Bereits im Juli hatten Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) und sein kosovari­scher Amtskollege Uran Ismajli eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit beider Länder in der Ausbildung und Anerkennung von Pflegefachkräften unterzeichnet.

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Konkret geht es bei dem Gespräch zwischen Weiss und Silvestre Bello III um die Frage, wie die Pflegekräfte bereits im Herkunftsland auf die Tätigkeit in Deutschland vorbereitet und die Anerkennungsverfahren erleichtert werden können. Als denkbare Maßnahmen nannte das Ministerium kürzere Visa-Verfahren, Sprachkurse und eine enge Zusammen­arbeit von Krankenhäusern, Pflegeheimen, privaten Vermittlern und staatlichen Behör­den.

„Wie mit dem Kosovo wollen wir auch mit den Philippinen gut zusammenarbeiten, um mehr Pflegekräfte für Deutschland zu gewinnen“, unterstrich Sabine Weiss, parlamentari­sche Staatssekretärin im BMG. Davon könnten aus ihrer Sicht beide Seiten enorm profitie­ren. Während die Kooperation Deutschland Antworten auf den Fachkräftemangel in der Pflege liefere, biete sie philippinischen Fachkräften attraktive Arbeits- und Fortbildungs­möglichkeiten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) begrüßte die Anstrengungen des Ministers, Pflegekräfte im Ausland anzuwerben. Zugleich kritisierte bpa-Präsident Bernd Meurer aber auch die schwerfälligen Anerkennungsverfahren. „Die zögerliche Hal­tung der deutschen Behörden von der Visastelle bis hin zur Anerkennung trägt weder zur Behebung der Versorgungslücken in Deutschland bei noch bietet sie eine berufliche Pers­pektive für interessierte Pflegefachkräfte“, mahnt er.

Die Philippinen sind Hauptherkunftsland gut ausgebildeter ausländischer Pflegekräfte. Allein im ersten Halbjahr 2019 genehmigte die philippinische Regierung mehr als 25.000 Ausreiseanträge für Pflegekräfte. Knapp 1.500 Pflegekräfte davon kommen nach Deutsch­land. © hil/sb/kna/afp/aerzteblatt.de

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