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Ärzteschaft

Bündnis und Studierende wollen Patientensicherheit im Medizinstudium verankert sehen

Mittwoch, 28. August 2019

/contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Berlin – Patientensicherheit sollte im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) umfassend als Baustein berücksichtigt werden. Dazu haben das Aktions­bündnis Pa­tientensicherheit (APS) und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutsch­land (bvmd) die Politik aufgerufen.

Im Rahmen eines Masterplans, der 2020 die Grundstrukturen des Medizinstudiums refor­mieren soll, dient der NKLM künftig als Orientierungshilfe. Zentrales Anliegen von APS und bvmed ist es einer Mitteilung zufolge, dass die Patientensicherheit dabei „umfassend Eingang findet, um sich auch in der Lehre und letztendlich der Versorgung zu etablieren“.

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„Die Evidenz und Erfahrung der letzten 20 Jahre haben gezeigt, dass trotz intensiver Be­mühungen auf dem Feld der Patientensicherheit noch keine angemessene Sicherheitskul­tur etabliert werden konnte“, sagte Ruth Hecker, zweite Vorsitzende des APS. Einzelmaß­nahmen wie Checklisten oder Fehlermeldesysteme seien alleine nicht ausreichend, um die Patientensicherheit signifikant zu erhöhen.

Im APS-Weißbuch, einem Wegweiser für zentrale Verbesserungen der Patientenversor­gung, fordert das Aktionsbündnis mit Blick auf die Patientensicherheit einen verstärkten Fokus auf proaktives und individuelles sicherheitsgerichtetes Verhalten.

Wünschenswert wäre es, wenn jeder angehende Arzt sich bereits vor der Approbation mit dem Thema Patientensicherheit auseinandergesetzt und als Routine verinnerlicht hat, so Hecker, die Leiterin der Stabsstelle Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanage­ment am Universitätsklinikum Essen ist. Idealerweise würden die Studierenden bereits in der Ausbildung dazu befähigt, durch verschiedene Strategien eigene Unsicherheiten zu erkennen und resiliente Handlungsweisen zu entwickeln.

Dies diene sowohl dem Patienten als auch dem Medizinstudierenden und erhöhe die Chance, dass junge Ärzte frühzeitig darauf hinweisen würden, wenn sie unsicheres Han­deln erkennen, Risiken erleben oder die Patientenversorgung selbst nicht sicher durch­füh­ren können. Ein solches sicherheitsgerichtetes Verhalten könne die Anzahl von Feh­lern, die Patientenschäden zur Folge haben können, reduzieren, heißt es von APS. © may/EB/aerzteblatt.de

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