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Corona-Warn-App könnte zentrale Rolle spielen

Montag, 11. Mai 2020

/picture alliance, Hauke-Christian Dittrich

Kaiserslautern − Die geplante Corona-Warn-App kann dem Deutschen Forschungs­zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zufolge eine zentrale Rolle beim Unterbrechen von In­fektionsketten spielen.

„Gerade jetzt, wo einige Beschränkungen gelockert werden, kann die App unglaublich wichtig sein“, sagte Paul Lukowicz, der Leiter des DFKI-Forschungsbereichs Eingebettete Intelligenz in Kaiserslautern.

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„Falls nämlich erneut ein Infektionsherd aufflammen sollte, ist es ein Wettlauf mit der Zeit, bevor sich das Virus wieder so verbreitet wie beim ersten Mal. Und da ist jedes Werk­zeug, das Infektionsketten nachvollzieht, enorm wichtig“, sagte der Wissenschaft­li­che Direktor.

Eine solche App für das Handy soll in Deutschland und anderen Ländern zum Einsatz kommen. Sie erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Die App kann dann Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass in ihrer Umgebung eine infizier­te Person war. Die Nutzer könnten dann in Quarantäne gehen. In Deutschland und den meisten anderen Ländern soll die Teilnahme freiwillig sein.

„Schon wenn 30 bis 40 Prozent die App nutzen, habe ich damit wohl zusätzlich 20 bis 30 Prozent der Infektionsketten unterbrochen“, sagte Lukowicz. „Das bedeutet − und das ist wichtig: Ich kann andere Einschränkungen lockern. Denn jede Art der Einschränkung hilft, dass sich das Virus weniger ausbreitet.“

Die App sei kein Wundermittel, betonte der Experte. „Wundermittel existieren nicht. Die App ist eine technische Lösung, ein Baustein unter vielen, der beitragen kann, Infektions­ketten zu unterbrechen. Dann können Sie Dinge lockern, die uns mehr weh tun als eine App.“

Die Bundesregierung hat vor kurzem den Software-Konzern SAP und die Deutsche Tele­kom mit der Entwicklung einer Corona-Warn-App beauftragt. Sie soll voraussichtlich im Juni zur Verfügung stehen.

Zugleich gibt es unter anderem eine Gruppe rund um das Beratungs­unternehmen PwC Deutschland und das DFKI, die nach eigenen Angaben bald eine App präsentieren wollen. © dpa/aerzteblatt.de

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