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Mehr als 1.000 Tote durch Denguefieber auf den Philippinen

Dienstag, 10. September 2019

/picture alliance, AP Photo

Manila – Auf den Philippinen sind in diesem Jahr bereits 1.021 Menschen durch das Denguefieber gestorben. Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums handelt es sich bei annähernd 40 Prozent um Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren. Besonders schlimm betroffen ist die Hauptstadtregion rund um Manila, wo viele Menschen in Slums leben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres starben am Denguefieber auf den Philippinen 622 Menschen.

Insgesamt wurden seit Beginn des Jahres 250.000 Denguefälle registriert. Das sind mehr als doppelt so viele wie in den ersten acht Monaten 2018. Den Behörden zufolge könnte der Anstieg daran liegen, dass aktuell ein besonders aggressiver Virentyp unterwegs ist. Einen Zusammenhang zu einem Impfskandal vor zwei Jahren stellten sie nicht her. Seit vergangenem Monat gilt auf dem Inselstaat der Dengue-Notstand. Gesundheitsstaats­se­kretär Eric Domingo sagte, die Epidemie sei immer noch „nicht unter Kontrolle“.

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Das von Stechmücken übertragene Virus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsor­gani­sation (WHO) in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch ausgebreitet. In mehreren Ländern Asiens und Lateinamerikas ist Dengue inzwischen eine Hauptursache für schwe­re Erkrankungen und Todesfälle bei Kindern. Die Infektion äußert sich oft als Fieber mit grippeähnlichen Symptomen.

Auf den Philippinen hatte die Regierung vor zwei Jahren einen potenziell gefährlichen Dengueimpfstoff aus dem Verkehr gezogen. Inzwischen wurde dem französischen Phar­makonzern Sanofi Pasteur die Lizenz für das Mittel Dengvaxia auf Dauer verweigert. 2016/17 hatte es nach der Impfung von mehr als 830.000 Kindern mehrere Todesfälle gegeben. Sanofi hatte danach selbst gewarnt. © dpa/aerzteblatt.de

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