NewsThemenDengue-FieberAutochthone Dengue-Erkrankungen in Katalonien und Frankreich
Dengue-Fieber

Dengue-Fieber

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Autochthone Dengue-Erkrankungen in Katalonien und Frankreich

Dienstag, 8. Oktober 2019

/auimeesri, stock.adobe.com

Stockholm – In Katalonien und Frankreich sind in diesem Sommer 3 Menschen am Den­gue­fieber erkrankt, die zuvor nicht in Endemie-Regionen gereist waren. Das Europäische Zen­trum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stuft das Risiko für eine weitere lokale Ausbreitung als gering ein, obwohl sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) in den betroffenen Regionen inzwischen festgesetzt hat.

Das Dengue-Fieber, das erstmals in den 1950er-Jahren auf den Philippinen und in Thai­land beschrieben wurde, ist mittlerweile in mehr als 100 Ländern verbreitet. Die Zahl der jährlichen Infektionen wird weltweit auf 390 Millionen geschätzt, von denen 96 Million­en am Dengue-Fieber erkranken. Auslöser ist das Dengue-Virus, das unter anderem von Ae. albopictus übertragen wird.

Anzeige

In diesem Sommer ist es nach 2 schwächeren Vorjahren in Thailand zu einem Anstieg der Erkrankungen gekommen. Da es sich um ein beliebtes Reiseland handelt, ist auch die Zahl der Touristen gestiegen, die mit einer Infektion aus dem Urlaub zurückkehren.

Eine Aus­breitung am Heimatort ist nur dort möglich, wo die Vektoren verbreitet sind. In Katalonien und in Südfrankreich wurde Ae. albopictus erstmals 2004 nachgewiesen. Dort ist es seit 2010 im Spätsommer immer wieder zu autochthonen Erkrankungen gekomm­en, so auch in diesem Jahr.

In der Region Barcelona erkrankte am 6. September eine Person, die Spanien in diesem Jahr nicht verlassen hatte, sich also vor Ort angesteckt haben musste. Die erste Erkran­kung in Frankreich ist bereits am 30. August in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur aufgetreten. Eine weitere (noch nicht abschließend bestätigte) Erkrankung hatte es be­reits im Juli in Lyon gegeben, keine 400 km von der deutschen Grenze entfernt.

Da Ae. albopictus bereits mehrfach in Baden aufgespürt wurde, muss auch dort im Prinzip mit dem Auftreten von Dengue-Infektionen gerechnet werden. Besonders groß ist das Infektionsrisiko jedoch nicht. Bisher ist es in der Mittelmeerregion bei Einzelfällen und kleineren Ausbrüchen geblieben. Die Viren haben sich bisher nicht dauerhaft festsetzen können. Experten gehen davon aus, dass sich das Reservoir in den Stechmücken jedes Jahr neu etablieren muss. © rme/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS