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Politik

Pflegerat will bei Digitalisierung wichtige Rolle spielen

Freitag, 8. November 2019

Assistenzroboter EDAN von Caritas und DLR /dpa

Berlin – Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat zur Verbesserung der Digitalisierung in der Pflege eine Digitale Agenda gefordert, die von einer Koordinierungsstelle begleitet wird.

„Die Digitalisierung der Pflege kann nur gelingen, wenn sie anwendungsorientiert und von Beginn an unter Einbezug der Profession Pflege entworfen und umgesetzt wird“, sagte DPR-Präsident Franz Wagner anlässlich der Veröffentlichung eines entsprechenden Positionspapiers. Das ist das Ergebnis der Arbeit eines vom DPR einberufenen Experten­gremiums.

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In dem Papier heißt es unter anderem auch, die Profession Pflege muss in alle Entwick­lun­gen der Digitalisierungen eingebunden werden. Notwendig sind dafür ein elektroni­sches Gesundheitsberuferegister und die Ausgabe der e-Heilberufeausweise.

Zu den Kern­forderungen des Expertengremiums gehört zudem, dass der DPR in allen entscheidenden Gremien zur Förderung von Pflegeforschungsprojekten vertreten sein müsse. Darüber hinaus sollten zukünftig Informations- und Kommunikationstechnologie, technische Assistenzsysteme und Robotik fester Bestandteil von Ausbildungs- und Stu­diencurricula sein.

„Das Verständnis, dass die Pflege die Technik vorantreibt, und nicht die Technik die Pfle­ge, muss Ausgangspunkt aller Bestrebungen zur Digitalisierung sein“, betonte der DPR-Präsident. Nur dann stünden die Bedürfnisse der Patienten sowie die der Anwender der Technik im notwendigen Gleichklang. „Das heißt auch, dass nicht die Politik bestimmt, wo es mit der Digitalisierung in der Pflege langgehen soll“, sagte Wagner.

Der Deutsche Pflegerat wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisatio­nen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Der Zusammen­schluss aus 15 Verbänden vertritt die Interessen der rund 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. © hil/sb/aerzteblatt.de

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