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KBV-Zukunftspraxis: Drei weitere Projekte gehen in die Testphase

Donnerstag, 13. Februar 2020

/BillionPhotos.com, stock.adobe.com

Berlin – Im Rahmen des Projektes „KBV-Zukunftspraxis“ sollen jetzt mit Klindo, Idana und RED Medical drei digitale Assis­ten­­ten für Arztpraxen getestet werden. Das gab heute die Kassenärztliche Bun­desverei­nigung (KBV) bekannt.

Demnach wird die Software Klindo in rund 30 Praxen erprobt. Sie dient laut KBV der digi­talen Erfassung und Auswertung von standardisierten psychometrischen Fragebögen.

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Die­se Art von Erhebung werde genutzt, um zum Beispiel ADHS, Demenz oder auch De­pressionen zu diagnostizieren. Früher seien die Antworten der Patienten auf Papier doku­mentiert und ausgewertet worden – mit Klindo soll dies digital schneller, einfacher und sicherer erfolgen.

„Digitalisierung ist immer dann sinnvoll, wenn sie dem medizinischen Personal Arbeit abnimmt und den Bürokratieaufwand reduziert“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen.

Ob Klindo und die anderen gestarteten Projekte dies leisten würden, werde sich am Ende durch eine Evaluation der Charité zeigen. „Einen Arzt werden die Anwendungen aber nicht ersetzen“, so Gassen.

Idana ist ebenfalls eine Software für Ärzte und Psychotherapeuten, in Kombination mit einer webbasierten App für Patienten, die die Anamnese digital unterstützen soll. Die Er­fragung von Informationen zur Krankheitsgeschichte beim Patienten erfolgt durch an­passungsfähige digitale Fragebögen auf dem Smartphone, Tablet oder PC.

Die abgefragten Daten können dann automatisch in die ärztliche Dokumentation über­nommen und zur Vorbereitung des Patientengesprächs genutzt werden. Idana wird in rund 40 Praxen erprobt. Geklärt werden soll, ob eine Verbesserung der Anamnese und eine Vereinfachung der Praxisabläufe erfolgt, so die KBV.

RED Medical ist ein webbasiertes Cloud-Praxisverwaltungssystem (PVS) beziehungsweise Arztinformationssystem. Es wird der KBV zufolge als „Software as a Service“ vollständig außerhalb der Praxis geführt. Alle Daten werden demnach auf Servern gespeichert, die sich in einem externen Rechenzentrum befinden.

Im Fokus des Praxistests steht insbesondere die Frage nach Praktikabilität, Nutzen und Akzeptanz einer virtualisierten PVS-Lösung. Die Evaluation erfolgt ausschließlich bei Neukunden, die für eine Teilnahme am Praxistest, durch RED Medical direkt angespro­chen werden, so die KBV. © may/EB/aerzteblatt.de

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