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Medizin

E-Zigaretten: US-Mediziner rätseln nach erneuten Todesfällen weiter über Ursache der „Vaping Illness“

Montag, 9. September 2019

/dpa

Chicago – In den USA ist die Zahl der jungen Menschen, die nach der Anwendung von E-Zigaretten eine lebensgefährliche Lungenerkrankung entwickelten, weiter gestiegen. Die im New England Journal of Medicine (2019; doi: 10.1056/NEJMoa1911614, NEJMoa191238, NEJMoa1911614) vorgestellten Befunde zeigen, dass die Patienten an einer Lipidpneu­monie erkrankt sind.

Allergien und Infektionen konnten ausgeschlossen werden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüft derzeit, ob das in vielen Liquids enthaltene Vitamin E-Acetat für die Lungen­schä­den verantwortlich sein könnte. Auffällig ist ein hoher Anteil von Patienten, die ille­gale Liquids mit Cannabiszusätzen verwendet haben.

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Nach jüngsten Zahlen der CDC sind mittlerweile 450 Erkrankungen bekannt geworden. Darunter sind 5 Todesfälle. Ein weiterer Todesfall werde noch untersucht, teilte die Be­hörde am vergangenen Freitag der Presse mit. Die meisten Erkrankungen sind in den Staaten Illinois und Wisconsin aufgetreten.

Ein Team um Jennifer Layden von der Gesundheitsbehörde von Illinois in Chicago stellte die medizinischen Befunde der ersten 53 Patienten vor, die seit dem 10. Juli dort in ver­schiedenen Krankenhäusern behandelt wurden.

Die Patienten waren zwischen 16 und 53 Jahre (median 19 Jahre) alt und überwiegend männlichen Geschlechts und zuvor körperlich gesund: 16 Patienten hatten ein Asthma bronchiale und 18 Patienten mentale Erkrankungen in der Vorgeschichte.

Schleichende Entwicklung

Die Erkrankungen hatten sich laut Layden vor der Hospitalisierung über bis zu 61 Tage (median 6 Tage) schleichend entwickelt mit einer zunehmenden Dyspnoe, Husten und Brustschmerzen. Einige Patienten hätten auch über gastrointestinale Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen) sowie über Fieber geklagt.

Die meisten Patienten seien vor der Hospitalisierung ambulant behandelt worden und hätten meist wegen einer vermuteten Infektion erfolglos Antibiotika (in der Regel Azi­thro­mycin) erhalten.

Bei der Aufnahme hätten die meisten Patienten eine Tachykardie und eine Tachypnoe aufgewiesen. Die Sauerstoffsättigung sei (soweit gemessen) auf 89 bis 94 % abgefallen. Zu den weiteren Befunden gehörten laut Layden Fieber und eine Leukozytose.

Nach dem Bericht hatten alle Patienten einen auffälligen Röntgenbefund des Thorax. In den Computertomografien, die bei 48 Patienten durchgeführt wurden, waren laut Layden Milchglasinfiltrate erkennbar, die auf interstitielle Veränderungen hindeuten. Bei 4 Pa­tien­ten war es laut der Studie zu einem Pneumomediastinum, bei 5 Patienten zu Pleura­ergüssen und bei einem Patienten zu einem Pneumothorax gekommen.

Lungenbiopsie durchgeführt

In einer bronchoalveolären Lavage, die bei 24 Patienten durchgeführt wurde, waren laut der Autoren lipidhaltige Makrophagen nachweisbar. Eosinophile Granulozyten (als Hinweis auf eine allergische Genese) seien nicht gefunden worden.

Bei 3 Patienten wurde eine Lungenbiopsie durchgeführt. Die Pathologen fanden laut des Berichts „leichte und unspezifische Entzündungszeichen, akute diffuse Alveolarschäden mit schaumigen Makrophagen sowie eine interstitielle und peribronchioläre granuloma­töse Pneumonitis“. Hinweise auf Krankheitserreger seien nicht gefunden worden.

Zwei Drittel der Patienten wurden Layden zufolge auf Intensivstationen behandelt. Bei einem Drittel sei eine Intubation durchgeführt worden. Bei 15 Patienten diagnostizierten die Ärzte ein akutes Atemnotsyndrom (ARDS), an dem ein Patient starb. Die anderen Pa­tien­ten sollen sich nach einer Behandlung mit systemischen Glukokortikoiden wieder erholt haben.

Ursache weiter unklar

Eine Ursache für die Erkrankung wurde bisher nicht gefunden. Alle Patienten hätten je­doch angegeben, vor der Erkrankung E-Zigaretten verwendet zu haben. Insgesamt 80 % hatten Liquids mit Tetrahydrocannabinol und 7 % Liquids mit Cannabidiol benutzt. Einige hatten neben den Cannabis-Liquids auch Nikotin verwendet.

Trotz der intensiven Befragung konnte laut Layden kein gemeinsamer Nenner gefunden werden. Es gebe keine bestimmte E-Zigarette, die von allen Patienten benutzt worden sei, und es seien keine sicheren Assoziationen mit einer der zahlreichen Chemikalien und Zusatzstoffe der E-Zigaretten erkennbar gewesen.

Die Liquids von E-Zigaretten enthalten laut dem Editorialisten David Christiani von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston mindestens 6 Arten von potenziell toxischen Verbindungen: Nikotin, Carbonyl-Verbindungen, flüchtige organische Verbin­dungen wie Benzol und Toluol, Partikel, verschiedene Spurenelemente aus den Aromen sowie bakterielle Endotoxine und Beta-Glucane aus Pilzen.

Für 2 Aromastoffe, Diacetyl und 2,3-Pentandiol sei bekannt, dass sie in den Atemwegs­epi­­the­lien die Genexpression verändern, was Auswirkungen auf den Aufbau und die Funk­tion der Zilien haben könnte, die für die Selbstreinigung der Bronchien zuständig sind.

Die 19 Fälle, über die Travis Henry und Mitarbeiter von der Universität von Kalifornien in San Francisco berichten, und die 6 Erkrankungen, die Sean Callahan und Mitarbeiter von der Universität von Utah in Salt Lake City behandelt haben, zeigen ähnliche klinische und pathologische Muster.

Sie deuten auf eine Inhalation von toxischen Substanzen hin, die unterschiedliche For­men einer interstitiellen Pneumonie, also einer Entzündung im Stützgewebe der Lunge ausgelöst haben. Allergische Reaktionen scheinen nicht vorzu­liegen, eine Überempfind­lichkeit auf chemische Reize jedoch möglich zu sein. Sichere Hinweise auf Infektionen wurden nicht gefunden. Die lipidhaltigen Makrophagen könnten einen Hinweis für die Aufklärung enthalten, meint Callahan.

Ein Verdacht auf eine Verbindung mit den Cannabis-Liquids liegt nahe. Die Aufklärung wird dadurch erschwert, dass die Droge in vielen Staaten illegal ist. Weil die Liquids dann nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich sind, können sie nicht ohne weiteres untersucht wer­den. Die Zusammensetzung dürfte sehr variabel sein, da die Hersteller unterschiedli­che Methoden verwenden. Auch der Zusatz von toxischen Substanzen lässt sich vermut­lich nicht ausschließen.

Vitamin-E-Acetat möglicher Auslöser

Die US-Arzneimittelbehörde hält Vitamin-E-Acetat für einen möglichen Auslöser, da es in zahlreichen Liquids enthalten ist. Vitamin-E-Acetat sei zwar in zahlreichen Dermatika und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten und dort bei der Anwendung sicher. Über die Aus­wirkungen nach dem Einatmen lägen jedoch nur begrenzte Daten vor, teilte die Behörde mit, fügte aber hinzu, dass es derzeit keine sicheren Belege dafür gebe, dass Vitamin-E-Ace­tat die Ursache der Lungenverletzungen sei. Die Verbraucher seien jedoch gut be­raten, Liquids mit Vitamin-E-Acetat zu meiden.

Die CDC rieten angesichts der unklaren Ursachen allen Anwendern von E-Zigaretten, darüber nachzudenken, ob sie weiterhin E-Zigarettenprodukte konsumieren. Personen, die E-Zigarettenprodukte verwenden, sollten auf Symptome wie Husten, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Übelkeit und Erbrechen achten und bei gesundheitlichen Bedenken unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Dringend abgeraten wird davon, Liquids auf dem Schwarzmarkt zu erwerben. E-Ziga­rett­en sollten niemals von Jugendlichen, jungen Erwachsenen, schwangeren Frauen oder Nichtrauchern verwendet werden. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #731292
cis2000
am Dienstag, 17. September 2019, 23:56

Fazit

Der Mixer muß verboten werden!
MfG
Avatar #731292
cis2000
am Dienstag, 17. September 2019, 23:51

E-Zigarette ist ein Stück weit wie AfD!

Die E-Zigarette hat eine relativ große Gemeinsamkeit mit der AfD. Beide sind nicht erwünscht.
Nun, zaubern wir mal ein ganz anderes Szenario.
Ein ganz normaler Jugendlicher mixt sich einen Drink und zwar in einem Mixer der Firma X. An Bord sind unter Anderem, Cannabis und andere ungesunde Sachen. Das ganze geht eine Weile gut. Schließlich erkrankt der Jugendliche und eine weitere Anzahl von Jugendlichen. Was haben diese Jugendlichen gemeinsam? Sie haben im Internet von einer schönen Mixtur gelesen, welche für Stunden glücklich macht.
Was würden Medien berichten: „6 Tote beim Gebrauch eines Mixers“ oder „Tot von 6 Jugendlichen, durch mixen von Cannabis und anderen ungesunden Sachen in einem Mixer“? Die Antwort schenke ich mir.
Avatar #787214
Moses von Hollein
am Mittwoch, 11. September 2019, 22:56

Für den einfachen Leser

Ich möchte garnicht groß auf die Missstände des Artikels eingehen. Stattdessen auf einen anderen verweisen, der alles einfach erklärt. Denn dieser hier ist irreführend für den Konsumenten. Potentielle Dampfer, also Raucher, auf solch einer Art und Weise zu verunsichern, ist ein Skandal.

https://matzes-dampferecke.de/2019/09/10/2-x-3-macht-4-widdewiddewitt-und-3-macht-neune/
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Dienstag, 10. September 2019, 12:04

Verzeihung bitte, aber diese Berichterstattung ist so NICHT HINNEHMBAR.

- Von Anfang an (!) war klar, dass eine "Lip(o)idpneumonie" mit "Nikotin und Wasserdampf" nicht das Allergeringste zu tun haben kann (für Nichtmediziner: es geht um die Inhalation von FETT- bzw. ÖL-haltigen Substraten).
- Somit unwiderlegbar "wider besseres Wissen" wurden (und werden!) Warnungen vor dem "Dampfen" von "E-Zigaretten" ausgesprochen, ja man etabliert sogar Verbote von (pharmakologisch) völlig harmlosen "Aromen".
- Wissentlich falsch ist ferner die Information, dass »Vitamin-E-Acetat [...] in zahlreichen Liquids enthalten ist«, denn dieses Öl (!) ist offenbar ein spezifischer Bestandteil von THC- (Marihuana-) haltigen, ILLEGALEN Gemischen. Wie bitte und wozu sollte das in "legale Liquids" hineinkommen?

Also: da konsumieren Gott weiß wie viele US-Amerikaner illegale Drogen, und 72.000 sterben jährlich daran. Und ja, einzelne Drogenkonsumenten rauchen bzw. dampfen wohl auch.

Und nun experimentieren offenbar ein paar davon auch mit "Vaporizern" (Dampfgeräten): was dem einen recht ist ("harm reduction" ehemaliger Raucher), soll dem anderen billig sein.

Die ganze Angelegenheit ist also völlig offensichtlich und allein der DROGENSZENE zuzurechnen.

===================
"Zum Mitschreiben": wir reden beim "Dampfen" von "E-Zigaretten" von ehemaligen Rauchern, die sich BEWUSST BEMÜHEN, vom "tödlichen Tabak" WEGZUKOMMEN, und das übrigens oft genug erfolgreich. Seit wann wäre das nicht ALLER EHREN WERT?
===================

Es ist daher an Chuzpe kaum noch zu übertreffen, diese jetzt in eine Ecke mit DROGENSÜCHTIGEN zu stellen.

Weder der Sache nach, noch nach der Motivation, haben diese Gruppen IRGENDETWAS gemein. Das ist doch völlig abwegig.

Dennoch werden quasi REFLEXARTIG "die Dampfer" allgemein dämonisiert.

Parallelen zum schrecklichen Unfall in Berlin (SUV mit vier Todesfällen) drägen sich auf: da erleidet ein Autofahrer anscheinend einen epileptischen Anfall, aber bevor man irgendetwas genaues weiß, wird ein generelles Verbot von "SUV's" hinausgeplärrt. Als ob der Unfall mit einem Elektroauto (Gewicht!) so nicht passiert wäre.

Oder als ob man bspw. durch ein Verbot von Einwegspritzen (!) die Situation von Drogensüchtigen in irgendeiner Weise verbessern könnte.

Welch ein GRANDIOSER UNFUG.

Lasst gefälligst die "Dampfer" aus dem Spiel!

Sie haben mit den geschilderten Fällen offensichtlich REIN GAR NICHTS zu tun.

Und WAS GENAU bitte sollen Pseudoaktivitäten (wie das Verbot von "Aromen" in Michigan) bewirken?

Das (pauschale) Argument, man habe diverse "Schadstoffe" in Aromen gefunden, GREIFT NICHT, denn praktisch IMMER fehlt die Angabe der DOSIS (muss jetzt wirklich darauf hingewiesen werden, dass in der Atemluft eines jeden Menschen potenziell toxisches Formaldehyd enthalten ist, oder dass es sogar für Arsen eine Mangelkrankheit – "Tagesbedarf" – gibt?).

Hierzu der Pharmakologe Prof. Bernd Mayer (http://dampfe.info/wp-content/uploads/Ist_Nikotin_ein_Gift-Prof_Dr_Bernd_Mayer.pdf):

»Dazu möchte ich aus dem Standardwerk "Lehrbuch der Toxikolgie" von Marquardt & Schäfer zitieren (S. 1223, 2. Auflage, 2004; Hervorhebung im Original kursiv):
Es muss zunächst noch einmal betont werden, dass ein Agens nicht "giftig" sein kann. Die Begriffe "giftig" oder "Gift" müssen immer auf eine Dosis hinauslaufen: Es mag ein Dosisbereich existieren, in dem ein bestimmtes Agens eine giftige Wirkung entfaltet. Es gibt immer auch Expositionsbereiche eines Agens, die keine unerwünschten Wirkungen auslösen.

Somit ist die Aussage, Substanz X sei ein "Gift" ohne Angabe der Dosis sinnlos. Außerdem kann man dem letzten Satz entnehmen, dass die Behauptung, es gäbe keine untere Grenze für die schädliche Wirkung bestimmter Stoffe wissenschaftlich nicht haltbar ist. Es gibt stets eine Konzentration oder Dosis eines Stoffes, die keinen Effekt hat, das sogenannte "no-effect level", das von Paracelsus vor knapp 500 Jahren erstmals beschrieben wurde.

Da man in den Medien häufig mit Berichten über "Schadstoffe" in der Umwelt, in Nahrungsmitteln und diversen Konsumgütern konfrontiert wird, möchte ich nochmals aus o.g. Lehrbuch zitieren (S. 1224):
Verwirrend ist auch der Begriff "Schadstoff". Der Begriff "Schaden" kann nicht mit einem Stoff, sondern bestenfalls mit einer zur Auslösung des Schadens benötigten Dosis korreliert werden. Wenn mit einem Schadstoff eine Substanz gemeint sein sollte, die unter bestimmten Bedingungen zu einem Gesundheitsschaden für den Menschen führen könnte,dann trifft das für fast jede Substanz bei ausreichender Dosierung zu.

Dem entnehmen wir, dass nicht die "Anwesenheit" eines bestimmten Stoffes entscheidend ist, sondern dessen Menge bzw. die Dosis, die vom Menschen bei Exposition aufgenommen wird. Der erfolgreiche Nachweis der "Anwesenheit" eines Stoffes ist von der Empfindlichkeit der gewählten Analysemethode abhängig. Daher werden von den Gesundheitsbehörden für potentiell schädliche Stoffe Grenzwerte definiert. Die Forderung nach "schadstofffreien" Emissionen von Industrieanlagen oder Verkehrsmitteln ist dementsprechend ebenso sinnlos und nicht erfüllbar wie die Forderung nach "schadstofffreien" Lebensmitteln«.

Muss überdies nicht aufhorchen lassen, wenn hier reines Grundlagenwissen offenbar konsequent missachtet wird?

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

(Referenzen beim Unterzeichner)
Avatar #781928
maxbarrett
am Montag, 9. September 2019, 21:07

Danke @ Dr. A. Schnitzler

Besten Dank für Ihre Richtigstellungen und den Hinweis auf das unverantwortliche Handeln der CDC. Da geht es nicht um Public Health oder die Sorge um die Geschädigten, sondern um die Sicherung der Milliardeneinkünfte (MSA) verschiedener US-Bundesstaaten auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung. Menschen werden - wie nun in Michigan - in die Illegalität oder zurück zum Rauchen getrieben. https://en.wikipedia.org/wiki/Tobacco_Master_Settlement_Agreement und hier https://www.youtube.com/watch?v=oxNM1pUoOn4
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Montag, 9. September 2019, 18:22

... Nachtrag!

Prof. Michael Siegel (1) ergänzt (09.09.2019) sinngemäß:

»Die Verschleierung der Verbindung zwischen illegalen THC-Behältern und dem Ausbruch der Lungenerkrankung durch die CDC verschlechtert die Situation und führt wahrscheinlich zu weiteren Fällen
Anstatt einfach anzuerkennen, dass eine große Anzahl von Fällen des jüngsten Ausbruchs von schwerem, akutem Atemversagen auf THC-Vape-Carts auf dem Schwarzmarkt zurückzuführen ist, untergraben die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) diese Schlüsselinformationen und setzen alles was sie können daran, den Ausbruch auf die Verwendung traditioneller, Nikotin-haltiger elektronischer Zigaretten zurückführen. Heute zeige ich anhand von drei Beispielen, wie das betrügerische Verhalten der CDC dazu führt, dass Staatsbeamte unangemessene Warnungen herausgeben, die mit ziemlicher Sicherheit die Situation verschlechtern und zu weiteren Krankheitsfällen führen. (...)
Wenn Sie jedoch genauer hinschauen, werden Sie feststellen, dass ein Teenager aus Knox County, der wegen einer "vape-bedingten" Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert wurde, (in kleiner Schrift in einem anderen Artikel) tatsächlich berichtet hat, dass es sich um einen illegalen THC-Vape handelte. Wie der Teenager erklärte: "Du kaufst diese von Leuten von der Straße. Überall. Du kannst sie überall finden. Die Leute stellen sie her. Sie geben, was ich gehört habe, Butan, Feuerzeugflüssigkeit, andere Chemikalien und anderes Zeug hinein."
Es ist eine Schande, dass dieser Teenager mehr über den Ausbruch zu wissen scheint als die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention und dass die Warnung, die er gibt, viel genauer und effektiver ist als die der CDC.
Ich bin sicher, wir könnten die Liste aller 50 Staaten durchgehen und zeigen, dass sie alle ungenaue und unverantwortliche Warnungen ausgeben. Aber das alles kommt von oben - von der CDC. Aus diesem Grund ist es absolut unentschuldbar, dass die Agentur weiterhin versucht, den Ausbruch für traditionelle, legale E-Zigaretten verantwortlich zu machen, auch angesichts der überwältigenden und überzeugenden Beweise, dass der Hauptschuldige illegale Marihuana-Vaping-Produkte auf dem Schwarzmarkt sind, die von einem illegalen Drogenkartell herausgegeben werden, das Millionen von Dollar einbringt, um dieses Gift durch eine ausgeklügelte Verteilung des Netzwerks von Drogendealern auf die Jugend unserer Nation zu verbreiten«.

Schlüsselinformationen verschleiern. Betrügerisches Verhalten der CDC. Deckung von Drogenkartellen.

Dampfen dämonisieren, und die Leute zurück zu Zigaretten treiben. Der Zweck heiligt manchem offenbar JEDES Mittel.

Liebe "Tabakkontrolle": wo bleibt der AUFSCHREI DER ANSTÄNDIGEN?

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Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenz
https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/09/cdcs-obfuscation-of-link-between.html
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Montag, 9. September 2019, 15:42

... das ist SO nicht richtig! ...

Die Aussage: »... Vitamin-E-Acetat für einen möglichen Auslöser, da es in zahlreichen Liquids enthalten ist« ist falsch, soweit hier der (irreführende!) Eindruck erweckt wird (werden soll), "traditionelle" E-Liquids enthielten diese (ölige!) Substanz.

Prof. Michael Siegel (1) schreibt dazu sinngemäß:
»Ich finde das unverantwortlich. Dies impliziert, dass die Lipoidpnemonie durch herkömmliche, Nikotin enthaltende elektronische Zigaretten verursacht wird und dass diese Produkte am Ausbruch von Atemwegserkrankungen beteiligt sind. Die meisten, wenn nicht fast alle herkömmlichen nikotinhaltigen Flüssigkeiten für elektronische Zigaretten basieren nicht auf Öl, sondern auf Wasser und Alkohol. Sie bestehen fast gleichmäßig aus einer Kombination von Propylenglykol, Glycerin, Wasser, Nikotin und Aromen. Daher besteht bei herkömmlichen E-Zigaretten nur ein geringes Risiko für eine Lipoid-Pneumonie.«

Eine systematische Verunsicherung von E-Zigaretten-Nutzern, die vom TÖDLICHEN TABAK auf WEITAUS harmlosere Wasserdampfgemische umsteigen, ist daher in der Tat UNVERANTWORTLICH.

Man kann alles und jedes "missbrauchen", siehe "Badesalze", die bspw. über sog. "Vaporizer" inhaliert werden, eine spezielle Form von – wenn man so will – "E-Zigaretten", die zum Verdampfen von "Kräutern" (ein Schelm, der Böses dabei denkt...) sogar höchst offiziell zB bei einem bekannten Versandkaufhaus angeboten werden.

Das alles hat aber mit den seit über einem Jahrzehnt gebräuchlichen "E-Zigaretten" als solches und ihrer "Langzeitsicherheit" nun wirklich nichts gemein (3).

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Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen (Zugriff 09.09.2019)
(1) https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/
(2) https://www.youtube.com/watch?v=ZoSex6SkHmk
(3) https://drive.google.com/file/d/1fQr3mZjiHuLTBONMR3-EI7H2imMYlrDw/view
LNS