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Nestlé führt Nutri-Score im kommenden Jahr ein

Dienstag, 26. November 2019

/dpa

Frankfurt am Main – Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé führt den Nutri-Score in Deutschland und weiteren Ländern Europas ein. Das Unternehmen werde im ersten Halb­jahr 2020 beginnen, die Nährwertampel auf Lebensmittelverpackungen in Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und der Schweiz zu drucken, teilte Nestlé heute mit.

Der Konzern werde den Nutri-Score über den Zeitraum von zwei Jahren auf Produkten an­bringen, die komplett zum Konzern gehörten sowie auf Frühstückscerealien der Gemein­schaftsfirma Cereal Partners Worldwide.

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„Unser Ziel ist es, in jeder Produktkategorie eine der gesündesten Optionen anzubieten“, sagte Marco Settembri, Chef von Nestlé für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. Der Nutri-Score helfe, Fortschritte zu dokumentieren. Mehr als 5.000 Produkte, darunter Pizzen, Kaffee und Schokolade, sollen den Nutri-Score tragen. Nestlé beginne bei der Einführung mit den Ländern, die das System unterstützen.

Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe oder Proteine in eine Gesamtbewertung ein und gibt einen einzigen Wert an – auf einer Skala von „A“ auf dunkelgrünem Feld bis zu einem roten „E“ für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird hervorgehoben.

Nestlé will mit dem Nutri-Score Signalwirkung erzielen, steht aber auch unter Druck, da Konkurrenten wie der französische Lebensmittelriese Danone den Nutri Score schon ein­ge­führt haben. Aldi, Lidl und Rewe haben angekündigt, die freiwillige Kennzeichnung zu­mindest für Teile ihrer Eigenmarken einführen zu wollen.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte sich zuletzt nach langem Streit und einer Verbraucherbefragung auf den Nutri-Score festgelegt und eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht. Das Kabinett und der Bundesrat sowie die EU-Kommission müssen dieser noch zustimmen. Der Rechtsrahmen soll Mitte 2020 stehen. © dpa/aerzteblatt.de

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