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Medizin

Trotz vieler Studien kaum Evidenz zu Ernährungs­interventionen bei MS

Donnerstag, 25. Juni 2020

/Zerbor, stock.adobe.com

Mailand – Es gibt viele kontrollierte Studien, die sich mit den Auswirkungen diätetischer Interventionen bei Multipler Sklerose (MS) befassen.

Laut Wissenschaftlern der Cochrane Gruppe „Multiple Sclerosis and Rare Diseases of the CNS“ gibt es trotzdem derzeit keine ausreichenden Daten, um festzustellen, ob Supple­mentationen mit Antioxidantien oder andere diätetische Interventionen Einfluss auf die MS-bezogenen Ergebnisse haben.

Die Arbeit ist als Cochrane Review erschienen (DOI: 10.1002/14651858.CD004192.pub4).

Bei der Literaturrecherche fanden die Autoren des Reviews 30 Studien, in denen verschiedene Ernährungsinterventionen untersucht wurde. 11 Studien untersuchten mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs), 10 untersuchten eine Vielzahl von antioxi­dativen Nahrungsergänzungsmitteln, 3 untersuchten Ernährungsprogramme und 6 Studien untersuchten andere Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Acetyl-L-Carnitin, Biotin, Kreatin, Palmitoylethanolamid, Probiotika und Riboflavin.

Die Gabe von Vitamin D bei MS untersuchten die Autoren nicht, weil dies Gegenstand eines separaten Cochrane-Reviews ist.

Bei klinischen Studien, in denen PUFAs mit einfach ungesättigten Fettsäuren (MUFAs) verglichen werden, fanden die Autoren keine signifikaten Veränderungen in patienten­relevanten Endpunkten wie der Zahl der MS-Schübe. Gleiches gilt für Studien, in denen die Gabe verschiedener PUFA-Typen untereinander verglichen wurden.

Zudem gibt es offenbar nur sehr wenige gesicherte Erkenntnisse über die Wirkung von Antioxidantien im Vergleich zu Placebo auf die Verschlechterung von Behinderungen und die Verstärkung von MS-Läsionen.

„Viele der Studien hatten Probleme mit ihrem Design oder ihrer Durchführung, die unser Vertrauen in die Ergebnisse beeinträchtigt haben. Gegenwärtig gibt es nicht genügend hoch gesicherte Erkenntnisse darüber, ob Ernährungsinterventionen den Verlauf der MS verändern“, lautet das Fazit der Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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