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Keine Gefahr für Menschen durch Afrikanische Schweinepest

Freitag, 11. September 2020

/picture alliance, Ronald Bonß

Berlin – Die gestern erstmals in Deutschland bei einem Wildschwein festgestellte Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt für den Menschen keine Gesundheits­gefahr dar. Darauf hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hingewiesen. Der Erreger der ASP sei nicht auf den Menschen übertragbar.

„Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, geht ein Risiko für die Gesund­heit aus“, sagte BfR-Präsident Andreas Hensel.

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Dem Institut zufolge ist der ASP-Erreger sehr stabil und kann in Lebensmitteln über mehrere Monate infektiös bleiben. Werden nicht erhitzte Lebensmittel oder nicht erhitzte Lebensmittelreste, die von infizierten Tieren stammen, an nichtinfizierte Tiere verfüttert, kann das Virus daher in zuvor ASP-freie Regionen und damit auch in die Hausschwein­bestände verbreitet werden.

Obwohl das ASP-Virus für den Menschen weder eine Gefahr noch ein Risiko darstelle, empfehlen die BfR-Experten, Haus- und Wildschweinfleisch wie jedes andere rohe Fleisch stets hygienisch zuzubereiten. Es sollte gekühlt aufbewahrt und vor dem Garen getrennt von anderen Lebensmitteln zubereitet werden. Beim Erhitzen sollte laut BfR im Inneren des Fleischstücks eine Temperatur von 70 Grad oder höher für mindestens zwei Minuten erreicht werden.

Dem Institut zufolge führt das ASP-Virus bei Wild- und Hausschweinen zu einer schweren, häufig tödlichen Erkrankung. Es wird über direkten Kontakt, über Ausschei­dungen infizierter Tiere oder über Zecken übertragen.

Das ASP-Virus ist in infizierten Wildtieren in Afrika heimisch. Auch in Südeuropa kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. Der Erreger breitet sich seit 2007 von Georgien über Armenien, Aserbaidschan und Russland nach Nordwesten aus. Seit 2014 wurden im Baltikum ASP-Fälle bei Wildschweinen und Ausbrüche bei Hausschweinen registriert.

Zudem wurde das Virus in Rumänien, Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik nachgewiesen. Im September 2018 ist der Erreger auch bei Wildschweinen in Belgien und damit erstmals in Westeuropa gefunden worden. © hil/aerzteblatt.de

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