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Britische Forscher entwickeln Urintest zum Aufspüren von Gebärmutterkrebs

Montag, 29. März 2021

/fotoliaxrender, stock.adobe.com

London – Britische Forscher haben nach eigenen Angaben einen Urintest zum Aufspüren von Gebärmut­ter­krebs entwickelt.

Mit der neuen Methode könnte die bisher zum Nachweis von Gebärmutterkrebs notwendige invasive und oft schmerzhafte Untersuchung per Spiegelung mit einem Hysteroskop überflüssig werden, wie die Wissenschaftler der Manchester University in einer heute im Magazin Nature Communications (2021; DOI: 10.1038/s41467-021-21257-6) veröffentlichten Studie berichteten.

Bisher müssen Ärzte bei einer Ausschabung eine Gewebeprobe aus dem Uterus entnehmen, um Gebär­mutterkrebs nachzuweisen. Laut Studien muss diese Untersuchung in rund 1/3 der Fälle wiederholt werden, weil es zu technischen Problemen kommt oder die Frauen zu große Schmerzen haben.

Bei der von den Forschern neu entwickelten Diagnosemethode werden Urin- oder Vaginalproben unter­sucht, die die Patientinnen selbst zu Hause nehmen können. Der Studie zufolge wurde mit dem neuen Test bei 91,7 % der Frauen mit Gebärmutterkrebs eine korrekte Diagnose gestellt. Bei 88,9 % der Frauen ohne Gebärmutterkrebs ergab sich ein korrektes negatives Testergebnis.

Die Ergebnisse zeigten, dass Gebärmutterkrebszellen mit der Untersuchung von Urin- und Vaginalproben unter dem Mikroskop aufgespürt werden könnten, schrieb Hauptautorin Emma Crosbie. Im Falle einer positiven Diagnose per Urintest könnten die Frauen per Spiegelung weiter untersucht werden, bei einem negativen Testergebnis „können sie beruhigt sein, ohne dass ein unangenehmer, invasiver, angsteinflöß­ender und teurer Eingriff notwendig ist“.

Gebärmutterkrebs ist laut Manchester University die sechsthäufigste Krebsart bei Frauen. Weltweit wurde er 2018 bei 382.000 Frauen diagnostiziert, 89.900 Frauen starben im selben Jahr daran. © afp/aerzteblatt.de

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