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Schließung wegen Hygienemängeln: Reha-Klinik stellt Insolvenzantrag

Dienstag, 5. November 2019

Die Eifelhöhen-Klinik in Marmagen /picture alliance, Hermann J. Knippertz

Bonn/Nettersheim – Nach der angeordneten Schließung wegen hygienischer Mängel hat die Eifelhöhen-Klinik Marmagen einen Insolvenzantrag gestellt. Die Reha-Klinik habe „trotz derzeit hinreichender Liquidität“ Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, teil­te die Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft gestern in Bonn mit. Die anderen Klinik­stand­orte der AG seien als eigenständige Gesellschaften nicht betroffen, hieß es.

Die Bezirksregierung Köln hatte vergangene Woche die vorläufige Schließung der Eifelhö­hen-Klinik Marmagen angeordnet. Grund dafür seien massive Hygienemängel, die zur Wei­ter­verbreitung von Krankheitserregern führen könnten, hieß es. Betroffen sind nach Anga­ben des Kreises Euskirchen 200 Reha-Patienten.

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Beanstandet wurden der Bezirksregierung zufolge verschmutzte Trinkwasserbehälter, unge­nügende Schutzmaßnahmen gegen multiresistente Keime sowie falsche Lagerung und fal­scher Einsatz von Medizinprodukten wie Wundauflagen, Operations- oder Beatmungspro­duk­ten.

Mängel gab es den Angaben nach auch bei Desinfektions-Maßnahmen. Arzneimittel sollen nicht korrekt gelagert worden sein, zudem habe es Auffälligkeiten beim Brand­schutz gege­ben.

Nach der Schließungsanordnung soll der Betrieb der Eifelhöhen-Klinik Marmagen stabili­siert werden. Ziel sei der Erhalt und die Fortführung der Reha-Klinik, teilte Insolvenzver­walter Mark Boddenberg heute mit.

© dpa/aerzteblatt.de
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