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SARS-CoV-2: „Sorge bereiten uns Diebstähle von Desinfek­tionsmitteln“

Mittwoch, 11. März 2020

/Peter Atkins, stock.adobe.com

München – Die bayerischen Krankenhäuser befinden sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus' zurzeit in einer Phase der Alarmbereitschaft. Das sagte der Pressesprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Eduard Fuchshuber, dem Deutschen Ärzteblatt.

„In den Häusern wurden mittlerweile Krisenstäbe gebildet, die sich täglich über die Entwicklungen informieren“, erklärte Fuchshuber. „Sie bereiten sich darauf vor, infizierte Patienten aufnehmen zu können und im Notfall auch elektive Eingriffe zu verschieben.“

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Zunächst hätten die Krankenhäuser positiv getestete Patienten aufgenommen und sie in den Krankenzimmern isoliert. Das Essen sei dann zum Beispiel vor die Tür gestellt worden. Inzwischen entscheiden das Krankenhaus und das zuständige Gesundheitsamt zusammen, ob positiv getestete Patienten mit keinen oder leichten Symptomen in häuslicher Quarantäne bleiben können.

„Die Krankenhäuser rufen die Menschen dazu auf, möglichst von Krankenbesuchen abzusehen“, sagte Fuchshuber. „Wir haben den Eindruck, dass die Krankenhäuser derzeit tatsächlich leerer sind als sonst.“ Überhaupt sei es in den letzten zwei Tagen etwas ruhiger geworden.

„Mancherorts wird die Schutzausrüstung knapp“

Sorgen bereiteten den Krankenhäusern die Lagerbestände an medizinischer Schutzausrüstung. „Mancherorts wird die Schutzausrüstung noch über Wochen ausreichen, anderswo wird sie bereits knapp“, so Fuchshuber. Und aus China, wo viele der Artikel hergestellt werden, komme derzeit nichts mehr.

„Problematisch sind zudem Diebstähle von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln, die sich derzeit in den Krankenhäusern häufen“, sagte Fuchshuber. Tatsächlich kämen Menschen in die Kliniken, um Desinfektionsmittel zu stehlen, die am Klinikeingang zur Verfügung gestellt würden. Das sei ein ernsthaftes Problem.

Drive-In-Station in München

In Bayern würden die Tests auf SARS-CoV-2 derzeit vor allem vom kassenärztlichen Bereitschaftsdienst vorgenommen, der zu den Patienten nach Hause fahre, um die Abstriche zu nehmen, so Fuchshuber. Die Idee sei dabei, die Menschen dezentral zu testen.

Heute sei zudem auf dem Gelände der Bayernkaserne in München eine Drive-In-Station eingerichtet worden, an der sich Patienten testen lassen können, die Kontakt mit einem bestätigten Corona-Fall hatten. Untersucht wird dabei nur, wer zuvor einen Termin beim Gesundheitsamt vereinbart hat. © fos/aerzteblatt.de

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