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Desinfektionsmittel: Apotheker haben teilweise Probleme beim Bezug von Ausgangsstoffen

Donnerstag, 12. März 2020

/dpa

Berlin – Apothekerinnen und Apotheker haben zurzeit zum Teil Probleme mit dem Bezug von Ausgangsstoffen wie Ethanol oder 2-Propanol für die Herstellung von Desinfektions­mitteln. Die Ausgangsstoffe seien in Deutschland zwar in ausreichender Menge vorhanden. Sie befänden sich aber oft noch in sogenannten Großgebinden wie Tanklastern, erklärte eine Sprecherin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände heute auf Anfrage des Deutschen Ärzteblatts.

Daraus umgefüllt würden die Flüssigkeiten von spezialisierten, oft mittelständischen Unternehmen. „Das Abfüllen in apothekenübliche Gebinde von fünf oder zehn Litern wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte die ABDA-Sprecherin. Handwerklich sei das Anfertigen eines Desinfektionsmittels für Apotheken kein Problem.

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Vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen ist es Apotheken seit dem 4. März erlaubt, Desinfektionsmittel selber herzustellen. Dadurch würden besteh­ende Lieferschwierigkeiten ausgeglichen, erklärte die ABDA. Die Erlaubnis sei für die Apotheken wichtig, denn sie schaffe Rechtssicherheit.

Zudem könnten Apothekenkunden sicher sein, dass sie im Bedarfsfall durch eine wohn­ort­nahe Apotheke ordnungsgemäß und zu realistischen Preisen mit Desinfektionsmitteln versorgt würden. Denn teilweise seien diese Mittel in den vergangenen Wochen auf Internetplattformen zu überhöhten Preisen angeboten worden.

Im Alltag reichen Wasser und Seife

Die ABDA wies aber auch darauf hin, dass Apothekenkunden nach jetzigem Stand nur dann Desinfektionsmittel verwenden müssten, wenn sie im unmittelbaren Umfeld eines Infizierten lebten. Ansonsten reichten Wasser und Seife zum gründlichen Händewaschen (20 Sekunden) aus. Notwendig seien Desinfektionsmittel dagegen in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. © HK/aerzteblatt.de

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