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Medizin

Rotaviren-Impfung könnte vor einem Typ-1-Diabetes schützen

Donnerstag, 24. Januar 2019

/Rafael Ben-Ari, stockadobecom

Melbourne – Seit der Einführung der Rotaviren-Impfung ist es in Australien zu einem leichten Rückgang der Erkrankungen am Typ-1-Diabetes gekommen. Dies berichten Epidemiologen des Landes in JAMA Pediatrics (2019; doi: 10.1001/jamapediatrics.2018.4578).

Der Typ-1-Diabetes gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Was das Immunsystem veranlasst, die körpereigenen Zellen anzugreifen, ist nicht bekannt. Virusinfektionen gelten als möglicher Auslöser. Die Vermutung geht dahin, dass das Immunsystem Antikörper gegen Bestandteile der Viren produziert, die später ähnliche Bestandteile des Körpers angreifen. Eine solche „molekulare Mimikry“ wird für Rotaviren vermutet. Bestimmte Peptide des Virus haben Ähnlichkeit mit Antigenen der Betazellen.

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Sollte die Hypothese stimmen, dann sollte eine Impfung gegen Rotaviren dazu führen, dass weniger Kinder an einem Typ-1-Diabetes erkranken. Eine frühere Untersuchung konnte dies für Finnland, das weltweit mit die höchste Zahl von Typ-1-Diabetes-Erkrankungen hat, nicht bestätigen. Ein Team um Tuija Leino vom Nationalen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt ermittelte nur einen nicht signifikanten Rückgang um 9 % nach der Einführung der Impfung, die in Finnland bei über 90 % der Säuglinge erfolgt. Das 95-%-Konfidenzintervall des relativen Risikos von 0,91 war mit 0,69 bis 1,20 jedoch relativ weit, da die Analyse nur auf 345 Erkrankungen basierte (Pediatric Infectious Disease Journal 2017; 36: 674-675).

Kirsten Perrett vom Murdoch Children's Research Institute in Melbourne haben jetzt die Daten zu Australien untersucht, wo die Impfung seit Mai 2007 angeboten wird. Die Impfquote liegt bei 84 %. Die Analyse beruht auf 16.159 Neuerkrankungen am Typ-1-Diabetes im Zeitraum zwischen 2000 und 2015. Eine Zeitreihenanalyse ergab, dass es nach 2007 tatsächlich zu einem Rückgang der Neuerkrankungen am Typ-1-Diabetes gekommen ist, der seither anhält. Bei den Untervierjährigen ging die Zahl um 14 % zurück. Die Inzidenzrate von 0,86 war mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 0,74 bis 0,99 signifikant.

Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass die Infektion mit Rotaviren die Auto­immunerkrankung angestoßen haben könnte, da die Impfungen im Alter von 2 bis 4 Monaten erfolgen. Da die wenigsten Kinder bereits im Kleinkindalter erkranken, dürfte der Einfluss auf die Gesamtzahl der Erkrankungen am Typ-1-Diabetes gering bleiben. Es ist auch möglich, dass der Effekt nach einigen Jahren verloren geht, weil die Kinder – vielleicht nach anderen Virusinfektionen – doch noch erkranken. © rme/aerzteblatt.de

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Ferdinand Wolfbeißer
am Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:14

Hinsichtlich Anstoßen

fällt mir die Auswertung jener Dame an, welche die KIGGs-Daten hinsichtlich des Einflusses von Impfungen auf die Gesundheit ausgewertet hat. Das Ergebnis dieser Auswertung hat gezeigt, dass auch Impfungen etwas anstoßen können. Verschiedenes kann Verschiedenes anstoßen:
Diese Hypothese kann man dann verstehen, wenn man akzeptiert, dass (Fleisch)Körper von immateriellen Einheiten gesteuert werden, deren Existenz nicht auf körperlichen Prozessen beruht. Körperliche Traumen können nun dazu führen, dass Funktionen dieser Einheiten in Mitleidenschaft gezogen werden. Beispiel: Erworbene Angstreflexe. Auf dieselbe Weise wie solche Funktionsbeeinträchtigungen beim Verstand der Person eintreten können, können solche auch bei jener Einheit eintreten, die als sog. autonomes Nervensystem (zuweilen auch als vegetatives Nervensystem) bezeichnet wird. Das ist der Grund, warum in der Wikipedia bei fast jeder Krankheit, die keine Infektionskrankheit ist, zu lesen ist: „Ursache unklar und derzeit keine Heilung bekannt.“
LNS