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Politik

Komplikationen bei Masernerkrankungen keine Seltenheit

Donnerstag, 28. November 2019

/PixieMe, stockadobecom

Berlin – Zwischen den Jahren 2001 und 2019 wurden in Deutschland acht Todesfälle aufgrund einer Masernerkrankung gemeldet. Komplikationen der Infektionserkrankung waren häufiger: Ihr Anteil lag in den vergangenen Jahren zwischen 1,1 und 8,4 Prozent aller gemeldeten Masernerkrankungen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor.

Danach wurden von 2008 bis 2018 bundesweit 10.508 Masernerkrankungen erfasst, die meisten (2.465) im Jahr 2015. „Eine Maserninfektion ist, anders als vielfach angenommen, keine harmlose Krankheit. Insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren können Masern zum Teil zu schweren Komplikationen führen“, heißt es in der Antwort. Regelmäßig be­ein­trächtigten Masernausbrüche das gesellschaftliche Leben und machten Zwangsmaß­nah­men erforderlich, zum Beispiel die zeitweilige Schließung von Schulen.

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„Die Ausbreitung von Masern kann unterbunden werden, wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern immun sind“, so die Bundesregierung. Dadurch entstehe ein Gemeinschaftsschutz, von dem dann auch Personen profitierten, die sich selbst nicht impfen lassen könnten. „Diese besonders schutzbedürftigen Menschen sind darauf an­gewiesen, dass sich die Menschen in ihrem Umfeld solidarisch verhalten und sich impfen lassen.“

Die Regierung verteidigt in ihrer Antwort auch die Impfpflicht für Masern. Man habe bis­lang – auch in Abstimmung mit den Ländern – zahlreiche Initiativen ergriffen, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Die zum Gemeinschaftsschutz erforderli­chen Impfraten in Deutschland hätten diese Maßnahmen aber nicht erreichen können.

Daher seien nun weitere Schritte notwendig, um zumindest bei den besonders Schutzbe­dürftigen, in diesem Fall vor allem Kindern, das Schutzniveau zu erhöhen. „Die Möglich­keiten der Freiwilligkeit sind – trotz vielfältiger Bemühungen – nach Auffassung der Bundesregierung nunmehr ausgeschöpft“, stellt die Bundesregierung klar. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #772524
Julius Senegal
am Donnerstag, 5. Dezember 2019, 08:05

warum lieben Impfgegner nur Hitler?

Bei jeder Diskussion kommt irgendein "intelligenter" Impfgegner mit Hitler oder dem Dritten Reich. Offenbar liegt das in ihrer Denke, oder Wunschvorstellung gegen die evidenzbasierte Medizin. Man findet auch besonders viele Reichsbürger unter Impfgegnern.

Ein Tipp: Mal zum Psychiater gehen und das Durchchecken lassen. Kann nicht schaden.
Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 4. Dezember 2019, 13:27

DIE MEHRHEIT

...hat nicht immer Recht, Matilda.
Die Mehrheit hat Hitler gewählt, man erinnere sich. Da gibt es viele historische Beispiele dafür.
Dass jetzt immer mehr Nachrichten kommen, dass das böse Masernvirus ein Brutalo-Killer ist, liegt auf der Hand. Warum wohl?

Zudem stellt sich die Frage, wer hier der "Troll" ist... (immer die anderen offensichtlich, die nicht der eigenen Meinung entsprechen)
Avatar #769631
Naturfreund
am Dienstag, 3. Dezember 2019, 16:13

ein Gutachten

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/pdfs/Kekule/MSG_Kekule_Kurzfassung.pdf
Avatar #769631
Naturfreund
am Dienstag, 3. Dezember 2019, 15:32

Komplikationen keine Seltenheit

Trollarbeit, einfach mal lesen, wie in Deutschland mit derartigen schlimmen Fällen umgegangen wird:

Wer Lust hat, in konkreten Gerichtsentscheidungen zu Impfschäden zu stöbern, kann das bei openJur tun:

https://openjur.de/suche/?searchPhrase=Impfschaden

Gleich im ersten Fall sieht man mal exemplarisch, wie lange Menschen bis zur Anerkennung eines Impfschadens kämpfen müssen:

Impfschadensentschädigung beantragt 2007, Berufung des Klägers vom Gericht zurückgewiesen 2017...

Es ist und bleibt schwer, einen Schaden vor Gericht geltend zu machen.
Avatar #108046
Mathilda
am Montag, 2. Dezember 2019, 13:16

Troll-Arbeit

Vielen Dank Herr Senegal für Ihre unablässige Arbeit gegen die Trolle!
Sehr geehrte(r) Frau(Herr) Pro-Natur, sehen Sie sich doch einfach mal die Umfrage zum Kita-Ausschluss ungeimpfter Kinder an: 65,3% sind für einen Kita-Ausschluss, nochmal 18,3% eher dafür. Ihre Stimme mag also laut sein und sich in jedem Artikel zu Masern oder Impfungen mehrmals wiederfinden, die Mehrheit der Bevölkerung steht ganz offenbar nicht hinter Ihnen. Sicher deprimierend für Sie, aber doch ein Erfolg für die Wissenschaft!
Avatar #772524
Julius Senegal
am Freitag, 29. November 2019, 17:42

Wieder kommt von Pro-Natur Stuss

"Nehmen wir China z.B., die eine Herdenimmunität erreicht haben müsste. Trotzdem erfahren sie große Masernepidemien."
Äh nein, die China-Lüge wird immer wieder von Impfgegner aufgegriffen, tatsächlich ist nur in wenigen Provinzen die hohe Impfquote erreicht: https://blog.psiram.com/2015/03/china-und-die-masern/

"Die Impfung macht nicht immun (leider), nur die durchgemachte Krankheit kann das. "
Komischerweise brechen Masern nur in Waldorfschulen oder anderen Orten aus, an denen schlecht geimpft wird.
Und die heftigen NW der Masern werden begrüßt, was dumm ist.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Donnerstag, 28. November 2019, 23:34

Von einer anderer Perspektive betrachtet...

„Die Ausbreitung von Masern kann unterbunden werden, wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern immun sind“, so die Bundesregierung.
Die Impfung macht nicht immun (leider), nur die durchgemachte Krankheit kann das. Obwohl jeder (vor dem Impfzeitalter) die Masern bekam, um anschließend lebenslang immun zu sein, musste trotzdem jeder die Masern einmal durchmachen. Wie soll man das mit einer unzureichender Impfung schaffen? Schließlich sollte 2x geimpft werden und trotzdem kann man die Masern bekommen. Wenn die Masern so gefährlich sind, warum bringt man die Menschen mit einer unzureichender Impfung immer wieder in Gefahr?
Avatar #687997
Pro-Natur
am Donnerstag, 28. November 2019, 23:27

Behauptet, nicht bewiesen

„Die Ausbreitung von Masern kann unterbunden werden, wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern immun sind“, so die Bundesregierung.
Nehmen wir China z.B., die eine Herdenimmunität erreicht haben müsste. Trotzdem erfahren sie große Masernepidemien. Je höher die Durchimpfungsrate bei Masern, desto umfangreicher die Masernepidemien. Wie erklärt man das?
Avatar #789658
2haeschen
am Donnerstag, 28. November 2019, 22:42

Danke für die "kleine Anfrage" ...

LNS