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Zahl der FSME-Meldungen um fast 25 Prozent gesunken

Dienstag, 14. Januar 2020

/Klaus Eppele, stock.adobe.com

Berlin/ Freiburg – Die Anzahl der Infektionen mit Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Das zeigen aktuelle Melde­daten des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Demnach gingen im vergangenen Jahr bundesweit 441 Meldungen bei dem Institut ein. Das entspricht einem Rückgang von fast 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018, in dem es noch 584 Fälle gegeben hatte.

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Der überwiegende Anteil der Meldungen kam, wie jedes Jahr, aus Baden-Wüttemberg und Bayern. Weitere Risikogebiete sind Südhessen, das südöstliche Thüringen und Teile Sach­sens.

Besonders stark sind die Meldezahlen laut RKI im Risikobundesland Baden-Wüttemberg gefallen. Von 279 FSME-Erkrankungen im Jahr 2018 auf 163 Infektionen bis zum 22. De­zember 2019.

Deutlich schwächer war der Rückgang im zweiten Risikogebiet Bayern – von 236 Fällen auf 212. Sachsen verzeichnete als einziges Bundesland einen Zuwachs an Erkrankungen, von 12 Meldungen 2018 auf 25 im vergangenen Jahr.

Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, erklärte in einer Mit­teilung den Rückgang durch weniger heißes Wetter im Vergleich zum Hitzesommer 2018. Die Zahl der Zecken, die den Krankheitserreger übertragen können, sei dadurch geringer ausgefallen.

„Die Zahl der FSME-Fälle ist unter anderem abhängig von der Impfrate, der Verbreitung der Zecken im jeweiligen Jahr und der Anzahl der Tage, an denen sich Menschen wetter­bedingt draußen aufhalten können“, sagte er.

Laut Angaben des RKI stagniert die Impfquote seit circa 2010, „laut Schuleingangsunter­suchung knapp über 20 Prozent“, weiß Vogt. Daher empfiehlt er Bewohnern von Risikoge­bieten eine rechtzeitige Impfung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für Menschen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten. Für diese Personen übernehmen die Kranken­kassen die Kosten.

Menschen, die sich viel in der Natur, in Gärten oder Parks aufhalten, gelten als Risiko­gruppe. Die Impfung erfordert eine dreimalige Gabe um einen durchgehenden Schutz für circa drei Jahre zu gewährleisten. Danach benötigt es einer Auffrischung. © jff/dpa/aerzteblatt.de

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