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Coronakrise: Nobelpreisträger startet Aufruf für freien Impfstoff

Montag, 29. Juni 2020

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus /Andreas Gebert, Picture Alliance for DLD, Hubert Burda Media

New York – Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und mehr als 100 weitere nam­hafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kunst setzen sich für die kostenlose Verteilung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 weltweit und für alle Menschen ein.

In einem gestern gestarteten Aufruf werben sie dafür, dass Impfstoffe gegen das Corona­vi­rus als „globales, öffentliches Gut“ (Global Common Good) angesehen und damit allen zur Verfügung stehen werden. Sie appellieren zugleich an die kollektive Verantwortung für alle schutzbedürftigen Menschen ohne jegliche Diskriminierung.

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In dem Aufruf heißt es unter anderem, die Effizienz künftiger Impfkampagnen werde von der weltweiten Verfügbarkeit des Impfstoffes abhängen. Doch die Pandemie zeige die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Landes sowie die Schwierigkeiten, Zugang zum Gesundheitssystem zu haben.

Die Unterzeichner rufen Regierungen, UN-Chef António Guterres, die Weltgesundheitsor­ga­­ni­sation (WHO) sowie Stiftungen, Forschungslabore und andere Einrichtungen dazu auf, sich dieser Sichtweise anzuschließen. Jeder sei eingeladen, sich dem Aufruf auf der Webseite vaccinecommongood.org anzuschließen.

Neben dem aus Bangladesch stammenden Yunus tragen der Pressemitteilung des Yunus Centre zufolge mehr als 100 bekannte Persönlichkeiten den Aufruf mit, darunter 18 No­bel­­preisträger sowie 32 frühere Staats- und Regierungschefs.

Zu den Unterstützern zählen etwa Südafrikas EX-Erzbischof Desmond Tutu, Aktivistin Ma­lala, IOC-Präsident Thomas Bach, der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Mi­cha­el Gorbatschow und Tenor Andrea Bocelli.

Einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslösen kann, gibt es bislang nicht. Rund sechs Monate nach Beginn der Pandemie gibt es US-Wissen­schaftlern zufolge bereits mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen und knapp 500.000 Todesfälle. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. © dpa/aerzteblatt.de

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