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West-Nil-Virus breitet sich aus

Montag, 9. September 2019

West-Nil-Virus /dpa

Greifswald – Das vor allem für Vögel, aber auch für Menschen gefährliche West-Nil-Virus breitet sich weiter aus. In Deutschland sind nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems bei Greifswald in diesem Jahr bereits mehr Fälle bei Vögeln festge­stellt worden als im Sommer 2018.

Für die Zeitspanne von Anfang Juli bis Ende August habe es zwölf bestätigte Fälle bei Vögeln gegeben, so viele wie 2018 im ganzen Jahr, sagte eine Sprecherin. 2018 wurde das Virus erst Ende August erstmals nachgewiesen. Ein Bartkauz aus dem Zoo Halle/Saale starb an der West-Nil-Infektion. Für einige Vogelarten endet die Infektion meist tödlich. In Süd- und Osteuropa starben auch Menschen an dem Erreger.

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„In diesem Jahr sind im Vergleich zu 2018 weitere Vogelarten betroffen, neben den be­kanntermaßen empfänglichen Eulen wie Schnee-Eule und Waldkauz auch Blaumeisen, ein Pelikan, Sittich, Lori, Japanmöwen und andere“, sagte die Sprecherin.

Zumeist seien Tiere aus Zoos und Volieren erkrankt. Die Fälle konzentrieren sich in Sach­sen-Anhalt, Sachsen und Berlin-Brandenburg. Im Vorjahr wiesen auch Tiere in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern den Erreger auf. Außer bei Vögeln sind Erkrankungen bisher nur bei Menschen und Pferden bekannt. Im Vorjahr wurden zwei Pferde infiziert, in die­sem Jahr bislang ein Reitpony.

Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus Afrika. In Europa tritt es seit Anfang der 1960er-Jahre auf. Es vermehrt sich Wissenschaftlern zufolge in Stechmücken umso schneller, je wärmer die Umgebung ist. © dpa/aerzteblatt.de

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