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Medizin

Stressbedingte Störungen erhöhen Risiko für schwere Infektionen

Mittwoch, 27. November 2019

/hikdaigaku86, stock.adobe.com

Stockholm/Reykjavik/Chengdu – Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und andere belastungsbezogene Störungen erhöhen das Risiko für lebensbedrohliche Infektionen wie Meningitis und Sepsis. Das berichten Wissenschaftler aus Schweden, Island und China im British Medical Journal (BMJ, doi 10.1136/bmj.l5784).

Die Wissenschaftler verglichen anhand schwedischer Bevölkerungs- und Gesundheits­register die Infektionsraten von 144.919 Patienten, bei denen eine stressbedingte Erkrankung (PTBS, akute Stressreaktion, Anpassungsstörung und andere Stressreaktionen) diagnostiziert wurde, mit 184.612 nicht betroffenen Geschwistern dieser Patienten und weiteren 1.449.190 nicht betroffenen Individuen aus der allgemeinen Bevölkerung. Zu den Infektionen gehörten Sepsis, Endokarditis, Meningitis und andere Infektionen des zentralen Nervensystems.

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Das Durchschnittsalter bei der Diagnose einer stressbedingten Erkrankung betrug 37 Jahre. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich 8 Jahre lang beobachtet.

Während der Nachbeobachtung traten lebensbedrohliche Infektionen bei Patienten mit einer stressbedingten Erkrankung mit einer Rate von 2,9 pro 1.000 Personenjahren auf. Bei nicht-betroffenen Geschwistern lag diese Rate bei 1,7 und bei nicht betroffenen Personen aus der Allgemeinbevölkerung bei 1,3.

Nach der Kontrolle der Familiengeschichte und anderer körperlicher und psychiatrischer Erkrankungen bestand das höchste relative Risiko laut den Forschern für Meningitis (63% erhöhtes Risiko) und Endokarditis (57% erhöhtes Risiko) im Vergleich zu nicht betroffenen Geschwistern.

„Trotz eines relativ geringen absoluten Risikos für den Einzelnen erfordert die hohe Sterb­lichkeit an diesen Infektionen ein erhöhtes klinisches Bewusstsein bei den Angehö­rigen der Gesundheitsberufe“, folgern die Forscher. Sie weisen aber daraufhin, dass es sich bei ihrer Untersuchung um eine Beobachtungsstudie handelt, die per se keine Ursache klären kann. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Mittwoch, 27. November 2019, 18:41

Das Phänomen, dass Menschen, …

… die sich in einer Verbindung mit einer unterdrückerischen Person befinden, häufig krank sind, wurde auch von Scientology-Gründer L Ron Hubbard bemerkt. In Scientology gilt häufiges Kranksein als eines der Indizien, dass die betreffende Person in ihrem Leben mit einer übel wollenden Person zu tun hat.
LNS