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Ausland

Ausnahmezustand in nordchinesischer Provinz nach Coronafällen

Mittwoch, 13. Januar 2021

/picture alliance, MAXPPP

Peking – Nach dem Nachweis von rund zwei Dutzend neuen Coronainfektionen haben die Behörden in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang den Ausnahmezustand verhängt. Die 37,5 Millionen Ein­wohner der Provinz dürften die Region nur noch in Ausnahmefällen verlassen, teilten die Behörden heute mit.

Konferenzen und andere Versammlungen müssten abgesagt werden. In mehreren Regionen Chinas gel­ten derzeit wegen kleiner Coronainfektionsherde wieder Lockdownmaßnahmen. Zuletzt waren in der Provinz Hebei mehrere Millionenstädte abgeriegelt worden.

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Hintergrund der neuen Maßnahme ist die Entdeckung von 28 Coronainfektionen in der Regional­haupt­stadt Harbin, wo im Winter das traditionelle Eis- und Schneefest mit Millionen Besuchern stattfindet. Zwölf der positiv auf das Coronavirus Getesteten zeigten nach Behördenangaben keine Symptome.

Bereits vorgestern hatten die Behörden die nördlich von Harbin gelegene Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt Suihua abgeriegelt, nachdem dort insgesamt 46 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

45 der Menschen waren nach Behördenangaben symptomfrei. Heute teilten die Behörden mit, dass auch in der Umgebung von Suihua mehrere kleinere Städte abgeriegelt und Reisebeschrän­kungen verhängt worden seien.

In China war vor gut einem Jahr das neuartige Coronavirus weltweit erstmals registriert worden. Mit strikten Maßnahmen wie der Abriegelung ganzer Städte und Regionen sowie Massentests hatte das Land das Infektionsgeschehen bis zum Frühjahr unter Kontrolle gebracht.

Dass nun vereinzelt wieder Infek­tions­herde festgestellt werden, beunruhigt die Behörden auch, weil Mitte Februar das chinesische Neujahrsfest gefeiert wird. Aus diesem Anlass gehen üblicherweise Abermillionen Chinesen auf Reisen.

Den größten Infektionsherd in China gibt es derzeit in der nordostchinesischen Provinz Hebei, die die Hauptstadt Peking umgibt. Drei Millionenstädte in der Provinz wurden von den Behörden abgeriegelt. © afp/aerzteblatt.de

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