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Was gemeinsame Familienmahlzeiten für Kinder wichtig macht

Montag, 28. Oktober 2019

/fizkes, stock.adobe.com

Berlin/Mannheim – Gemeinsame Familienzeiten tragen bekanntlich dazu bei, dass Kinder sich gesünder ernähren. Warum dies so ist, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Mannheim jetzt herausgearbeitet. Sie haben dazu Studien zur Qualität von Familienmahlzeiten ausgewertet. Ihre Ergebnisse sollen Eltern und Erziehungsberechtigten als Leitfaden dienen, um die Ernährungsgesundheit von Kinder zu fördern. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Health Psychology erschienen (doi 10.1037/hea0000801).

Die Forscher werteten 50 Studien mit mehr als 29.000 Probanden aus, die sich mit dem Zusammenhang eines oder mehrerer Komponenten von Familienmahlzeiten und der Ernährungsgesundheit von Kindern beschäftigen. Als Indikatoren für die Ernäh­rungsgesundheit zogen sie den Body-Mass-Index (BMI) als indirektes Maß für Körperfett und Übergewicht sowie die Ernährungsqualität heran.

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Laut der Metaanalyse stehen sechs Komponenten von gemeinsamen Familienmahlzeiten in Zusammenhang mit einer besseren Ernährungsgesundheit von Kindern: Eine gute Atmos­phäre bei den Mahlzeiten zählt ebenso dazu wie gesunde Lebensmittel. Außerdem ernähren sich diejenigen Kinder gesünder, die bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit einbezogen werden oder deren Eltern durch ihr eigenes Ernährungsverhalten mit gutem Beispiel voran­gehen. Darüber hinaus sind die Dauer der Mahlzeit sowie das Ausschalten des Fernsehers weitere wichtige Komponenten.

Das Alter der Kinder – ob Kleinkind oder bereits Heranwachsender – sowie der soziale und ökonomische Hintergrund der Familie haben laut der Metaanalyse keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

„Familienmahlzeiten führen nicht per se zu einem besseren Essverhalten. Soziale, psycho­logische und Verhaltensaspekte spielen eine wichtige Rolle“, zieht die Erstautorin Mattea Dallacker vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ein Fazit.

Familienmahlzeiten spielen nach Ansicht der Wissenschaftler eine wichtige Rolle in der Adipositasprävention. „Um Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen zu bekämpfen, sind vielfältigste Maßnahmen notwendig. Familienmahlzeiten sind eine Möglichkeit. Sie bieten die Chance, auf kindliche Essgewohnheiten unmittelbar und frühzeitig einzuwirken“, sagte Jutta Mata, Professorin für Gesundheitspsychologie an der Universität Mannheim. © hil/aerzteblatt.de

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