NewsThemenMasernGiffey spricht sich für Einführung von Masern-Impfpflicht aus
Masern

Masern

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Giffey spricht sich für Einführung von Masern-Impfpflicht aus

Montag, 1. April 2019

/dpa

Berlin – Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) hat sich für eine Masern-Impf­pflicht ausgesprochen. Der Staat muss dann handeln, wenn das Risiko, in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen Mitmenschen zu gefährden, anders nicht in den Griff zu bekommen ist", erklärte Giffey am Wochenende. Einer Umfrage des Instituts Emnid für die Bild am Sonntag zufolge ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen für eine solche Verpflichtung.

Es gehe nicht nur um die Verantwortung jedes Einzelnen für sich und seine Kinder, son­dern auch um die Verantwortung für andere Menschen, fuhr Giffey fort. Eine Impfflicht einzuführen sei indes keine leichtfertige Entscheidung", sondern müsse das Ergebnis einer „sorgfältigen Abwägung" sein.

Anzeige

Unterstützung für die Einführung einer Masern-Impfpflicht kam zuletzt auch vom Präsi­denten der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery. Im Bundesgesundheits­minis­terium laufen derzeit Gespräche über verpflichtende Impfungen von Kindern gegen Ma­sern. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hält sie in Kitas und Schulen für sinnvoll.

In der Emnid-Umfrage sprachen sich 77 Prozent für eine Masern-Impfpflicht aus, 20 Prozent dagegen. In Ostdeutschland war die Zustimmung mit 90 sogar noch deutlich höher, in Westdeutschland waren es 74 Prozent. Befragt wurden am vergangenen Donnerstag 506 Menschen.

Über eine Impfpflicht wurde in Deutschland bereits wiederholt diskutiert, vor allem nach regionalen schweren Masernausbrüchen. Anlass der aktuellen Debatte ist eine verstärkte Häufung von Masernfällen unter anderem im Raum Hildesheim.

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hatte die Ablehnung von Impfungen kürzlich zu einer der zehn größten globalen Gesundheitsbedrohungen erklärt, weil vor allem die me­dizinisch mögliche Ausrottung der Masern durch die in den Industrieländern verbreitete Verweigerung von Impfungen verhindert werde. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 1. April 2019, 19:40

Aprilscherz?

Nun, Giffeys Aprilscherz .... ob sie ihn bald aufklären wird? So verfährt man ja mit Aprilscherzen. Fakt ist, dass die Masernfälle die letzten Jahre nicht gestiegen sind, also was soll das Ganze? Ok, man muß Tatkraft demonstrieren u. deshalb stoßen jetzt alle in das bereit liegende Horn: "IMPF IMPFT - UND ZWINGT DIE BEVÖLKERUNG!"
Und wo die Impfpflicht hinführt, kann man am Beispiel anderer europ. Länder hier nachlesen:
http://impf-info.de/die-impfungen/masern/234-masern-und-impfpflicht-italien,-frankreich-und-deutschland.html
Und da Skandinavien immer als angebliches Positivbeispiel hoch gehalten wird: "In Skandinavien konnte trotz weitgehender Elimination der Masern durch flächendeckende Impfung die Gesamtzahl der Defektheilungen nach Enzephalitis (s. EBM-Kriterien!) nicht gesenkt werden (Koskiniemi 1989), mehr noch, in einer methodisch sehr aussagekräftigen Untersuchung an fast 800000 Kindern kommen die Autoren zu dem Ergebnis: „Das Spektrum der Enzephalitis im Kindesalter hat sich durch die Impfprogramme verändert. Die Gesamthäufigkeit scheint jedoch in etwa gleich geblieben zu sein aufgrund der zunehmenden Häufigkeit anderer alter und neuer Erreger“ (Koskiniemi 1997)".

Der "Völkermord"-Unsinn von jpink ist allerdings noch schlimmer als Giffeys Aussagen, was soll das Thema im Zusammenhang mit dem Impfen? Bei der Verbindung von "deutschen Wesen" u. Thema Völkermord fällt mir zuerst Adolf Hitler u. seine Nazis ein.
LNS