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Krankenkassen geben mehr Geld für Impfungen aus

Donnerstag, 11. Juli 2019

/Astrid Gast, stockadobecom

Berlin – Die Menschen in Deutschland lassen sich offenbar immer häufiger gegen Infektions­krank­heiten impfen. Während 2018 die Ausgaben der Krankenkassen für Impfstoffe um 4,5 Prozent anstiegen (1,284 Milliarden Euro), waren es im ersten Quartal 2019 bereits 13,7 Prozent mehr als im Vergleichsquartal 2018, wie der Deutsche Apotheker­verband (DAV) heute in Berlin mitteilte.

Im Mai 2019 betrug der Anstieg demnach 38,4 Prozent (137 Millionen Euro) gegen­über dem Vorjahresmonat (bei zwei zusätzlichen Arbeitstagen). Der DAV hat die Nut­zung nach eigenen Angaben anhand von aktuellen Zahlen des Deutschen Arzneiprü­fungs­instituts (DAPI) berechnet.

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Grund für den Ausgabenanstieg ist danach vor allem der vermehrte Einsatz von Im­pfungen gegen Humane Papillomaviren (HPV, Schutz vor Gebärmutterhalskrebs), Varicella Zoster (Gürtelrose) und FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis). So ist die früher nur für Mädchen empfohlene HPV-Impfung nun auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren ein Bestandteil des Leistungskatalogs der Krankenkassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zugleich die Impfung gegen Gürtelrose für alle Personen ab 60 Jahren angeraten. Der Anstieg der FSME-Impfungen könnte nach Angaben des DAV auf die verstärkte öffentliche Wahrnehmung von Zeckenpopu­lationen und Erkrankungszahlen im abgelaufenen Jahr 2018 zurückzuführen sein. © kna/aerzteblatt.de

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