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Nicht alle Medien verschlechtern schulische Leistungen von Kindern

Dienstag, 24. September 2019

Junges Mädchen sitzt vor dem Fernseher. /Myst, stockadobecom
/Myst, stockadobecom

Castellon – Wenn Kinder und Jugendliche mehrere Stunden auf ihr Smartphone starren oder auf den Fernseher, könnte dies ihre akademische Leistung unterschiedlich beein­trächtigen. Das zeigt eine Metaanalyse von 30 Studien mit mehr als 106.000 Teilnehmern im Alter zwischen 4 und 18 Jahren in Jama Pediatrics (2019; doi: 10.1001/jamapediatrics.2019.3176).

Die Forscher hatten die Zeit oder Häufigkeit untersucht, die die Teilnehmer für Computer, Internet, Mobiltelefon, Fernseher und Videospiele nutzen. Die Bildschirmzeit wurde dann mit der akademischen Leistung abgeglichen – basierend auf Sprache, Mathematik und einem durchschnittlichen Leistungswert verschiedener Fähigkeiten.

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Die Zeit, die Kinder insgesamt mit Bildschirmaktivitäten verbracht haben, beeinflusste nicht ihre Leistung (Effektstärke = -0,29; 95-%-Konfidenzintervall -0,65- -0,08). Frühere Studien waren zu einem anderen Ergebnis gekommen (Plos One 2014,Acta Pædiatrica 2018). Eine negative Korrelation konnte in der aktuellen Metaanalyse jedoch speziell mit steigenden Bildschirmzeiten beim Fernsehen und Spielen von Videospielen beobachtet werden.

Eine Subgruppenanalyse der teilnehmenden Kinder bis zu 12 Jahren und Jugend­lichen zwischen 12 und 18 Jahren konnte einen stärkeren Zusammenhang mit der akademi­schen Leistung bei der älteren Teilnehmergruppe beobachten.

Einen kausalen Zusammenhang kann die Studie jedoch nicht ableiten. Die Autoren em­pfehlen, dass in Zukunft der Kontext der Bildschirmnutzung ebenfalls analysiert werden sollte. Zu welchem Zweck das jeweilige Medium genutzt wird, beeinflusst wahrscheinlich auch die Auswirkung. © gie/aerzteblatt.de

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