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‚Digitaler Zwilling‘ aus Daten soll Versorgung von Multipler Sklerose verbessern

Montag, 17. Mai 2021

/ralwel, stock.adobe.com

Dresden – Die Basis für einen ‚Digitalen MS-Zwilling‘ will das Multiple Sklerose Zentrum (MSZ) an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden schaffen. Aufbauend auf zahl­reichen, vor allem in der Diagnostik erfolgreich integrierten digitalen Instrumenten soll so der Weg zum „MS-Management 2.0“ beschritten werden.

„Mit dem ‚Digitalen MS-Zwilling‘ zünden wir für unsere Patientinnen und Patienten die nächste Stufe un­seres Digital Health-Konzepts“, erläuterte Tjalf Ziemssen, Gründer und Leiter des MS-Zentrums an der Klinik für Neurologie.

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Man verfüge seit gut 20 Jahren über ein kontinuierlich ausgebautes MS-spezifisches Patientendokumen­ta­­tionssystem sowie zahlreiche digitale Anwendungen im Versorgungsalltag, die erprobt und routine­mäßig eingesetzt werden.

Mit der Zustimmung der Patienten habe man in den vergangenen 20 Jahren einen enormen Datenschatz aufgebaut, der weiterhin stark wachse, beschreibt Ziemssen die Ausgangslage für das neu gestar­tete Projekt des ‚Digitalen MS-Zwillings‘.

In der Medizin wird der ‚Digitale Zwilling‘ als virtueller Spiegel beziehungsweise als digitales Abbild von erkrankten Menschen bezeichnet. Das Konzept soll es den Behandlern künftig ermöglichen, persönliche Krankengeschichten und den individuellen Gesundheitszustand zu simulieren.

Zum Einsatz kommt – neben medizinischem Wissen und datengesteuerten Berechnungsverfahren – un­ter anderem Künstliche Intelligenz. Das Konzept des ‚Digitalen Zwillings‘ beinhaltet eine computerge­stützte Simulation und Modellierung, die unter anderem die Vorhersage von Krankheitsverläufen und Behandlungserfolgen sowie ein individuelles Krankheitsmanagement ermöglichen soll.

So könnte sich beispielsweise die individuelle Medikamentenverträglichkeit für die Behandelten vorab und ohne Risiko testen lassen. Erwartbare Effekte seien das bessere Vorbeugen des Fortschreitens der Krankheit sowie eine Kostenreduktion in der Krankenversorgung, so Ziemssen. © aha/aerzteblatt.de

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