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Bayern richtet spezifische Transitionsstationen in der Psychiatrie ein

Mittwoch, 27. November 2019

/dpa

München – Bayern wird die psychiatrische und psychosomatische stationäre medizini­sche Versorgung ausbauen. Entsprechende Beschlüsse des bayerischen Krankenhauspla­nungs­ausschusses hat die Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes, Melanie Huml (CSU), heute in München mitgeteilt.

„Um den Übergang von der kinder- und jugendpsychiatrischen in die erwachsenen­psy­chia­trische Versorgung im Freistaat bestmöglich zu gestalten, hat der Krankenhaus­pla­nungs­ausschuss neue Grundsätze für die Errichtung spezifischer Transitionsstationen festgelegt.

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Dabei handelt es sich um spezielle Angebote für Heranwachsende, die aufgrund von Ent­wicklungsverzögerungen einen höheren Betreuungs- und Therapiebedarf haben“, sagte die Ministerin heute in München. Das neue Angebot sei besonders für Jugendliche wich­tig, denen der Wechsel zum Erwachsenenpsychiater schwer falle, zum Beispiel wegen Rei­feverzögerungen. „Unser Ziel ist es, diese Schnittstellenproblematik mit solchen Tran­sitionsstationen zu beheben“, sagte Huml.

Bayern hat die neuen Planungsgrundsätze zur Transitionspsychiatrie laut Huml auf der Grundlage von Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychia­trie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) und der Deutschen Gesellschaft für Psy­chiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) entwickelt.

Transitionspsychiatrie-Einheiten werden danach krankenhausplanerisch der Kinder- und Jugendpsychiatrie zugeordnet und richten sich grundsätzlich an Patienten zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr mit entsprechender Reifeverzögerung. Eine erste Transitionssta­tion soll am Klinikum Ingolstadt mit 20 Betten entstehen.

Darüber hinaus soll auch die psychiatrische und psychosomatische Versorgung in Bayern ausgebaut werden. Dies betrifft unter anderem die Standorte Aichach, Nürnberg, Rehau und Dießen. © hil/aerzteblatt.de

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