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Medizin

SARS-CoV-2: Viruskonzentration im Rachen bei Klinikaufnahme am höchsten

Dienstag, 24. März 2020

/ST22Studio, stock.adobe.com

Hongkong − Patienten, die wegen COVID-19 in einer Klinik behandelt werden, haben zu Beginn der Erkrankung die höchste Viruskonzentration in Rachensekreten. Schwer erkrankte Patienten können laut einer Studie in Lancet Infectious Diseases (2020; DOI: 10.1016/S1473-3099(20)30196-1) länger als 20 Tage infektiös bleiben, obwohl es nach etwa 10 Tagen zur Bildung von Antikörpern kommt, die später eine erneute Infektion verhindern dürften.

Infektiologen des Princess Margaret Hospital und des Queen Mary Hospital in Hongkong haben bei 23 Patienten im Verlauf der Behandlung regelmäßig die Viruskonzentrationen in den Rachensekreten untersucht. Um das Personal zu schützen, wurden keine Abstriche durchgeführt.

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Die Patienten wurden gebeten, morgens eine Speichelprobe abzugeben, die sie nach einem Räuspern in eine Schale gespuckt hatten. Insgesamt wurden 173 Proben untersucht, so dass sich der Verlauf der aktiven Infektion gut verfolgen ließ. Wie das Team um Kwok-Yung Yuen berichtet, war die Viruskonzentration bei der Aufnahme in der Klinik am höchsten. Sie ging während des Aufenthalts in der Klinik kontinuierlich zurück.

Von den 21 Patienten, die COVID-19 überlebten, hatten 7, also jeder 3., auch 20 Tage nach Beginn der Behandlung noch Viren in den Speichelproben. Dabei gab es keine signifikante Assoziation zwischen der Schwere der Erkrankung und der Dauer der Virusausscheidung.

Die hohe Viruslast in der frühen Krankheitsphase deutet darauf hin, dass die Patienten in diesem Zeitraum am infektiösesten sind. Dies könnte mit für die hohe Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 verantwortlich sein. Das SARS-CoV-2 könnte deshalb auch anfällig für das Auftreten einer antiviralen Resistenz sein, meint Yuen.

Die Viruslast stieg mit dem Alter der Patienten an. Dies könnte die häufig schweren Verläufe bei älteren Patienten erklären. Ein anderer Grund dürfte eine verminderte Reaktion des Immunsystems sein. Die Antikörperbildung setzte um den 10. Tag der Klinikbehandlung ein. Es kam dann zu einem raschen Anstieg der IgG- und IgM-Antikörper, die gegen die Rezeptor-Bindungsstelle auf dem S-Protein oder gegen das Nukleoprotein gerichtet waren, den beiden Bestandteilen der Virushülle.

Bereits am Tag 14 fielen die Antikörpertests bei den meisten Patienten positiv aus. Die Titer deuten laut Yuen auf eine ausreichende Neutralisierung der Viren hin. Die Patienten dürften deshalb – wenigstens vorübergehend – vor neuen Infektionen geschützt sein. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Freitag, 27. März 2020, 00:02

"Könnte auch "JHP-ÖL" ein wenig präventiv wirken?"

Ich bin "kein Mediziner" und kann daher auch "keine Ratschlage"
oder "Empfehlungen" geben. Allerdings besitzt ich "Erfahrungen"
mit meiner "schwer lungenkranken Lebensgefährtin", die an "COPD
(Stadium IV)" erkrankt und daher "höchst infektionsanfällig" war.
Folglich hatten wir jeden "Winter ein Krise" und sie wurde wochen-
lang stationär behandelt. Dabei wäre sei zweimal fast verstorben.

Als ihre "Pflegeperson" war ich zu Hause auch ihr "täglicher Kontakt
zur Außenwelt" und daher stand bei mir der "Schutz vor Infektionen"
obenan, Da ich mein "Immunsystem stabilisiert" hatte, war ich selbst
auch "resistent", Es gab nur eine "Schwachstelle" und das waren meine
"Rachenmandeln", die sich häufig entzündet hatten.

Dagegen hatte ich jedoch seit Jahren ein probates Mittel; "JHP-ÖL"
Mehrmals am Tag "1 Tropfen des Pfefferminzöls" in den Mund und
mit Speichel vermengen und dann langsam schlucken", Das half bei
mir immer.

Also führte ich das "JHP-ÖL" ständig bei mir und nahm auch rein
prophylaktisch einen "Tropen in den Mund", wenn ich im Herbst
und Winter unter viele Menschen musste.. Gleiche tat auch meine
kranke Lebensgefährtin.

Als "75-jähriger Typ-2-Diabetiker" gehöre ich statistisch gesehen
zu dem aktuellen"SARS-COVI-2-Risikogruppen", doch Dank des von
mir und meinem Hausarzt entwickelten "Selbstmanagements meines
Diabetes Typ 2", spritze ich nicht nur "kein Insulin", sondern habe auch mein "Immunsystem" stabilisiert, indem ich u.a, so "wenig wie mög-lich Medikamente" einnehme. Und das "JHP-ÖL" ist "kein Medikament".

H, Jürgen Barth
Rodalben
Avatar #822151
vitaMineS
am Mittwoch, 25. März 2020, 15:48

Rachen-Desinfektion

Stimme Neumannb vollkommen zu. Rachenspülungen mit 75% Ethanol, ggf. ein geringen Anteil H3PO4 um dan Effekt zu verbessern, würden ausreichen. Ist es einmal in der Lunge angekommen, könnte man auch ein vergleichbares Aerosol inhalieren um die "viral load" zu erniedrigen und die Überlebensrate zu verbessern.
Avatar #112788
neumannb
am Mittwoch, 25. März 2020, 08:42

SARS-CoV-2: Viruskonzentration im Rachen bei Klinikaufnahme am höchsten

Bei SARS-CoV-2 Patienten sollte früh durch die üblichen HNO-Behandlungstechniken wie Spülen und Inhalieren mit antiviralen Lösungen die virale Belastung vermindert werden und sich di Immunisierung des Patientenunter quasi normalen Bedingungen effektiv vollziehen. Das sollte in den allermeisten Fällen jeder HNO-Arzt in seiner Praxis ohne Zusatzlösungen und nach Anleitung der Patienten diese auch selbst zu Hause durchführen - und das weltweit ohne wie jetzt mit über 1000 Toten weltweit pro Tag.
LNS
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