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Neurologische Erkrankungen: Leitlinie zu exekutiven Dysfunktionen aktualisiert

Dtsch Arztebl 2020; 117(8): A-402 / B-350 / C-338

Hillienhof, Arne

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Exekutive Dysfunktionen können die Folge unter anderem von diffusen Hirnschädigungen sein. Foto: Siarhei/stock.adobe.com
Exekutive Dysfunktionen können die Folge unter anderem von diffusen Hirnschädigungen sein. Foto: Siarhei/stock.adobe.com

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat ihre S2e-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von exekutiven Dysfunktionen bei neurologischen Erkrankungen“ vollständig überarbeitet. Prof. Dr. rer. nat. Sandra Verena Müller (Wolfenbüttel) und Dr. rer. nat. Tilmann Klein (Magdeburg) haben die Arbeit an der Leitlinie koordiniert.

Die Exekutivfunktionen sind geistige Fähigkeiten, die für die Kontrolle des Verhaltens und zum Erreichen von definierten Zielen erforderlich sind. „Exekutive Dysfunktionen sind bei verschiedenen Krankheiten beschrieben worden, die im Allgemeinen auf strukturelle oder funktionelle Pathomechanismen des Frontalkortex – aber auch des Parietal- und Temporalkortex, der Basalganglien, des Thalamus, des Cerebellums sowie der Konnektivitäten der Hirnareale untereinander zurückgeführt werden können“, heißt es in der Leitlinie. Exekutive Dysfunktionen ließen sich jedoch auch nach diffusen Hirnschädigungen beobachten, beispielsweise im Rahmen eines Schädel-Hirn-Traumas.

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Symptome des dysexekutiven Syndroms seien Störungen des Arbeitsgedächtnisses und Monitorings, der kognitiven Flexibilität und Flüssigkeit und des planerischen und problemlösenden Denkens. Häufig gingen Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensauffälligkeiten damit einher.

Bei der Auswertung der aktuellen Studienlage standen Studien zur Impulskontrolle und Selbstregulation und Studien, die Virtual Reality oder Serious Games benutzten, im Vordergrund. Außerdem untersuchten mehrere pharmakologische Studien die Wirkung unterschiedlicher Substanzen. Intensiv untersucht wurden Effekte von Arbeitsgedächtnis-Trainingsverfahren, Problemlöseverfahren und Ziel-Management-Trainingsverfahren. Interessante potenzielle Weiterentwicklungen ergeben sich laut Leitlinie aus der Kombination neurowissenschaftlicher mit klassischen neuropsychologischen Vorgehensweisen sowie aus der fortschreitenden technischen Weiterentwicklung – zum Beispiel im Sinne der virtuellen Realität. hil

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