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Diagnostik: Fachgesellschaft stellt neue Leitlinie zum geriatrischen Assessment vor

Dtsch Arztebl 2019; 116(41): A-1857

Hillienhof, Arne

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Das geriatrische Assessment dient der Erfassung medizinischer, funktioneller und psychosozialer Ressourcen und Probleme. Foto: Alexander Raths/stock.adobe.com
Das geriatrische Assessment dient der Erfassung medizinischer, funktioneller und psychosozialer Ressourcen und Probleme. Foto: Alexander Raths/stock.adobe.com

Eine neue Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ hat eine Expertengruppe der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) erarbeitet. Die Leitlinie sei aufgrund verschiedener Neuerungen notwendig, wie Dr. med. Sonja Krupp, wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck Geriatriezentrum, betonte.

So seien nach Einführung des Barthel-Index zum systematischen Erfassen der Selbstständigkeit und Pflegebedürftigkeit, dem Timed-Up-and-Go-Test, der Mini-Mental-State-Examination und der Geriatrischen Depressionsskala diverse weitere Instrumente verfügbar geworden, sagte sie. Zugleich bestünde bei vielen Geriatern Unklarheit darüber, bei welchen Patienten diese neueren Verfahren den früheren Klassikern überlegen seien.

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Das in der Leitlinie umrissene Assessment der Stufe 2 – auch „geriatrisches Basisassessment“ genannt – enthalte fast alle von klinisch tätigen Geriatern eingesetzten Assessment-Instrumente und bilde unter Einbezug der Anamneseerhebung, der körperlichen Untersuchung und sonstiger Beobachtungen die Basis der Therapieplanung und -kontrolle.

Krupp weist darauf hin, dass dies auch abrechnungstechnisch hoch relevant ist: „In Deutschland wird zur Abrechnung medizinischer Leistungen ein Operationen- und Prozedurenschlüssel herangezogen. Das korrekte Durchführen des Assessments der Stufe 2 ist demgemäß eine der obligaten Voraussetzungen zur Codierung der geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung“, betonte sie und warnte, dass ohne den daraus folgenden Erlös das Vorhalten des im Team eng zusammenarbeitenden hoch spezialisierten Personals unterschiedlicher Professionen nicht finanzierbar wäre. hil

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