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Ärzteschaft

Hausärzte wünschen sich mehr Unterstützung bei Nachfolgersuche

Dienstag, 16. Januar 2018

/dpa

Würzburg/München – Mehr als ein Drittel der 122 Hausärzte, die an einer Umfrage im Raum Würzburg teilgenommen haben, wollen ihre Praxen in den nächsten fünf Jahren abgeben. Für rund die Hälfte von ihnen ist noch keinen Nachfolger in Sicht.

Das ergab eine Befragung der „Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würz­burg“ zusammen mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV), der KV Bayerns und dem Ärztlichen Kreisverband Würzburg. Von den 290 angeschriebenen Hausärzten beteiligten sich 122, dies entspricht einer Rücklaufquote von 42,1 Prozent.

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Ärzte wollen mehr Hilfe

Die Umfrage zeigte auch, dass fast zwei Drittel (61,1 Prozent) der Befragten, die ihre Praxen abgeben wollen, zudem Unterstützungsbedarf bei der Nachfolgeregelung anregen. Dieser soll vor allem von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns, dem Ärztlichen Kreisverband Würzburg und Umgebung, aber auch von den Bürgermeistern kommen.

„Wir warnen seit Jahren vor Lücken in der hausärztlichen Versorgung. Leider wurde das Problem des ausbleibenden Nachwuchses im hausärztlichen Bereich lange ignoriert – von der Politik, den Krankenkassen und auch den Hochschulen“, sagte Dieter Geis, Vorsitzender des BHÄV. Das habe sich inzwi­schen geändert, wie Förderprogramme der KV und des Freistaats oder auch das Engagement der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würzburg für die haus­ärztliche Versorgung zeigten.

Geis betonte, auch die Einrichtung des neuen Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Universität Würzburg und der vor Kurzem gegründete Weiterbildungsverbund Würzburg seien wichtige Schritte, um mehr Nachwuchsmediziner für die hausärztliche Versorgung in der Region zu gewinnen.

Laut Umfrage ist die Verbundenheit mit der Region ein wichtiges Kriterium für die Standortwahl der Ärzte. Annähernd zwei Drittel der Hausärzte sind in der Stadt oder dem Landkreis Würzburg tätig, weil dies ihre Heimatregion ist, sie die Praxis der Eltern übernommen oder in Würzburg studiert haben oder sie vorher schon beruflich in der Region tätig waren.

„Wenn das allgemeinmedizinische Angebot an der Universität Würzburg jetzt durch die beiden neuen Lehrstuhlinhaberinnen Anne Simmenroth und Ildikó Gágyor ausgebaut wird und auch die Weiterbildung Allgemeinmedizin in der Region durch Weiterbildungsverbünde erleichtert wird, entscheiden sich künftig vielleicht mehr Medizinabsolventen dafür, in Würzburg und Umgebung eine Hausarzt­praxis zu übernehmen“, hofft der Bezirksvorsitzende Unterfranken des BHÄV, Christian Pfeiffer. © hil/aerzteblatt.de

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