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Interview: Einer raus, einer rein

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2013: 20

Hillienhof, Arne

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Damit der Forschungsaustausch der bvmd funktionieren kann, sind Arbeitsgruppen nötig, die ausländische Studierende im Gegenzug aufnehmen.

Frau Gebhardt, Sie sind in der bvmd zuständig für die Incomings im Forschungsaustausch. Erzählen Sie doch mal, wie das abläuft. Und was sind Incomings?

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Christine Gebhardt, 6. Semester in Freiburg, ist bei der bvmd zuständig für die Incomings im Forschungsaustausch. Foto: privat
Christine Gebhardt, 6. Semester in Freiburg, ist bei der bvmd zu­ständig für die In­comings im For­schungs­aus­tausch. Foto: privat

Gebhardt: Der Forschungsaustausch der bvmd läuft bilateral: Das bedeutet, dass in der Regel für jeden deutschen Studierenden, der ins Ausland geht, auch einer des jeweiligen Landes nach Deutschland kommt. Das sind die „Incomings“. Die Organisation vor Ort, also die Absprache mit Wissenschaftlern, und die Organisation einer Unterkunft übernehmen Studenten, die sich bei der bvmd beziehungsweise der Organisation des jeweiligen Landes ehrenamtlich engagieren.

Warum läuft das so?

Gebhardt: Auf diese Weise kostet der Aufenthalt für die Austauschler in der Regel nichts oder nur sehr wenig. . .

Und die Projekte…

Gebhardt:. . . dauern mindestens einen Monat, der Austausch ist mit vielen Ländern weltweit möglich. Die Studierenden arbeiten dann in einem Labor oder im Rahmen einer klinischen Studie. Übrigens können auch Studierende der Vorklinik daran teilnehmen.

Und nun suchen Sie neue wissenschaftliche Arbeitsgruppen in Deutschland, die sich am Austausch beteiligen?

Gebhardt: Richtig, je mehr Arbeitsgruppen hier bei uns Incomings aus dem Ausland für ein Forschungspraktikum aufnehmen, umso mehr Medizinstudierende können auch für einen Forschungsaufenthalt raus.

Welche Arbeitsgruppen beteiligen sich denn bereits? Und wie viele?

Gebhardt: Im Augenblick bieten 38 Arbeitsgruppen aus Deutschland Forschungsaufenthalte für Incomings. Wir haben da eine Database. . .

Eine Database?

Gebhardt: Ja, eine Datenbank der weltweit zur Verfügung stehenden Arbeitsgruppen und Projekte. Die kann sich jeder ansehen und sich auf Projekte bewerben. Sie ist auf der bvmd-Website unter Austausch/Forschungsaustausch/Bewerbung/Länder- und Projektwahl zu finden.

Zu den neuen Arbeitsgruppen, die Sie in Deutschland suchen: Welche Voraussetzungen müssen die erfüllen?

Gebhardt: Das können Gruppen für klinische Studien oder reine Laborarbeiten sein. Voraussetzung ist, dass sie bereit sind, Studierenden aus dem Ausland einen Praktikumsplatz anzubieten. Wir als bvmd suchen jetzt vor allem Studierende, die bereit sind, Arbeitsgruppenleiter anzusprechen und die außerdem bereit sind, Studierende aus dem Ausland bei uns zu betreuen. Also eine Unterkunft zu besorgen und dergleichen. Das macht übrigens Spaß und ist interessant.

Sie haben auch einen Preis ausgeschrieben. . .

Gebhardt: Auf der bmvd-Sommer-Mitgliederversammlung soll diejenige Lokalvertretung einen Preis bekommen, die die meisten Projekte anwirbt. Im Juni.

Wenn Studierende jetzt eine Arbeitsgruppe kennen und nachfragen wollen – gibt es Material, das über den Forschungsaustausch informiert und das sie den Wissenschaftlern zur Info geben können?

Gebhardt: Unbedingt! Auf der bvmd-Website unter Austausch/Forschungsaustausch und dann Downloads, gibt es Infos. Ansonsten kann mich jeder per Mail fragen: nore.incoming@googlemail.com, ich schicke gern Infomaterial auch für deutsche Arbeitsgruppen. Das Gespräch führte Dr. med. Arne Hillienhof.

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