Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2013: 3

Hibbeler, Birgit

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In welchem Fach will ich einmal arbeiten? Wo sehe ich mich eher – in der Klinik oder in der eigenen Praxis? Was für ein Typ Arzt werde ich sein – einfühlsam oder eher sachlich? Was ist überhaupt ein guter Arzt? All das sind Fragen, die sich jeder Mediziner einmal stellt. Und es sind Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Auf der Suche nach dem eigenen Weg und dem eigenen Stil sind Vorbilder entscheidend. „So will ich das auch mal machen“, denkt man vielleicht, wenn es ein Arzt schafft, trotz Zeitdruck eine vernünftige Visite zu machen und sich die Patienten bei ihm gut aufgehoben fühlen. Wenn man als Student sieht, wie versiert ein erfahrener Internist mit dem Ultraschallgerät umgehen kann. Oder wenn ein Hausarzt seinem Patienten verständlich erklärt, warum es keinen Sinn hat, bei einer Bronchitis sofort ein Antibiotikum zu verordnen – und dieser dann zufrieden nach Hause geht, obwohl der nur die Anordnung bekommen hat „viel trinken und abwarten“.

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Auf Vorbilder kann man zufällig treffen. Manchmal reicht es schon, wenn Ärztinnen und Ärzte von ihrem Fach begeistert sind und das ausstrahlen, wie in unserer Reportage „Ein Hauch Magie“ zum Thema Augenheilkunde (Seite 16).

Orientierung geben auch Mentorenprogramme – nicht zufällig, sondern gezielt. Sie sollen Studierenden etwa die Arbeit von niedergelassenen Ärzten nahebringen. Denn im Studium hat man eher Kontakt zum Bereich Krankenhaus. Solch ein Projekt hat zum Beispiel die Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen gestartet (Seite 12).

Manche Menschen haben so herausragende Biografien, dass ihr Verhalten mehr als vorbildlich ist. Dazu zählt sicher Hans Scholl – Widerstandskämper und im übrigen auch Medizinstudent. Mit der „Weißen Rose“ hat er Geschichte geschrieben, zu lesen im Beitrag „Auf der Suche nach etwas Großem“ (Seite 22). Vor 70 Jahren wurde Scholl von den Nazis hingerichtet. Er wurde nur 24 Jahre alt.

Dr. med. Birgit Hibbeler

Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

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