Studium: Die Frage

Wie sind Sie zu Ihrem Fachgebiet gekommen?

Medizin studieren, 3/2014: 6

Dr. med. Naide Findeisen, Neurologin. Foto: privat
Dr. med. Naide Findeisen, Neurologin. Foto: privat

Auf den ersten Blick

Schon in der Vorklinik habe ich gern auf einer neurologischen Station gearbeitet, auch im Nacht- und Wochenend-Dienst. Nach dem Studium habe ich mich dann für die WeiterbildungNeurologie entschieden. Und ich kann sagen: Das war für mich die richtige Entscheidung!

Dr. med. Dagmar Schneider, Allgemeinmedizinerin. Foto: privat
Dr. med. Dagmar Schneider, Allgemeinmedizinerin. Foto: privat
Anzeige

Genau mein Platz

Während meines Studiums konnte ich mich für jedes Fach begeistern und mich damit identifizieren. Ich absolvierte Weiterbildungsabschnitte in der Inneren, der Chirurgie, der Psychosomatik und der Orthopädie. Dann wurde die Vertretung in der Hausarztpraxis an mich herangetragen, weil man meinte, ich sei mit meiner breiten Weiterbildung ideal dafür. Von da an war für mich alles klar. Ich wusste: Da ist mein Platz! Im Nachhinein denke ich, es war in den verschiedenen Abschnitten nicht (nur) die Begeisterung für das spezielle Fachgebiet, sondern immer die Begeisterung für die Menschen, die mich getrieben hat – und da ist für mich die Allgemeinmedizin die logische Folge.

Prof. Dr. med. Edgar Schömig, Pharmakologe. Foto: privat
Prof. Dr. med. Edgar Schömig, Pharmakologe. Foto: privat

Solides Fundament

Eigentlich wollte ich Internist werden. Um vor einer internistischen Facharztausbildung ein solides wissenschaftlich-theoretisches Fundament zu legen, bin ich zunächst in die Pharmakologie gegangen. Dort bin ich schlicht hängengeblieben. Meine wissenschaftlichen Projekte waren spannend und die Arzneitherapie spielt in jedem medizinischen Fach eine große Rolle – selbst in der Chirurgie. Der fachlich breite Blick des Pharmakologen hilft mir auch heute noch in meiner Funktion als Ärztlicher Direktor.

Dr. med. Stefan Wirth, Radiologe. Foto: privat
Dr. med. Stefan Wirth, Radiologe. Foto: privat

Umweg Informatik

Früher hatte ich Sorge, ob ich in die Medizin und zu Medizinern passe. Ich komme auch nicht aus einer Arztfamilie. Also studierte ich zunächst Informatik, wechselte dann aber doch zur Medizin. Nach dem Physikum habe ich mein Informatikstudium wieder aufgenommen, weil mir klar wurde, dass es viele Berührungspunkte zwischen Technik und Medizin gibt. Das hat mich dann auch zur Radiologie geführt. Mein Rat: Man sollte sich nicht aufgrund von Vorurteilen und Konventionen von etwas abbringen lassen. Mit den Jahren habe ich sogar die Erfahrung gemacht, dass es gerade gut ist, wenn „Querdenker“ ins medizinische System kommen und neue Ideen einbringen.

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Zum Artikel

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort