Studium: Die Frage

2015: Was hat Sie am meisten gefreut, was geärgert?

Medizin studieren, 4/2015: 6

Neue Optionen!

Foto: privat
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Prof. Dr. med. Klaus
Cichutek,

Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

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Die ersten Wirksamkeitshinweise bei klinischen Studien eines der Ebola-Kandidatenimpfstoffe in West-Afrika haben mich sehr gefreut. Das Paul-Ehrlich-Institut konnte durch wissenschaftliche Beratung auf höchster Ebene der WHO sowie der europäischen, nationalen und globalen Ebenen dazu beitragen.

Gleichzeitig bedauere ich, dass in der öffentlichen Diskussion über den Nutzen von Arzneimitteln oft vergessen wird, dass viele innovative und wirksame Medikamente erforscht und von uns zugelassen werden, die neue Therapieoptionen eröffnen und dringend gebraucht werden.

Mehr digital!

Foto: privat
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Eileen Gülke,
Medizinstudentin im PJ, Hannover

Was mich besonders gefreut hat? Nach dem 2. Staatsexamen habe ich in der Türkei Windsurfen gelernt. Bei 16 Grad Wassertemperatur war ich die einzige Schülerin. Aber als ich am Ende den Wind im Segel spürte, war der Lernstress vergessen.

Und was mich besonders geärgert hat? Es ist Zeit für ein voll digitalisiertes Krankenhaus-IT-System! Die tägliche Suche nach Akten und das Entziffern von handgeschriebenen Konsilen ist nicht mehr zeitgemäß, kostet viel Geld und ist fehleranfällig.

Kein Ärger mehr!

Foto: KBV/Kathleen Friedrich
Foto: KBV/Kathleen Friedrich

Dr. med. Günther Jonitz,
Präsident der Ärzte-
kammer Berlin

Mich hat gefreut, dass auch 2015 der Bedarf an jungen Ärztinnen und Ärzten weiter gewachsen ist. Das eröffnet den jungen Kolleginnen und Kollegen viele Auswahlmöglichkeiten. Dabei hoffe ich sehr, dass sie von den Freiheiten auch Gebrauch machen und ihre Wünsche klar äußern.

Geärgert hat mich 2015 eigentlich nichts. Denn ich habe beschlossen, mich nicht mehr ärgern zu lassen! Enttäuscht bin ich jedoch, dass auch der derzeitige Bundesgesundheitsminister offensichtlich nicht erkannt hat, dass wir ein Gesundheitssystem brauchen, das weniger auf Kontrolle und Misstrauen basiert, sondern auf Vertrauen und Verantwortung.

Bald Facharzt!

Foto: privat
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Dr. med. Carola Wieker,
Sprecherin des Jungen Forums der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, Heidelberg

Meine größte Freude war es, vor einigen Wochen zu hören, dass ich noch im Dezember 2015 zur Facharztprüfung zugelassen bin. Ich habe während meiner Weiterbildung zur Gefäßchirurgin mehr als sechs Jahre auf diesen Moment hingearbeitet. Es freut mich sehr, dass es jetzt so weit ist!

Erschüttert und fassungslos bin ich jedoch am Ende des Jahres, dass die Terroranschläge kein Ende finden. Während wir tagsüber versuchen, Menschenleben zu retten, müssen wir abends in den Medien sehen, dass viele unschuldige, junge Menschen ums Leben kommen. Dies ist in meinen Augen unerträglich!“

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