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Bei einem 32-jährigen Mann fällt im Rahmen einer Einstellungsuntersuchung ein erhöhter Kalziumspiegel im Serum auf. Im Rahmen der weiteren Abklärung findet sich auch eine deutliche Erhöhung des Parathormons.

Im Ultraschall des Halses stellt sich links ein 2,5 cm großer Knoten unmittelbar dorsal und kaudal der Schilddrüse dar.

Außerdem werden bei ihm Nierensteine entdeckt.

Der zervikale Knoten wird chirurgisch entfernt und zur Schnellschnittuntersuchung in die Pathologie gesandt.

Knotige rehbraune Schnittfläche des Knotens
Knotige rehbraune Schnittfläche des Knotens
Histologischer Befund: proliferierte Hauptzellen und randliche Reste der Nebenschilddrüse
Histologischer Befund: proliferierte Hauptzellen und randliche Reste der Nebenschilddrüse

Auflösung

Der Patient hat einen primären Hyperparathyreoidismus (pHPT).

Das Adenom (gutartiger Tumor) der Nebenschilddrüse führt über eine verstärkte Parathormonausschüttung zur Hyperkalziämie. Diese ist Ursache der Nierensteine.

Hintergrund

Die meisten Patienten bei uns sind asymptomatisch oder haben Nierensteine. Fortgeschrittene Fälle mit der klassischen Trias („Stein-, Bein- und Magenpein“) sind sehr selten.

PD Dr. med. Helene Geddert, St. Vincentius-Kliniken, Karlsruhe

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