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am Donnerstag, 26. Januar 2012 um 13:04

ein Fall für das Bundesinstitut für Risikobewertung?

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Brustimplantate: Betroffenen in Frankreich wird Explantation empfohlen
aus Dtsch Arztebl 2012; 109(1-2) vom Montag, 9. Januar 2012
Sehr geehrter Herr Gerst,

vor ein paar Tagen kam eine 54-jährige Frau zu mir mit Brustimplantaten seit etwa 10 Jahren. Hersteller unbekannt, aber aus Silikon. Was soll ich der Frau raten?

1. Silikonimplantate gelten generell als potentiell krebserregend - aber in wie vielen Prozent der Fälle weiß ich nicht. Im konkreten Fall lief alles 10 Jahre lang komplikationsfrei, und auch der Tastbefund war unauffällig.

2. Ich habe keine Ahnung, um wieviel gefährlicher die PIP-Präparate sind. Bewegt sich das Zusatzrisiko im Zehntelpromill- oder im Prozentbereich?

3. Jede Operation, also auch das Entfernen der Implantate, ist mit einem Risiko im ein- bis zweistelligen Prozentbereich behaftet.

Das erste Ergebnis unseres Gesprächs war folglich, nichts übers Knie zu brechen und nicht eventuell zur Vermeidung eines Risikos ein noch höheres eingehen.
Ob es keine staatliche Stelle gebe, die einem verbindlich weiterheklfen könnte in der Risikoabwägung hat mich veranlaßt, der Frau die Adresse des Bundesinstituts für Risikobewertung zu geben.

Max-Dohrn-Str. 8-10
10589 Berlin
Telefon: 030 1 8412-0
E-Mail: pressestelle@bfr.bund.de

Ich glaube, hier kommt man nur noch mit Statistik weiter. Deswegen, herzlichen Dank für diesen Beitrag!

Ihr
Karlheinz Baywer, Bad Peterstal

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